Senken fallende Batteriepreise die Preise für Elektroautos?

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Elektroautos sind nach wie vor teurerfallende-batteriepreise-preise-elektroautos als Benziner – und das liegt hauptsächlich an der Batterietechnik. Diese ist für 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten verantwortlich. Einer Studie zufolge sind die Preise für Lithium-Ionen-Akkus im Jahr 2015 um 25 Prozent gefallen. Wie wirkt sich das auf die Preise für Elektroautos aus?

Elektroautos wurden 2015 kaum günstiger

Der Preis und die Kapazität der Akkus sind die entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Elektromobilität. Das Beratungsunternehmens Horvath & Partners hat nun ermittelt, dass die Preise für Lithium-Ionen-Batterien allein im letzten Jahr um ein Viertel zurückgegangen sind. Der Preis pro Kilowattstunde liegt demnach bei 275 Euro – dieser Wert war erst für 2020 erwartet worden. Dennoch kosteten reine Elektroautos im Jahr 2015 rund 41 Prozent mehr als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren und nur 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Preise für Elektroautos sind seit 2010 stark nach unten gegangen. Damals kosteten sie noch über 100 Prozent mehr als konventionell angetriebene Fahrzeuge. Im Jahr 2015 haben sich die Preise jedoch kaum verändert.

Bei Horvath & Partners führt man die geringe Veränderung darauf zurück, dass 2015 kein reines Elektrofahrzeug neu auf den Markt kam und es deshalb kaum Preissenkungen bei den bestehenden Modellen gab. Von fallenden Akkupreisen werden Kunden aber vorerst wohl nicht profitieren. Autohersteller geben die Preissenkung bei Batterien eher nicht weiter. Diese werden in erster Linie in eine höhere Reichweite investieren, so Studienleiter Oliver Greiner. Das Unternehmen erwartet, dass die Akkupreise weiterhin stark zurückgehen, so dass bis 2020 ein Niveau von 110 Euro pro Kilowattstunde erreicht werden könnte.

Tesla liegt bei den Batteriekosten weit unter dem Branchendurchschnitt

Der Elektroautohersteller Tesla liegt Schätzungen zufolge bei den Batteriekosten bereits heute deutlich unter dem Durchschnitt. Der Analyst Ben Kallo von der Investmentbank RW Baird beispielsweise schätzt die Produktionskosten auf umgerechnet etwa 135 bis 180 Euro pro Kilowattstunde. Er geht davon aus, dass mit steigenden Produktionszahlen in Teslas Gigafactory diese Kosten mittelfristig unter die von Tesla angepeilten 100 Dollar pro Kilowattstunde, umgerechnet 90 Euro, sinken werden. Niedrige Batteriekosten sind der Schlüssel zum günstigen Basispreis des im März vorgestellten Tesla Model 3. Mit diesem Elektroauto will Tesla erstmalig eine breite Käuferschicht erreichen. Der Stromer soll ab 2017 für 35.000 US-Dollar erhältlich sein, also rund 31.700 Euro.

Zu geringe Reichweite ab 2020 kein Thema mehr

In der Einschätzung von Horvath & Partners heißt es, dass Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 immer noch 16 Prozent teurer sein werden als Verbrenner, wenn sich der Trend der letzten drei Jahre fortsetze. Das sei für einen Durchbruch der Elektromobilität immer noch zu viel, heißt es. Heiko Fink, Automobilexperte bei Horvath & Partners geht davon aus, dass der Aufpreis unter 10 Prozent fallen muss, damit die Kosten kein Argument gegen Elektroautos mehr sind. Die mangelnde Reichweite hingegen wird nach Ansicht der Berater schon ab 2020 keine Hürde mehr sein. Sie erwarten, dass neue reine Elektroautos dann mit einer Batterieladung im Schnitt deutlich mehr als 400 Kilometer weit kommen.

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Quellen / Weiterlesen:
Horváth & Partners-Studie: Wenig Preissenkung bei Elektroautos – Horwáth & Partner
How Soon Can Tesla Get Battery Cell Costs Below $100 per Kilowatt-Hour?  – Greentech Media
Batteriekosten sinken schneller als gedacht – Preise für Elektroautos aber nicht – ecomento.tv
Batteriepreise 2015 um ein Viertel gefallen – Kimaretter.Info
Bildquelle: Wikipedia – Von AvdaEigenes Werk, CC BY-SA 3.0

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Ajaz Shah

Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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