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Was plant John Deere mit Kreisel Electric?

Beim österreichischen Batteriespezialisten Kreisel Electric wird seit kurzem die Abteilung für Forschung und Entwicklung ausgebaut. Der US-Landmaschinenhersteller John Deere hatte Ende 2021 die Mehrheitsbeteiligung...
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Honda Elektroauto mit Festkörperbatterie

Bei Elektroautos schien Honda lange abgehängt. Eine Kooperation mit General Motors soll dem Autobauer nun den Einstieg in den lukrativen Markt für Elektro-SUV sichern....
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Volvo Produktion von Batteriemodulen in Belgien

Volvo hat mit dem Investitionsprozess für den Aufbau einer Batteriemodulfertigung begonnen. Bisher bezieht der Fahrzeughersteller sowohl Zellen als auch Module von externen Lieferanten. Die...
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Nickelfolie soll Ladegeschwindigkeit von Elektroautos verdreifachen

Ein Forscherteam an der amerikanischen Penn State University hat einen Weg gefunden, um die meisten Elektroauto-Batterien schnelladefähig zu machen. Mit einer Nickelfolie könnten die...
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StoreDot: Durchbruch bei Festkörperakkus

Der israelische EV-Batteriehersteller StoreDot hat einen weiteren Meilenstein erreicht und mit der Auslieferung seiner Extreme Fast-Charging (XFC)-Batteriezellen begonnen. Als Pouch-Zellen erreichen sie über 1.000...
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Natrium-Festkörperbatterien: Innovatives Elektrodenmaterial

An der Osaka Metropolitan University in Japan haben Wissenschaftler ein neues Elektrodenmaterial entwickelt, das aus Natrium, Eisen und Schwefel besteht. In Tests erreichten Batterien...
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Farasis: 400 Kilometer Reichweite in 10 Minuten laden

Der chinesisch-amerikanische Batteriehersteller Farasis hat kürzlich seine neue Batterielösung SPS (Super Pouch Solution) mit hohem Nickelgehalt angekündigt. Farasis wechselt zum Cell-to-Pack-Batteriedesign mit größeren Pouch-Zellen....
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ProLogium und ACC: Gemeinsame Entwicklung von Festkörperakkus für Elektrofahrzeuge

Die französische Batterieinitiative Automotive Cells Company (ACC) und ProLogium Technology aus Taiwan haben eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Beide Unternehmen setzen dabei...
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Toyota: 3,8 Mrd. $ Investment in Batteriefabrik in den USA

Schon Ende 2021 kündigte Toyota ein neues Batteriewerk im US-Bundesstaat North Carolina an. Es soll dem japanischen Hersteller den Weg für die Produktion von...
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Neues Geschäftsmodell: Aus JenaBatteries wird CERQ

JenaBatteries ist ein Hersteller von metallfreien Redox-Flow-Batterien. Unter dem neuen Namen CERQ will das Unternehmen zum Stromdienstleister werden. CERQ stellt erneuerbaren Strom aus seinen...
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Second-Life für Elektrobus-Batterien

In den Niederlanden erprobt der Energiekonzern RWE einen Großspeicher aus 43 Elektrobus-Batterien. Sie stammen von VDL Bus & Coach und erhalten im gemeinsamen Projekt...
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Solid-Flow-Batteriespeicher für mehr Energieunabhängigkeit

Strom aus Wind und Sonne kann bei guten Bedingungen schon heute den Bedarf einer ganzen Region abdecken. Für eine echte Energiewende brauchen wir aber...
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LG und Honda: Gemeinsame Batteriefabrik in den USA

Honda und der Batteriehersteller LG Energy Solution planen ein neues Werk für Lithium-Ionen-Batterien in den USA. Die Partner investieren dafür 4,4 Milliarden US-Dollar und...
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Festkörperakkus von Adden Energy

Adden Energy entwickelt einen Lithium-Metall-Feststoffakku für Elektroautos, der in nur drei Minuten geladen ist. Für die Kommerzialisierung erhielt das von Harvard-Wissenschaftlern gegründete Start-up eine...

Stromspeicher

Mit der Hilfe eines Stromspeicher wird erzeugte Energie für die spätere Nutzung gespeichert. Auf Grund technischer Schwierigkeiten, ungenügender Kapazität oder Stillstandsverlusten kann die Speicherung einer Energieform ungünstig sein und es sich anbieten, die Energie in eine andere Form umzuwandeln und so zu speichern. Im Bedarfsfall wird die Energie zurückgewandelt.

