Folgen der steigenden EEG-Umlage: Eine Prognose von Enerstorage

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folgen-steigenden-eeg-enerstorageAnlässlich der letzte Woche veröffentlichten Prognose von AGORA zur steigenden EEG-Umlage haben wir eine Folgenabschätzung des Power-to-Heat-Pioniers Enerstorage erhalten.

Gerade das Paradox, dass die zunehmende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien die EEG-Umlage und damit die Stromkosten für Verbraucher erhöht, erregt Aufruhr. Die Folgen, die sich daraus für die Energiewende ergeben, sind jedoch noch vielschichtiger, wie Enerstorage-Geschäftsführer Dr. Philip Mayrhofer nachstehend erläutert. Obwohl es mit Power-to-Heat bereits seit über 50 Jahren eine etablierte Technologie zur Sektorkopplung und zur Nutzung von Überschussstrom gibt, kommt sie in Deutschland – anders als in vielen skandinavischen Ländern – werden ihre Potenziale nicht wirklich genutzt. Ein Grund dafür ist auch die Gestaltung der EEG-Umlage…

Die Wärmewende braucht dynamische Stromnebenkosten statt EEG-Umlage

„Power-to-Heat-Anlagen sind ein Stabilisator des Stromnetzes, ein Treiber der Wärmewende und ein Mittel, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Ihre Möglichkeiten werden aktuell jedoch nur sehr begrenzt genutzt. Denn die EEG-Umlage benachteiligt ihren breiten Einsatz sowohl im Strom- als auch im Wärmesektor:

Zum einen werden Flexibilitäten aus Power-to-Heat-Anlagen mit der EEG-Umlage belastet, während das bei Kohlekraftwerken nicht der Fall ist. Weil Power-to-Heat-Anlagen Strom aus dem Netz abnehmen und so die Netze entlasten, zählen sie zu den sogenannten Stromverbrauchern und müssen die EEG-Umlage zahlen. Kohlekraftwerke hingegen gehören zu den Energieerzeugern, weshalb auf ihr Flexibilitätsangebot im Falle von Überschussstrom im Netz keine EEG-Umlage entfällt. Das macht die beiden Flexibilitätsangebote für die Übertragungsnetzbetreiber unterschiedlich attraktiv – mit klarem Nachteil für Power-to-Heat, obwohl diese Technologie sehr gut regelbar ist und zusätzlich im Wärmesektor CO2-Emissionen reduziert, indem bisher genutzte fossile Brennstoffe ersetzt werden.

Zum anderen macht die EEG-Umlage die Nutzung von Strom in der Wärmeversorgung preislich nicht wettbewerbsfähig mit fossilen Brennstoffen. Der Einsatz von Power-to-Heat als zuschaltbare Last wird auch über den neuen Paragraphen 13.6a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) nur deshalb möglich, weil im Falle eines Förderzuschlags unter anderem die Stromnebenkosten wie beispielsweise die EEG-Umlage übernommen werden. Würden Leistungen aus Power-to-Heat hingegen allgemein mit dynamischen Stromnebenkosten belastet, könnte das die Sektorkopplung deutlich voranbringen – unabhängig von Förderungen. Dann nämlich könnten sich bei Überschussstrom die niedrigen Strompreise an der Börse auch am Markt durchsetzen und Strom zur echten Alternative für fossile Brennstoffe machen. Ich rechne daher schon innerhalb der nächsten drei Jahre mit der Einführung dynamischer Stromnebenkosten in Deutschland.

Ein weiterer Schub für die Wärmewende kann aus steigenden CO2-Zertifikatspreisen resultieren. Auch sie würden erneuerbare erzeugten Strom wettbewerbsfähig mit fossilen Brennstoffen machen.“

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Weitere Infos unter: Enerstorage – Power to Heat Contracting
Bildquelle: © Bernd Kasper / pixelio – www.pixelio.de

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