Faraday Future gibt Details zur geplanten Milliardenfabrik bekannt (Video)

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faraday-future-fabrik-nevadaFaraday Future macht seit Längerem mit großen Ankündigungen von sich reden. Der Neuling in der Elektromobil-Sparte hat letztes Jahr einen ersten Prototypen vorgestellt, den elektrischen Supersportwagen FFZero01. Jetzt hat das Unternehmen den Grundstein für seine eine Milliarde teure Fabrik im amerikanischen Bundesstaat Nevada gelegt – nicht weit entfernt von Teslas Gigafactory in Reno. Faraday Future oder FF, wie das Unternehmen genannt werden möchte, hat für die Produktionsstätte kürzlich etwa 360 Hektar Land erworben. Die Fabrik selbst wird eine Fläche von 280.000 Quadratmetern umfassen.

FF leistet Sicherheitszahlung an den Staat Nevada

Mit dem Projekt sollen in den nächsten 10 Jahren rund 4.500 Jobs in der Region entstehen, die stark unter der Finanzkrise zu leiden hatte. Nevadas Gouverneur Brian Sandoval stimmte im Gegenzug einer Vereinbarung zu, nach der der Staat Nevada dem Autobauer Steuervergünstigungen im Gesamtwert von 215 Millionen US-Dollar gewährt. Zusätzlich sollen 120 Millionen an öffentlichen Geldern in die Verbesserung der Infrastruktur rund um das Industriegebiet der Stadt North Las Vegas fließen, wo die Fabrik gebaut wird. Zuvor hatte Nevadas Schatzmeister Dan Schwartz die finanzielle Stabilität des Autobauers in Frage gestellt: Er hatte bezweifelt, dass der der chinesische Milliardär Jia Yueting, Eigentümer des Technologiekonzerns LeEco das milliardenschwere Projekt tatsächlich stemmen könne – Jia Yueting steht als Geldgeber hinter Faraday Future. FF hatte sich deshalb bereit erklärt, eine Sicherheitsleistung in Höhe von 75 Millionen Dollar zu hinterlegen, um die Infrastrukturinvestitionen abzusichern, für die im Falle eines Scheiterns sonst Nevadas Steuerzahler aufkommen müssten.

Fertigstellung des ambitionierten Projekts in nur 2 Jahren geplant

Gleichzeitig gab FF Details zur geplanten Fabrik bekannt: Produktionschef Dag Reckhorn kündigte ein neues, innovatives Zentrum für die Elektromobilindustrie an der amerikanischen Westküste an. Die Fabrik wird ähnlich futuristisch wie die Autos, die dort gebaut werden sollen. Viele Glaselemente in der Konstruktion sollen eine offene und moderne Atmosphäre schaffen, in der Angestellte und Besucher miteinander interagieren können. Bei der Herstellung sollen umweltschonende Materialien und Konstruktionsprozesse eingesetzt werden, und bei der Stromversorgung setzt man verstärkt auf grüne Energie aus Wind, Sonne und Geothermie. Das gesamte Bauprojekt soll innerhalb von nur 2 Jahren fertiggestellt werden. Auch bei der Autoproduktion kommt die neuste Technik zum Einsatz: Die Rede ist von robotergestützter Fertigung, automatischen Materiallieferungen, der neuesten Lasermesstechnik und Maschinellem Sehen.

Ab 2018 soll in Nevada das erste Serienmodell vom Band rollen, über Details zu dem Wagen schweigt sich FF noch aus. Klar ist, dass der Wagen auf FFs „Variable Platform Architecture“ basieren wird: Auf dem variablen Fahrgestell lassen sich verschiedene Modelle aufbauen. FF ist mit dem Ziel angetreten, zu einem ernsthaften Rivalen für Tesla aufzusteigen. Viele ehemalige Tesla-Mitarbeiter sind inzwischen für Faraday Future tätig.

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Quellen / Weiterlesen:
Faraday Future breaks ground and reveals the details of its $1 billion EV factory | Electrek
Breaking Ground on a Ground Breaking Vision | Faraday Future
Bildquelle: © cdrabon / pixelio – www.pixelio.de

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Ajaz Shah

Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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