Daimlers Li-Tec-Batteriezellenwerk vor dem Aus

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daimler-li-tec-batteriezellenwerk-vor-dem-ausDaimler hat mit seiner einzigartigen Batteriezellenfabrik für Elektrofahrzeuge (Lithium-Ionen-Zellen) mit Sitz in Deutschland nicht nachhaltig punkten können. Diese steht nun vor dem Aus. Andere deutsche Automobilhersteller setzen schon lange auf die günstige Herstellung im Fernen Osten. Ob Volkswagen, Mercedes, Audi oder BMW, für die Elektro- und Hybridmodelle kommen die Batteriezellen fast ausschließlich aus Asien.

Es fehlen damit einfach die Abnehmer für die zwar technisch hochwertigen, aber doch verhältnismäßig teuren Zellen aus Sachsen, die lediglich in der Elektrovariante des Smarts verbaut werden. Li-Tec ist ein Joint Jenture zwischen Evonic (50,1%) und Daimler (49,9%). Dieses soll nun, ebenso wie der Vorproduktehersteller Litarion, welcher zu 100% Evonik gehört, verkauft werden. Einziger Bieter hierfür ist wohl nur die südkoreanische LG, welche einen symbolischen Euro für das Unternehmen geboten habe. Zusätzlich erwarte LG noch eine Zahlung von 200 Mio. € und die Garantie, dass Daimler in den Folgejahren seine Batterien ausschließlich von LG zukauft. Nicht zur Disposition steht das eigentliche Batteriewerk von Daimler, die Deutsche ACCUmotive. An dieser Gesellschaft ist Daimler mit 90% beteiligt.

Es scheint so, als dass Daimler seine Batterien für Elektrofahrzeuge von LG aus Südkorea beziehen wird. Erstaunlich ist, dass andere Hersteller den umgekehrten Weg gehen. Der US-Amerikanische E-Car Anbieter Tesla plant neben seiner Gigafactory in den USA auch eine Batteriefabrik in Deutschland. Auch Varta plant eine riesiges Batteriefabrik für Elektrofahrzeuge, welche in Deutschland oder Österreich entstehen könnte.

Liegt es an dem unausgereiften Konzept?

Schon im Dezember 2015 soll die Produktion gestoppt werden, und nicht, wie im manager magazin im Mai 2014 berichtet wurde, im Jahr 2016. Obwohl die Planung für die Produktion der so genannten E-Autos immer weiter voranschreitet, bleiben die Aufträge für Daimlers Tochter Li-Tec aus. Wo sie noch vor kurzem innovativ und einzigartig waren, gibt es jetzt schon die Ablösung durch andere Fabriken in Japan. Die Rede ist von den Brennstoffzellen, die mit Hilfe von Wasserstoff Strom erzeugen. Diese sollen in den zehn von Mercedes geplanten Plugin-Hybridmodellen, welche 2017 auf den Markt kommen sollen, zum Einsatz kommen, werden aber nun von dem Modell Mirai des Herstellers Toyota überschattet, da diese schon 2015 erhältlich sein werden und damit zwei Jahre der Kamenzer Technik voraus sind.

Selbst der Versuch eines gemeinsamen Konzeptes mit den Japanern scheiterte und lässt Daimlers Strategieversuche, dem Kunden gemeinsam den Umstieg zu den umweltfreundlicheren technischen Vorstößen näher zu bringen, im Sande verlaufen.

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Ob und wann genau Li-Tec das Handtuch wirft, bleibt abzuwarten und ist nur eine Frage der Zeit. Denn eins ist klar – der asiatische Markt wurde hier offenbar erneut unterschätzt.

Bildquelle: © andreas stix / pixelio – www.pixelio.de

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