Chevrolet Bolt: General Motors vor Tesla mit dem massentauglichen Elektroauto am Markt? (Video)

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chevrolet-bolt-general-motors-tesla-massentauglichen-elektroautoChevrolet hat auf der CES 2016 die erste Serienversion seines elektrischen Bolt präsentiert. Das Auto soll der erste bezahlbare E-Kleinwagen mit brauchbarer Reichweite werden, wie GM-Chefin Mary Barra versprach. Auf der Detroit Motorshow hat GM nun erstmalig technische Einzelheiten bekanntgegeben: Der Fünftürer soll eine Reichweite von gut 320 Kilometern haben, der Akku besteht aus 288 Lithium-Ionen-Zellen mit einer Kapazität von 60 kWh, der mit Starkstrom binnen einer Stunde zu 80 Prozent aufgeladen werden kann. Der Wagen kommt auf 200 PS und 360 Nm und schafft er es in sieben Sekunden auf Tempo 100. Mit 145 km/h Höchstgeschwindigkeit ist der Bolt auf den amerikanischen Markt zugeschnitten.

Förderprogramme für Elektromobilität in den USA versprechen deutliche Ersparnis

Nach Abzug aller Fördermittel wird der Preis in den USA bei ca. 30.000 Dollar liegen. Diese Förderprogramme stehen allerdings nicht jedem zu, die Höhe des Nachlasses hängt von den persönlichen Verhältnissen des Käufers ab. Ohne Vergünstigungen kostet der Bolt 37.500 Dollar. Er soll ab Jahresende in den USA erhältlich sein – und damit wahrscheinlich früher als das Tesla Model 3, dem ersten massentauglichen Elektrofahrzeug von Tesla, welches für 2017 angekündigt ist und preislich wahrscheinlich mit dem Bolt vergleichbar sein wird.

Chevrolet bekommt bereits viel Lob für den Kleinwagen: Trotzdem er auf eine Karbon-Karosserie verzichtet, wiegt er nur 1,6 Tonnen und bietet ein komplett digitales Cockpit. Ein spezielles Navigationssystem zeigt alle Ladestationen in der Nähe an, ein Bordrechner ermittelt je nach Fahrstil, Außentemperatur und Ladestand die genaue Restreichweite. Daneben hat er nicht nur einen größeren Kofferraum als der BMW i3, sondern bietet auch mehr Platz für die hinteren Passagiere. Der Wagen kann auch mit Features wie Rückfahrkamera, Sensor für den toten Winkel oder Spurhalteassistent bestellt werden. Zudem verfügt er über eine besondere Rekuperationstechnik: Der Fahrer kann, statt mit dem Fuß auf die Bremse zu treten auch an einem Hebel am Lenkrad ziehen. Der Motor wird zum Generator, der Akku wird geladen. Im L-Modus kann der Wagen mit nur einem Pedal gefahren werden: Nimmt man den Fuß vom Pedal, kommt der Wagen nach wenigen Metern zum Stillstand und fährt erst nach einem erneuten Tritt aufs Pedal wieder an.

Ab 2017 wird der Chevrolet Bolt auch als Opel erhältlich sein

Den Bolt soll es ab 2017 so ähnlich auch als Opel geben, mit dem der Autohersteller aus Hessen gegen den elektrischen Golf und der neuen Version des  BMW i3 antreten will. Details sollen im Laufe des Jahres bekanntgegeben werden. Trotzdem man sich bei der Technologie an den Bolt anlehnen wolle, soll das Fahrzeug „ein echter Opel“ werden.

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Quellen / Weiterlesen:
Der stille Star der Show: Erste Fahrt im Chevrolet Bolt – Nachrichten – DIE WELT
Chevrolet Bolt – erschwinglicher Stromer? – n-tv
Bildquelle: © Wikipedia

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Super, wenn das so weiter geht!

    Elon Musk wird es freuen, er schiebt den eAuto-Markt kräftig an. Konkurrenz belebt das Geschäft.

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