Chevrolet Bolt: Bilder, Preis, Reichweite und Tests

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chevrolet-bolt-designDer Chevrolet Bolt EV ist ein elektrisches SUV des US-Herstellers General Motors (GM), das 2015 auf der Detroit Auto Show erstmals als Konzept präsentiert wurde. Die Serienversion des kompakten Fünftürers wurde 2016 vorgestellt. Das Elektroauto soll in den USA ab dem 4. Quartal 2016 produziert und ab 2017 verkauft werden. Der Chevrolet Bolt soll dann dem BMW i3, dem Nissan Leaf und dem Tesla Model 3 direkt Konkurrenz machen und das erste massentaugliche Elektroauto mit ausreichender Praxisreichweite werden. In Deutschland wird der Chevrolet Bolt wahrscheinlich nicht auf den Markt kommen. Jedoch dient er als Basis für den neuen Opel Ampera-e, der auf dem Autosalon Paris 2016 vorgestellt wird.

Technik, Reichweite und Laden Chevrolet Bolt

chevrolet-bolt-reichweiteDer frontgetriebene Chevrolet Bolt hat eine Leistung von 150 kW bzw. 204 PS. Das maximale Drehmoment von 360 Nm, das sofort anliegt, sorgt für eine flotte Beschleunigung. In nur 7 Sekunden sind die 100 km/h erreicht. Bei 145 km/h ist elektronisch abgeriegelt Schluss.

Der Strom für den Antrieb kommt beim Chevrolet Bolt aus einer Lithium-Ionen-Batterie von LG Chem. Diese besteht aus insgesamt 96 Zellen mit je drei Zellen pro Einheit. Die Batterie hat eine Kapazität von 60 Kilowattstunden und soll eine Reichweite von 320 Kilometern mit einer Ladung ermöglichen. Zum Vergleich: Der Nissan Leaf schafft 250 Norm-Kilometer, der BMW i3 300 Kilometer. Einzig das Tesla Model 3 liegt mit (angekündigten) 346 Kilometern darüber.

Das Laden des Akkus vom Chevrolet Bolt dauert recht lange. Bei einer Spannung von 240 Volt dauert es GM zufolge 9 Stunden, bis die Batterie wieder voll ist. Eine Stunde Ladezeit schenkt dem Auto eine Reichweite von 40 Kilometern. Bei Schnell-Ladung lässt sich der Akku in einer halben Stunde wieder bis auf 80 Prozent laden.

Chevrolet Bolt: Design und Ausstattung

chevrolet-bolt-sicherheitDer 4,17 m kurze Chevrolet Bolt wird aus Materialien wie Stahl und Kunststoff hergestellt. Konkurrent BMW baut seinen BMW i3 aus teurerem Karbon und Alu, dieser wiegt mit etwa 1,3 Tonnen jedoch deutlich weniger als der 1,6 Tonnen schwere Chevrolet Bolt. Leichtbau wäre zu teuer gewesen, denn GM zufolge stand die Massentauglichkeit bei der Entwicklung im Vordergrund. Auf Basis des Chevrolet Bolt sollen weitere Elektromodelle entstehen: „Der Bolt ist mehr als ein Auto, es ist eine upgradefähige Plattform“, sagte GM-Chefin Mary Barry bei der Vorstellung des Autos.

Die kurzen Überhänge des Chevrolet Bolt sorgen für einen langen Radstand, und ein kleiner Heckspoiler verleiht dem Elektrofahrzeug optisch einen Hauch von Sportlichkeit. Dank der flachen Unterbringung im Unterboden sorgt die Batterie neben viel Platz im Inneren auch für die Steifheit der Karosserie. Tiefe Türausschnitte erleichtern den Zu- und Ausstieg, und dank des fehlenden Mitteltunnels ist auch der Durchstieg angenehm und die Beinfreiheit groß. Der Radstand von 2,60 m und ein tiefer Ladeboden bieten bequem Platz für bis zu fünf Passagiere und deren Gepäck. Der Kofferraum hat großzügige 450 Liter Fassungsvermögen, mehr als der BMW i3.

Im Cockpit befinden sich zwei animierte Displays, eines ersetzt die Instrumententafel, und das andere, ein 10,3 Zoll großer Touchscreen, ist das zentrale Bedienelement. Hier lassen sich Musik und die Klimaanlage ebenso steuern wie die Navigation und die Fahrmodi. Angezeigt werden auch Diagramme für den Energiefluss, die verbleibende Reichweite oder die nächste Ladestation. Die angezeigte Restreichweite basiert auf der Topografie, den Außentemperaturen und dem individuellen Fahrstil. Hier lässt sich auch vergleichen, wie effizient die eigene Fahrweise im Vergleich zu anderen Bolt-Fahrern ist. Die Vernetzung mit dem Smartphone über Android Auto und Apple Carplay ist natürlich ebenso möglich. Hierüber erfährt der Fahrer beispielsweise über die App den nächsten Inspektionstermin. Viele weitere Funktionen sollen im Laufe der Zeit dazukommen, für eine bequeme Bedienung wird der Bildschirm für die verschiedenen Anzeigen geteilt.

