Feststoffakku im E-Flugzeug: Erster Testflug von Helios Horizon

Erstes E-Flugzeug mit Feststoffbatterie. Helios Horizon erreicht 410 Wh/kg und lädt in 15 Minuten für die Stratosphäre.

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Der erste erfolgreiche Testflug eines bemannten Elektroflugzeugs mit Feststoffbatterie liefert den Nachweis für eine deutlich leistungsfähigere Speichertechnologie in der Luftfahrt. Durch den Verzicht auf flüssige Elektrolyte steigt die Energiedichte auf 410 Wattstunden pro Kilogramm, während sich die Ladezeit auf unter 15 Minuten verkürzt. Für Betreiber und Passagiere bedeutet diese Entwicklung den Übergang zu praxistauglichen Reichweiten, kurzen Bodenzeiten und einem drastisch reduzierten Brandrisiko. Die zwingend erforderliche Kombination aus hoher Leistung und Sicherheit löst somit die bisher größten Hürden beim Übergang zu emissionsfreien Regionalflügen.

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Details: Elektroflugzeug Helios Horizon mit Feststoffakku

  • Technologie: Einsatz von Feststoffzellen (Solid-State) ohne flüssige Elektrolyte.
  • Energiedichte: Steigerung auf 410 Wh/kg (Vergleich Lithium-Ionen-Akkus: 260 Wh/kg).
  • Ladezeit: Schnellladung auf 80 % Gesamtkapazität in weniger als 15 Minuten.
  • Sicherheit: Hohe thermische Widerstandsfähigkeit minimiert Risiko von Überhitzung und Brand.
  • Flugzeugzelle: Modifizierte Pipistrel Taurus mit verlängerten Tragflächen und Solarzellen.
  • Projektziel: Erprobung von Flügen in der Stratosphäre bei über 40.000 Fuß (ca. 12 km) Höhe.

Erfolgreicher Erstflug in Florida

Der Testflug wurde am 5. Juni 2026 auf dem städtischen Flughafen Zephyrhills im US-Bundesstaat Florida durchgeführt. Im Cockpit saß Pilot Miguel Iturmendi, der zugleich als Gründer des Entwicklungsprojektes Helios Horizon fungiert. Beim ersten Lufteinsatz stand vor allem die Prüfung des aerodynamischen Gleichgewichts sowie die Gewichtsverteilung des Energiespeichersystems im Vordergrund.

Als technische Basis für das Versuchsflugzeug dient eine modifizierte Flugzeugzelle des Typs Pipistrel Taurus. Um die Effizienz dieses Gesamtsystems zu steigern, stattete das Ingenieursteam von Helios Horizon die Maschine mit verlängerten Tragflächen und großflächigen Solarzellen aus. Passend zu dieser erweiterten Aerodynamik verfügt das E-Flugzeug über eigens entwickelte Architekturen für die Stromabgabe, das Batteriemanagement, den elektrischen Antrieb sowie die thermodynamische Steuerung aller Komponenten.

Technische Spezifikationen und Leistungswerte im Vergleich

Der Wechsel von der herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien auf die neuen Feststoffzellen steigert die Energiedichte von 260 auf 410 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg). Diese Optimierung ermöglicht eine Kapazitätssteigerung um fast 58% bei völlig gleichbleibendem Gewicht. Ergänzt wird dieser betriebliche Vorteil durch eine hohe Schnellladefähigkeit, mit der sich das System in weniger als 15 Minuten auf 80% der Gesamtkapazität aufladen lässt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Akkumulatoren ersetzen Feststoffbatterien der nächsten Generation die flüssigen Elektrolyte teilweise oder vollständig durch feste Materialien. Diese chemische Struktur erhöht die mechanische Widerstandsfähigkeit der Zellen gegen Beschädigungen. Weil dadurch das Risiko von Überhitzung und thermischem Durchgehen (Thermal Runaway) auf ein Minimum sinkt, erfordert das System keine schweren Brandschutz-Ummantelungen mehr.

Laut Projektleiter Miguel Iturmendi steht der Branche damit erstmals eine Batterietechnologie zur Verfügung, welche die für einen kommerziellen elektrischen Flugbetrieb erforderlichen Reichweiten und kurzen Bodenzeiten realisierbar macht, ohne Kompromisse bei den strengen Sicherheitsanforderungen der zivilen Luftfahrt einzugehen.

Helios Horizon plant Flüge auf 40.000 Fuß

Nach der erfolgreichen Validierung der Systeme am Boden und in bodennahen Luftschichten möchte das Team auch in extremen Höhen fliegen. Dabei hält das Elektroflugzeug in seiner spezifischen Gewichtsklasse bereits einen Höhenweltrekord. Bei früheren Testflügen mit der alten Systemkonfiguration erreichte die Maschine eine Flughöhe von 24.000 Fuß (rund 7 km).

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Das Ziel von Helios Horizon ist es, im Laufe der kommenden Monate Höhen von über 40.000 Fuß (circa 12 km) zu erreichen und zu halten. Damit würde das solar- und batteriebetriebene Flugzeug über der Reiseflughöhe der meisten herkömmlichen Passagierflugzeuge operieren. Durch die vollständige Integration der Feststoffbatterien in das Strommanagement und die Triebwerksregelung erwartet die Projektleitung, dass man diese stratosphärischen Flüge problemlos mit einer einzigen Batterieladung absolvieren kann. Weitere Flugerprobungen zur schrittweisen Höhensteigerung sind für das spätere Jahr angesetzt.

Quellen / Weiterlesen

Erstes Elektroflugzeug mit Feststoffbatterie absolviert Testflug | Basic Thinking
Helios Horizon makes history with solid-state batteries | Runway Girl Network
Bildquelle: © Helios Horizon
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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