Können Feststoffbatterien von Quantumscape sogar Elektroflugzeuge mit Strom versorgen? Das glaubt zumindest Tesla-Gründer JB Straubel. Quantumscape lieferte erstmals Testdaten seiner Batterie, von denen sich Experten begeistert zeigten.

Neue Technologie für mehr Reichweite

Seit 2012 tüftelt Quantumscape an leistungsfähigen Feststoffakkus, die die Elektromobilität revolutionieren könnten. Der Batteriehersteller aus dem Silicon Valley hat dazu ein Joint Venture mit Volkswagen gegründet. Seine Feststoffbatterie arbeitet mit einem festen Separator und einer Lithium-Metall-Anode und soll 2024/2025 in Serie gehen. Die neue Technologie soll Elektroautos zu deutlich mehr Reichweite und mehr Sicherheit verhelfen.

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JB Straubel glaubt an Elektroflugzeuge mit Festkörperakku

Tesla-Mitgründer JB Straubel, der im Aufsichtsrat von Quantumscape sitzt, geht sogar davon aus, dass die Batterie leistungsstark genug für Elektroflugzeuge ist. „So eine Energiedichte und Leistung lässt elektrisches Fliegen deutlich attraktiver und praktikabler aussehen“, sagte Straubel. Schließlich haben Feststoffakkus eine deutlich höhere Energiedichte als heutige Lithium-Ionen-Batterien. Das heißt, dass sie bei gleicher Größe mehr Energie speichern können, wodurch die Akkupakete in Elektroautos und Elektroflugzeugen deutlich leichter würden.

Vielversprechende Testdaten

Vor kurzem veröffentlichte Quantumscape-Gründer Jagdeep Singh Testdaten, die zeigen sollen, wie leistungsfähig seine Batterien gegenüber herkömmlichen Batterien sind. Demnach lassen sie sich in 15 Minuten auf 80 Prozent laden und ermöglichen 50 Prozent mehr Reichweite. Außerdem halten sie extremer Hitze stand, ohne in Brand zu geraten und arbeiten auch bei minus 30 Grad ohne großen Leistungsverlust.

Die Fachwelt zeigte sich begeistert von den Testdaten: Chemie-Nobelpreisträger Stan Whittingham sprach von einem Durchbruch, die Aktie von Quantumscape schoss nach oben. Neben Autobauer Volkswagen, der 300 Millionen Euro investiert hat, gehören auch Bill Gates und der Wagniskapitalgeber Kleiner Perkins zu den Investoren bei Quantumscape.

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Nobelpreisträger Whittingham ist sich sicher, dass Quantumscape mit seiner Feststoffbatterie die gesamte Industrie verändern wird, wenn sie in Serie geht. Experten rechnen mit dem endgültigen Durchbruch der Technologie allerdings erst in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts.

Quellen / Weiterlesen

QuantumScape’s solid-state battery could power electric planes | Reuters
QuantumScapes Festkörperbatterien für Flugzeuge? | Battery News
Was kann die „Superbatterie“? | tagesschau.de
Bildquelle: pxHere

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    Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

    1 KOMMENTAR

    1. DAS wäre ein weiterer Durchbruch. Zumindest alle innereuropäischen Flüge könnten dann wohl elektrisch vonstatten gehen.

      Damit wäre auch das Problem gelöst, dass Wasserstoff die dreifache Energie braucht, wenn man ihn über Elektrolyse nutzt und die unsäglichen Synfuels die achtfache.

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