Chevrolet Bolt und OnStar

chevrolet-bolt-ausstattungDer Chevrolet Bolt unterstützt auch 4G LTE und den Mobilitätsassistenten OnStar. Dieser bietet eine Vielzahl von Serviceleistungen, zum Beispiel eine Unfallhilfe, die automatisch ausgelöst wird, sobald sich ein Airbag öffnet. Dabei wird eine Sprechverbindung zu OnStar-Beratern hergestellt, die wenn nötig auch den Rettungsdienst rufen. OnStar ermöglicht es auch, den Wagen als WLan-Hotspot für die ganze Familie zu nutzen, und über die OnStar-App lassen sich unter anderem Fahrzeuginformationen abrufen. Falls man sich einmal ausgesperrt hat, kann der OnStar-Support nach Überprüfung der PIN das Fahrzeug aus der Ferne entriegeln.

Fahrverhalten und Sicherheit Chevrolet Bolt

Das 435 Kilo schwere Akkupaket des Chevrolet Bolt sorgt für einen tiefen Schwerpunkt. Boris Pieritz von AUTO BILD hat den Wagen bereits auf einer Teststrecke in Las Vegas gefahren, und berichtet von einem gut abgestimmten Fahrwerk und einer guten Straßenlage, zumindest bei einigermaßen moderater Fahrweise. Beim Pylonentest soll der Chevrolet Bolt im Sportmodus allerdings teilweise die Bodenhaftung verloren haben. Der optionale Sportmodus sorgt zwar nicht für mehr Leistung, aber für eine geänderte Gaspedalkennlinie. Lenkung und Bremse arbeiten solide. Bemängelt wird im Test die eingeschränkte Sicht aufgrund der eher kleinen Fenster.

chevrolet-bolt-preisEine Reihe radar- und kamerabasierter Systeme mit 360-Grad-Blick zeigen, dass GM mit dem Chevrolet Bolt noch viel mehr vorhat. Das Elektroauto soll für den Einsatz als autonom fahrendes Taxi getestet und weiterentwickelt werden. Dazu bekommt der Chevrolet Bolt im nächsten Jahr ein Schließsystem auf NFC-Basis, so dass er auch mit einem Smartphone geöffnet werden kann. Zum Verkaufsstart ist dazu noch ein Funkschlüssel nötig. Der Rückspiegel kann optional auch das Bild der Weitwinkel-Rückfahrkamera zeigen.

Während der Fahrt wird regeneratives Bremsen zur Rückgewinnung von Energie eingesetzt. Der Chevrolet Bolt soll sich besonders gut für das Ein-Pedal-Fahren eignen. Dabei wird allein über das Gaspedal beschleunigt und gebremst. Über einen Hebel am Lenkrad lässt sich zudem die Stärke der Rekuperation beeinflussen.

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Preis Chevrolet Bolt und Verkaufsstart

chevrolet-bolt-ladenDer Chevrolet Bolt wird in Deutschland wahrscheinlich nicht verkauft werden. In den USA soll der Verkaufspreis rund 37.500 Dollar (ohne Mehrwertsteuer) betragen, das sind rund 35.000 Euro netto. Zum Opel Ampera-e, der auf dem Chevrolet Bolt basiert und 2017 auf den deutschen Markt kommen soll, sind noch nicht viele Details bekannt. Wahrscheinlich wird der Opel Ampera-e jedoch weitgehend die gleiche Technik und die gleiche Reichweite wie der Chevroelt Bolt erhalten. Dennoch hat Opel bereits betont, der Ampera-e werde trotz der Nähe zum Chevrolet Bolt „ein echter Opel“. Wenn der Opel Ampera-e dem Chevrolet Bolt weitgehend entspricht, wäre in Deutschland mit einem Preis von etwa 40.000 Euro zu rechnen. Das Vorgängermodell Opel Ampera, ein Hybrid, war baugleich mit dem Chevrolet Volt und wurde zwischen 2011 und 2015 verkauft.

Bilderquelle: © Chevrolet / General Motors

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  1. Die Reichweite des Bolt von 383 km (238 Meilen) nach EPA ist nur geschätzt („estimated“), d. h., wenn der tatsächliche EPA-Wert vorliegt, kann dieser auch niedriger sein. Hinzu kommt, dass Elon Musk bei der Vorstellung des Model 3 bereits mitgeteilt hat, dass die endgültige Reichweite auch über 215 Meilen (346 km) liegen kann. Es ist daher noch nicht wirklich sicher, ob der Chevy und Ampera-e tatsächlich eine größere Reichweite haben, als der Tesla.

  2. Der Bolt hat eine größere Reichweite als der Tesla Model 3 – bitte korrigieren.
    Ein Blick auf die aktuelle Seite vom Chevy Bolt lohnt:
    http://www.chevrolet.com/bolt-ev-electric-vehicle.html

    Und bitte vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen.
    Die Reichweiten vom Leaf (250) und BMW i3 (300) sind nach NEFZ angegeben, welcher sehr unrealistisch ist.
    Die Reichweiten vom Bolt (383 km) und Tesla Model 3 (345 km) sind nach EPA, welcher viel realitätsnaher ist.

    Darauf solltenSie in ihrem Artikel hinweisen.

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