Der europäische Schnellladespezialist Fastned hat in Deutschland zum 1. April 2026 seine gesenkt – der Ad-hoc-Preis fiel von 0,73 €/kWh auf 0,69 €/kWh. Neben der Preissenkung an der Ladesäule bietet Fastned zusätzliche Sparmöglichkeiten über die eigene App an. Somit erhalten Nutzer und Nutzerinnen über die App einen Rabatt von 10% und zahlen nur noch 0,62 € pro Kilowattstunde. Abonnenten der Gold-Mitgliedschaft für 11,99 €/Monat profitieren zudem von günstigen Ladepreisen für nur 0,49 €/kWh. Das Unternehmen reagiert damit unmittelbar auf die durch staatliche Bundeszuschüsse (6,5 Mrd. Euro im Jahr 2026) reduzierten Netzentgelte für das laufende Jahr. Diese Entwicklung zeigt, wie regulatorische Entlastungen bei den Netzkosten direkt an die Endverbraucher weitergegeben werden können, um die preisliche Attraktivität der öffentlichen Ladeinfrastruktur zu erhöhen.
Fastned-Ladepreise im Überblick (Stand: April 2026)
Die neue Preisstruktur von Fastned unterscheidet zwischen Gelegenheitsnutzern und regelmäßigen Kunden. Während der Standardpreis für das spontane Laden gesenkt wurde, erzielen Nutzer mit der Fastned-App oder einer Gold-Mitgliedschaft signifikante Preisvorteile pro Kilowattstunde.
| Tarifmodell | Preis pro kWh | Monatliche Gebühr | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Ad-hoc (Standard) | 0,69 € | Keine | Spontanes Laden ohne Registrierung |
| App-Tarif | 0,62 € | Keine | 10% Rabatt bei hinterlegter Karte in der App |
| Gold-Mitgliedschaft | 0,49 € | 11,99 € | Ideal für regelmäßiges Schnellladen |
Hinweis zur Tabelle: Der App-Tarif wird wirksam, sobald eine Bank- oder Kreditkarte als primäre Zahlungsmethode in der Fastned-App hinterlegt ist. Eine Abo-Bindung besteht hierbei nicht. Die Gold-Mitgliedschaft lohnt sich rechnerisch ab einer monatlichen Lademenge von ca. 60 kWh gegenüber dem Standard-App-Tarif.
Hintergrund: Warum die Preise sinken
Der wesentliche Treiber der Preissenkung ist die Entwicklung der Netzentgelte in Deutschland. Für das Jahr 2026 dämpft die Bundesregierung die Übertragungsnetzentgelte durch einen Bundeszuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Ohne diese staatliche Stütze hätten steigende Kosten für den Netzausbau und die Systemdienstleistungen die Strompreise an den Ladesäulen voraussichtlich nach oben getrieben. Fastned nutzt daher diesen Spielraum nun gezielt zur Preissenkung, um Endverbrauchern günstige Preise anbieten zu können.
„Ein attraktives Ladeerlebnis entsteht nicht nur durch gutes Design und hohe Zuverlässigkeit, sondern auch durch einen fairen Preis“, erklärt Linda Boll, Country Director Fastned Deutschland. Das Unternehmen betont, dass die Weitergabe des Kostenvorteils somit direkt an die Kunden und Kundinnen erfolgt. Ziel ist es, die Hemmschwelle für den Umstieg auf die Elektromobilität zu senken und das Schnellladen auch für preisbewusste Autofahrer und Autofahrerinnen ohne feste Abo-Bindung wettbewerbsfähig zu halten.
Ladenetz und Technik von Fastned
Fastned – seit 2012 als Vorreiter am Markt und B-Corp-zertifiziert – betreibt ein kontinuierlich wachsendes Netz an Schnellladestationen in ganz Europa. Die Ladestationen sind architektonisch durch ihre gelben Dächer im naturnahen Design erkennbar, die außerdem meist mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet sind. Technisch setzt Fastned auf Hochleistungslader bis zu 400 kW. Je nach Fahrzeugtyp ermöglichen diese eine Ladeleistung, bei der ein Elektroauto in nur 15 Minuten Energie für bis zu 300 Kilometer Reichweite nachladen kann.
Ergänzt wird dieser Fokus auf hohe Zuverlässigkeit und einfache Bedienung nun durch die neue, attraktive Preisstruktur, wobei der günstigste Tarif von 0,49 €/kWh Vielnutzern vorbehalten bleibt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die aktuelle Preissenkung ausschließlich für den deutschen Markt gilt. In anderen Ländern, in denen Fastned operiert – dazu gehören unter anderem die Niederlande, Belgien, Frankreich und Dänemark – unterliegen die Preise den jeweiligen nationalen Marktbedingungen und regulatorischen Vorgaben, deswegen können dort preisliche Abweichungen entstehen.
Quellen / Weiterlesen
Tarife des Fastned-Tarifs im Überblick | Fastned
Bildquelle: © Fastned