Die klassischen speicherfähigen Energieträger sind Kohle, Gas, Erdöl und Uran, da sie sich auch über weite Entfernungen zwischen Lagerstelle und Kraftwerk transportieren lassen. Die Nutzung regenerativer Energien nimmt auch aus dem Grund zu, weil es beim Transport durch die Fernleitungen generell zu Verlusten kommt. Durch die Möglichkeit der Speicherung von Energie können daher Maßnahmen getroffen werden, die für eine Stromversorgung mit konstanter Leistung sorgen.

Die verschiedenen Arten von Stromspeichern werden in der Regel in folgende Kategorien unterteilt:

Mechanische Energiespeicher

Zu den mechanischen Energiespeichern gehören etwa Druckluft- und Pumpspeicherkraftwerke sowie Federn, die potentielle Energien bzw. Lageenergien nutzen. Auch Schwungräder, die kinetische bzw. Bewegungsenergien speichern, gehören in diese Kategorie.

Chemische Stromspeicher

Chemische Energie wird in anorganischer Form z.B. durch Batterien, wiederaufladbare Akkus, Wasserstoff oder Redox-Flow-Zellen gespeichert. Hier wird thermische oder elektrische Energie, die sich in der Regel schlecht speichern lässt, mittels chemischer Reaktionen indirekt gespeichert. In diese Kategorie fällt etwa der Bleiakkumulator, der als Starterbatterie in Fahrzeugen verwendet wird. Er arbeitet auf Grundlage von „Redox-Reaktionen“, einer Kombination von Reduktion und Oxidation.

Auch eine andere Form der galvanischen Zelle, die „Redox-Flow-Zelle“, funktioniert nach diesem Prinzip. Sie besteht aus zwei Halbzellen, die eine Membran verbindet, und nutzt eine Lösung von Salzen in einem Lösungsmittel aus anorganischen oder organischen Säuren als Elektrolyt.

Elektrische Stromspeicher

Elektrische Energiespeicher werden unterteilt in Kurzzeitspeicher, Langzeitspeicher und Elektro-Chemische Speicher. Immanente Kurzzeitspeicher sind Kondensatoren, die auch als „Super Caps“ bezeichnet werden, Schwungmassen und supraleitende magnetische Energiespeicher, kurz SMES. Vor allem für den kontinuierlichen Netzempfang sind Kurzzeitspeicher von hoher Bedeutung. Für eine längerfristige Energienutzung und für die Spitzenbedarfsdeckung kommen Pumpspeicherkraftwerke, Akkumulatoren und Druckluftspeicherwerke zum Einsatz. Als Elektro-Chemische Speicher kommen vor allem Akkus und Batterien zum Einsatz, etwa als Antrieb in Elektrofahrzeugen oder zum kurzfristigen Ausgleichs eines hohen Strombedarfs. Eine weitere erfolgversprechende Methode dieser Kategorie könnte Wasserstoff als elektrischer Energiespeicher sein. In der Praxis wird dieses Verfahren jedoch noch nicht angewandt.

Thermische Energiespeicher

Thermische Energiespeicher sind Wärme- bzw. Fernwärmespeicher, die sich wiederum in Hoch- und Niedertemperatur und Kurz- und Langzeitspeicher unterteilen lassen. Die Wirtschaftlichkeit einer Speicherung von Nachtstrom ist mittlerweile fraglich, weitaus mehr Interesse gilt Solarkollektoren zur Nutzung von Strahlenenergie der Sonne.

Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern

In der Regel steht die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens bei der Energiespeicherung im Vordergrund, der Fokus liegt auf Investitions- und Betriebskosten der Anlage und Gesamtwirkungsgrad. Vor allem bei großen Anlagen geht es nicht um eine kurzfristige Erhöhung der Leistung. Bei kleinen Anlagen kann dies manchmal der Fall sein, wenn die Leistungsabgabe der ursprünglichen Energiequelle nicht ausreicht.

Bedarf an Stromspeichern

Im Zuge der Energiewende wird sich langfristig ein zusätzlicher Bedarf an Stromspeichern ergeben. Auf wirtschaftlicher Ebene konkurrieren die Speichermethoden dabei mit Alternativen wie Demand Side Management, Demand Response, der Nutzung von zusätzlichen Stromleitungen oder Synergieeffekten. Ab der zweiten Phase der Energiewende, in der wir uns in Deutschland mittlerweile befinden, müssen zusätzliche Maßnahmen erfolgen. Hier wird auch der Einsatz von Kurzfristspeichern sinnvoll. Langzeitspeicher werden erst zu einem späteren Zeitpunkt notwendig, wenn es im Stromnetz längere Stromüberschüsse gibt.