Tesla-Gigafactory soll Batteriekosten um 35% senken

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tesla-gigafactory-batteriekostenObwohl die Batteriekosten Untersuchungen zufolge in den letzten sechs Jahren um 80 Prozent gefallen sind, sind Elektroautos in der Anschaffung immer noch teurer als Verbrenner. Tesla setzt auf eine signifikante Senkung der Batteriekosten durch die jetzt beginnende Massenproduktion in der Gigafactory. Der Plan scheint aufzugehen: In einem neuen Werbevideo heißt es, die Herstellungskosten werden um 35 Prozent sinken.

Ein 35.000 Dollar-Startpreis für das Tesla Model 3 wird immer realistischer

Wie hoch die Herstellungskosten für die von Tesla produzierten Batteriepakete sind, hat der Autobauer nie offiziell enthüllt. Sie sollten pro Kilowattstunde „unter 190 US-Dollar“ liegen, hieß es. Das war Anfang 2016. Seitdem hatte man eine weitere Senkung der Kosten um 30 Prozent als Ziel anvisiert. In einem in einem Tesla Store gezeigten Werbevideo, das ein User auf Instagram hochgeladen hat, ist nun von einer Reduktion um 35 Prozent die Rede.

Ausgehend von 190 Dollar pro Kilowattstunde könnten die Tesla-Batterien dann bei unter 124 Dollar/kWh landen, schreibt Elektrek. Der angepeilte Verkaufspreis für das Tesla Model 3, der bei 35.000 US-Dollar liegen soll, rückt damit in greifbare Nähe. Für ein Akkupaket mit 55 kWh würden dann weniger als 6.820 Dollar fällig, womit 35.000 Euro für das Basismodell des Tesla Model 3 realistisch werden.

Batteriekosten von 100 Dollar pro Kilowattstunde noch vor 2020?

Die Unternehmensberatung McKinsey ermittelte in einer Untersuchung einen Preis von 100 Dollar/kWh als Zielmarke. Erst ab diesem Zeitpunkt sollen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in den USA preislich mit Benzinern mithalten können. McKinsey rechnet allerdings erst zwischen 2025 und 2030 mit so niedrigen Batteriepreisen. Elon Musk hingegen hatte in der Vergangenheit bereits davon gesprochen, diesen Meilenstein noch vor 2020 erreichen zu wollen, ganze fünf bis zehn Jahre früher. Zusammen mit dem Kooperationspartner Panasonic stellt Tesla seit Anfang Januar in der Gigafactory die neuen „2170“-Zellen her, die bei niedrigen Kosten eine verbesserte Energiedichte aufweisen sollen. Ab 2018 sollen dort Akkus mit einer Gesamtkapazität von 35 Gigawattstunden pro Jahr vom Band gehen.

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Quellen / Weiterlesen:
Gigafactory soll Batteriekosten um 35% senken, behauptet Tesla in einem Werbevideo – TeslaMag.de
Electric vehicle battery cost dropped 80% in 6 years down to $227/kWh – Tesla claims to be below $190/kWh – electrek
Tesla is now claiming 35% battery cost reduction at ‘Gigafactory 1’ – hinting at breakthrough cost below $125/kWh – electek
Bildquelle: Wikipedia – By Oleg AlexandrovOwn work, CC BY-SA 3.0

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Ajaz Shah

Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

4 KOMMENTARE

  1. Lithium ist nicht der einzige Stoff für Batterien, es gibt eine ganze Palette, die sogar wesentlich günstiger als Li sind und sogar ein Mehrfaches an Speicherkapazität ermöglichen, die Entwicklung ist bereits weit fortgeschritten,…man soll sich nicht immer nur an LI klammern, die Lösungen sind vielfältig

  2. Bei 40 Millionen Tonnen Li als gesicherte Vorkommen wird es noch eine Weile dauern, bis da ein Engpass entsteht: https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium

    Und sobald es auch nur etwas knapper wird, lohnt sich das Recycling. Klappt ja beim Blei auch hervorragend, und davon gibt es weniger.

  3. Das mag für die Herstellung gelten. Aber eine significante Erhöhung der Produktion bedeutet auch dass die Rohstoffe knapp werden. Knappe Rohstoffe bedeuten steigende Preise. Solange Elon Musk nicht selbst das Lithium fördert wird sich an den Preisen nichts ändern

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