Mercedes Generation EQ: Elektro SUV als Konkurrenz zum Tesla Model X

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mercedes-elektroautoWie angekündigt hat Mercedes auf dem Mondial de l’Automobile in Paris die Studie eines elektrischen SUV-Coupés mit 500 Kilometern Reichweite vorgestellt. Der Mercedes „Generation EQ“ wird das erste Fahrzeug der Submarke EQ, unter der Elektromobilität bei Mercedes künftig vermarktet werden soll. Mit diesem Elektrofahrzeug tritt Daimler mit dem Tesla Model X in Konkurrenz. Bis zum Jahre 2025 will Mercedes insgesamt zehn elektrische Modelle auf den Markt bringen.

Deutlich reduzierte Ladezeiten dank der Einführung von CCS

Bei der jetzt vorgestellten Studie setzt Mercedes mit 21-Zoll-Reifen und hohem Einstieg auf den aktuellen Trend zum SUV. Versenkte Türgriffe und Kameras statt Außenspiegeln sorgen für eine aerodynamische Silhouette, kaum wahrnehmbare Karosseriefugen und verdeckte Scheibenwischer unterstreichen das monolithische Design des 4,70 Meter langen Fahrzeuges. Angetrieben wird das Modell mit permanentem Allradantrieb von zwei Elektromotoren mit insgesamt 400 PS, es verfügt über 700 Nm Drehmoment. Damit beschleunigt der elektrische Mercedes SUV innerhalb von 5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer.

Die verbaute Lithium-Ionen-Batterie mit 70 kWh kann nicht nur per Kabel, sondern auch mittels Induktion geladen werden. Schnellladen mit dem Combined Charging System (CCS) ist ebenfalls möglich, hier sollen mittelfristig Ladeleistungen von bis zu 300 kW möglich werden. Das würde bedeuten, dass in nur fünf Minuten Strom für 100 Kilometer nachgeladen werden kann. Innen erwarten die Insassen vier Einzelsitze mit in die Kopfstützen integrierten Lautsprechern und TFT-Monitore in der zweiten Reihe. Im Cockpit erfolgt die Bedienung über ein großes Widescreen-Display mit 24 Zoll. Klassische Knöpfe gibt es nicht mehr, an ihre Stelle treten Touch Controls.

Daimler plant Elektro-Offensive

Der Mercedes Generation EQ basiert auf einer speziell für die künftigen Elektromodelle entwickelten Plattform, die sich für verschiedenste Fahrzeugtypen eignet. Die EQ-Reihe soll künftig am Frontgrill erkennbar sein. Hinter einer schwarzen Glasfläche leuchtet ein weißer Mercedesstern. „Wir sind bereit für den Start einer Elektro-Offensive, mit der wir alle Fahrzeugsegmente von der Kompakt- bis zur Luxusklasse abdecken werden“, so Dieter Zetsche, Chef des Mutterkonzerns Daimler. Der Konzern will vom reinen Autohersteller zum Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen werden. Die Marke EQ soll daher nicht nur für Elektrofahrzeuge stehen, sondern auch Ladegeräte für zuhause und Heimspeicher anbieten. „Die Mobilität der Zukunft bei Mercedes-Benz stützt sich auf vier Säulen: Connected, Autonomous, Shared und Electric. Der ‚Generation EQ‘ bringt all das konsequent zusammen“, so Zetsche. In Serie gehen wird der Wagen wohl 2019 oder 2020 und wird sich dann unter anderem mit dem Tesla Model X messen müssen.

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Quellen / Weiterlesen:
Generation EQ: Mercedes stellt Elektro-SUV mit 500 km Reichweite vor – Golem.de
500 Kilometer Reichweite: Hier fährt das neue Stromer-SUV von Mercedes – Focus Online
Studie „Generation EQ“: Mobilität neu gedacht – Daimler
Bilderquelle: © Daimler AG

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Stephan Hiller

Stephan Hiller ist erfahrener Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

2 KOMMENTARE

  1. Recht hat er. Ich habe seit 3 Monaten einen Tesla S70D als gebrauchtes Fahrzeug 3 Monate alt ,5500km gelaufen gekauft. Leider ist es das Modell mit der kleinsten Batterie von 70KW,
    wir sind damit Anfang des Monats bis nach Padua für 3 Wochen in Urlaub gefahren.
    Man braut weder die hohe Beschleunigung noch die Höchstgeschwindigkeit hier 225 KM/H,
    in Österreich und Italien beträgt die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen 130 km. Auf deutschen Autobahnen fahren die meisten zwischen 130-150 km nur einige Spinner mit Premium-Fahrzeugen Mercedes, BMW, Audi, VW fallen durch Rasen und Drängeln auf.
    Schön wäre man könnte durch eine Einstellung Beschleunigung reduzieren um genüsslich zu CRUSEN
    die Ruhe ,Landschaft etc. bei mehr Reichweite zu genießen.
    Ansonsten Ist TESLA der einzige Hersteller der zur Zeit eine REISELIMUSINE mit viel Platz und großer Reichweite anbietet und die zugehörigen Schnelladestationen an den Autobahnen.
    unsere Industrie wartet noch immer auf den Staat ,der die Infrastruktur liefern soll. Steuerzahler soll Infrastruktur bezahlen damit die Konzerne ,ihre Manager und Aktionäre den Gewinn abschöpfen.
    Deutschland wird den Anschluss bei der E- Mobilität verlieren und weiterhin die Stadtbevölkerung mit Abgasen „vergasen“.

  2. Was für ein Schmarrn!

    Die Entwicklung geht total in die falsche Richtung, aber warum ist das so?
    Effizienz ist das Zauberwort, denn auch elektrische Energie muss erst erzeugt werden bevor sie „verfahren“ werden kann.
    Und hier wird ein Auto vorgestellt welches groß, schwer, stark und teuer ist. Wozu 400 PS wenn in Zukunft ein selbstfahrendes Auto sich nur mehr an die absoluten Geschwindigkeitsbegrenzungen halten wird dürfen (keine Autofirma wird etwas anderes einprogrammieren denn im Schadensfall würden die Manager jedesmal verurteilt werden). Das bedeutet dass solche Autos mit einer Bauartgeschwindigkeit von 130km/h gebaut werden können. Dazu reichen nun mal 30 kw!
    Wozu eine Ladeleistung von 300kw wenn im Normalfall 23 Stunden pro Tag Zeit zum Laden vorhanden ist (Durchschnittlich fährt ein Auto nun mal nur 1 Stunde pro Tag). Wie soll die Energiewirtschaft eine Stromversorgung schaffen wenn Abends 1000ende oder besser Millionen Fahrzeuge mit 300kw laden wollen? Schnellladung bleibt die Ausnahme, Was wir brauchen ist gesteuerte Ladung durch die EVU’s.
    Warum werden Autos vorgestellt die sich nur einige wenige Prozent der Menschen leisten können?
    Steckt hier dahinter, dass gar nicht ernsthaft entwickelt wird? Das die Firmen den Umstieg möglichst lange verzögern wollen und nicht zugeben wollen, dass ein Elektroauto ganz einfach aufgebaut ist und von jeder „kleineren Hinterhofwerkstätte“ gebaut werden kann?

    Das Spiel das die Manager der großen Autokonzerne jetzt spielen ist erbärmlich und grenzt, in Kenntnis des Klimawandels, an einem Verbrechen an den nächsten Generationen.

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