Sinkende Metallpreise: Tesla wird den Preis des Model 3 wahrscheinlich halten können

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sinkende-metallpreise-tesla-preis-model-3Das Model 3 wird Teslas erstes Mittelklasse-Elektroauto – das Basismodell soll schon für 35.000 US-Dollar (rund 31.200 Euro) zu bekommen sein. Dieser niedrige Preis hängt mit der geplanten Massenproduktion in Teslas Batteriefabrik Gigafactory zusammen, die gerade in Nevada entsteht. Dadurch sollen die Herstellungskosten der Batterien um ein Drittel sinken. Das will der kalifornische Autobauer durch Skaleneffekte erreichen: In der Gigafactory sollen jährlich mehr Batterien produziert werden als im Jahr 2014 weltweit – 2014 ist das Jahr, in dem Tesla das Projekt angekündigt hatte.

Neben Skaleneffekten und der schrittweisen Verbesserung der Technologie wird Tesla wahrscheinlich auch vom Preisrückgang bei verschiedenen Metallen profitieren, die zur Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus verwendet werden. Tesla hat zwar nicht ganz genau bekanntgegeben, welche Art Batteriezellen in der Gigafactory hergestellt werden sollen, doch aus verschiedenen Äußerungen von Tesla-CEO Elon Musk und Technikvorstand JB Straubel lässt sich schließen, dass Tesla und Partner Panasonic nur kleinere Anpassungen bei der chemischen Zusammensetzung und beim Format der aktuellen 18650 Nickel-Kobalt-Aluminium-Zellen vornehmen werden.

Preise für Nickel, Kobalt und Aluminium sind zurückgegangen

Seitdem die Gigafactory angekündigt wurde, ist der Preis für diese Rohstoffe erheblich gesunken – auch wenn der Rohstoffpreis allein nicht die beste Kennzahl ist, da es sich dabei nicht immer um Material handelt, das sich zur Batterieherstellung eignet. Im Fall von Lithium und Graphit (bzw. synthetischem Graphit) könnte es schwieriger werden, diese zu niedrigen Preisen einzukaufen, da diese stark vom Reinheitsgrad und der Flockengröße abhängen. Zudem steigt der Preis für Lithium, und die Nachfrage danach wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Es wird sogar erwartet, dass allein Tesla den Lithiumpreis signifikant in die Höhe treiben wird. Tesla versucht deshalb, Lithium direkt an der Quelle zu beschaffen und ist mit dem chilenischen Kupferbergbau-Konzern Codelco im Gespräch. Codelco will eventuell zukünftig auch Lithium abbauen, das in Chile reichlich vorhanden ist. Darüber hinaus könnte das für die Anode verwendete Graphit ersetzt werden: Tesla hat angekündigt, den Anteil von Silizium in der Anode schrittweise zu erhöhen.

Batteriepreis pro Kilowattstunde soll bis 2020 um 50 Prozent sinken

Mit diesen Anpassungen, den Skaleneffekte und den niedrigen Rohstoffpreisen könnten die Batterien und damit das Tesla Model 3 tatsächlich so günstig werden wie angekündigt. Was die Tesla-Batterie pro Kilowattstunde kosten wird, ist derzeit noch schwer zu sagen, doch eine im letzten Jahr veröffentlichte Schätzung geht von aktuell 250 US-Dollar pro Kilowattstunde für die komplette Batterie aus und von 125 US-Dollar im Jahr 2020, wenn die Produktion in der Gigafactory voll angelaufen ist. Tesla hat übrigens angekündigt, dass die Gigafactory fast 40 Prozent größer sein wird als geplant und dass sie „raumeffizienter“ ist als erwartet. Das Tesla Model 3 soll ab Ende 2017 ausgeliefert werden. Bisher liegen rund 400.000 Vorbestellungen vor.

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Quelle / Weiterlesen:
Tesla is likely to meet the Model 3’s $35,000 price tag thanks in part to falling metal prices | Electrek
Bildquelle: Tesla Motors

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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