Mit 13.126 ausgelieferten Fahrzeugen im ersten Quartal 2026 verzeichnete Polestar das bisher erfolgreichste Quartal seit Bestehen der Marke. Dies entspricht einer Steigerung von 7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich fiel das Wachstum auf dem deutschen Markt aus, denn hier stiegen die Neuzulassungen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) um 50,2%. Parallel zum Absatz intensiviert das Unternehmen zudem in den Ausbau seiner physischen Präsenz. Mit aktuell 230 Retail-Standorten weltweit vergrößerte man das Vertriebsnetz binnen eines Jahres um die Hälfte. Darüber hinaus plant der schwedische Hersteller, seine Standorte in Deutschland noch im laufenden Jahr 2026 zu verdoppeln.
Überblick: Polestar Q1 2026 Ergebnisse
- Globaler Absatz: 13.126 Fahrzeuge (+7 % Wachstum gegenüber Q1 2025: 12.263 Einheiten).
- Markt Deutschland: Anstieg der Neuzulassungen um 50,2% laut KBA-Daten.
- Retail-Netzwerk: 230 Standorte weltweit (+50% im Vorjahresvergleich).
- Expansion DE: Verdopplung der Polestar Spaces in 2026 geplant; Ziel von 30 Standorten bis 2027.
- Modellpalette: Polestar 2, 3, 4 und 5; Ausblick auf Polestar 6 (Roadster) und Polestar 7 (Kompakt-SUV).
- Produktionsstrategie: Fertigung auf zwei Kontinenten (Asien/Nordamerika); Polestar 7 für Europa geplant.
- Klimaziele: Halbierung der Emissionen pro Fahrzeug bis 2030; Klimaneutralität der Wertschöpfungskette bis 2040.
Globale Absatzzahlen und Marktentwicklung
Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und geopolitischer Instabilitäten konnte Polestar das Volumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Während im ersten Quartal 2025 noch 12.263 Einheiten ausgeliefert wurden, stieg dieser Wert im Berichtszeitraum Q1 2026 auf 13.126 Elektrofahrzeuge. CEO Michael Lohscheller führt dieses Ergebnis auf eine hohe Resilienz der Marke und die positive Dynamik in Kernmärkten wie Australien, Schweden, Südkorea, dem Vereinigten Königreich und insbesondere Deutschland zurück.
| Zeitraum | Absatz weltweit | Veränderung |
|---|---|---|
| Q1 2026 | 13.126 | +7 % |
| Q1 2025 | 12.263 | – |
Vertriebsstrategie und Marktwachstum in Deutschland
In Deutschland setzt sich dabei der Wachstumstrend der vergangenen Jahre kontinuierlich fort. Nachdem die Marke bereits im Gesamtjahr 2025 ein Plus von 57,4% bei den Zulassungen erzielte, bestätigen die aktuellen KBA-Zahlen für das erste Quartal 2026 mit einem Zuwachs von 50,2%, welche Bedeutung der Schlüsselmarkt hat. Jan Grindemann, Managing Director von Polestar Germany, führt dies auf eine wachsende Sichtbarkeit und vor allem ein steigendes Kundenvertrauen zurück. Um dieses Wachstum langfristig abzusichern, hat das Unternehmen Anfang April 2026 die Zusammenarbeit mit dem lokalen Handel neu strukturiert und bindet die Partner künftig stärker in den Vertriebsprozess ein.
Parallel dazu treibt das Unternehmen den Ausbau seiner physischen Präsenz voran. Folglich betrieb Polestar Ende März 2026 weltweit 230 Retail-Standorte, was wiederum einem Zuwachs von 50% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bis zum Jahresende soll diese Zahl global sogar auf rund 250 Standorte steigen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem deutschen Markt. Somit ist für das laufende Jahr eine Verdopplung der Polestar Spaces in Deutschland vorgesehen. Während aktuell 9 Standorte und über 200 Service-Partner zur Verfügung stehen, soll das Netzwerk bis 2027 auf insgesamt 30 Spaces anwachsen.
Modellportfolio und strategische Nachhaltigkeitsziele
Polestar ist eine schwedische Marke mit Hauptsitz in Göteborg, die ursprünglich als Performance-Abteilung von Volvo entstand. Heute gehört das Unternehmen zum Geely-Konzern, was Synergien mit Schwestermarken wie Lotus oder Zeekr ermöglicht. Das aktuelle Fahrzeugangebot der Marke umfasst die Modelle Polestar 2 bis Polestar 5, wobei weitere Modelle bis 2028 schon fest eingeplant sind (z.B. der elektrische Roadster Polestar 6). Ferner spielt das für 2028 angekündigte Kompakt-SUV Polestar 7 eine zentrale Rolle, denn mit diesem Modell strebt der Hersteller eine stärkere Diversifizierung seiner Produktion an.
Derzeit erfolgt die Fertigung noch in Nordamerika und Asien, aber den Polestar 7 möchte man in Europa produzieren. Parallel zur Produktoffensive verfolgt das Unternehmen auch eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Im Zuge dessen möchte man die Treibhausemissionen pro verkauftes Fahrzeug bis zum Jahr 2030 halbieren. Langfristig strebt Polestar bis 2040 schließlich die vollständige Klimaneutralität für die gesamte Wertschöpfungskette an.
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Bildquelle: © Polestar


