Nomadic Power: Batterieanhänger als Range Extender (Video)

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nomadic-power-batterieanhaenger-range-extenderNormerweise werden zur Erhöhung der Reichweite von Elektroautos zusätzliche Verbrennungsmotoren verbaut. Der Motor treibt einen Generator an, der wiederum Batterie und Antrieb mit Strom versorgt. Die Nomadic Power GmbH aus Darmstadt hat ein anderes Konzept: Das Unternehmen will eine zusätzliche Batterie als Range Extender anbieten. Diese kann mit einem speziellen Anhänger einfach an jedes Elektroauto angehängt werden.

nomadic-power-range-extenderRange Extender und Solarspeicher in einem

Die Idee dabei ist, dass Elektroautos auch zukünftig nicht zwingend mit großen, teuren Batteriepacks ausgestattet sein müssen, um über lange Strecken durchzuhalten. Die meisten Menschen legen an normalen Tagen nicht mehr als 50 Kilometer mit dem Auto zurück – eine Strecke, die auch mit kleineren Akkus locker bewältigt werden kann. Für lange Fahrten kann man sich an einer der geplanten Ladestationen an größeren Verkehrsknotenpunkten einfach einen Nomadic-Power-Batterieanhänger mieten und diesen kurz vor dem Ziel wieder abgeben. Die Anhänger sollen auch zum Kauf angeboten werden und können dann in Verbindung mit einer heimischen Solaranlage als Stromspeicher genutzt werden.

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nomadic-power-solarbatterieSerienreife soll bald erreicht werden

Mit der Zusatzbatterie erhält ein Elektroauto-Fahrer zusätzliche 85 kWh Kapazität, was die Reichweite abhängig vom Verbrauch um bis zu 450 Kilometer erhöhen soll. Nomadic Power hat kürzlich bekanntgegeben, das System bald zur Serienreife zu bringen. Und scheinbar zur rechten Zeit: Tesla-Chef Elon Musk bestätigte ebenfalls kürzlich, über mobile Batterien als Range Extender für seine Tesla Fahrzeuge nachzudenken.

Quelle / Weiterlesen:
Nomadic Power | Nomadic Power GmbH
Bilderquelle: © Nomadic Power GmbH


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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

4 KOMMENTARE

  1. Wahrscheinlich wird sich das nicht durchsetzen, da mit einem Anhänger die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 80 bzw. 100km/h begrenzt wird. Vielleicht wäre es eine Idee, den Batteriespeicher auf die AHK zu setzen, ähnlich wie Fahhräder.

  2. Sieht putzig aus und macht theoretisch auch Sinn. Praktisch aber nur für eine Urlaubsreise. Da ich mit Anhänger bekanntlich nur 80 oder 100 kmh fahren darf, wird das für gerade die Zielgruppe, die mehr als 50 km am Tag fahren wollen/müssen, überhaupt nicht in Frage kommen. Abgesehen von dem Umstand beim Parkplatz Finden.

    Da dieses Jahr ja eine Handvoll eAutos auf den Markt kommen, die 300 und mehr km Reichweite haben (und zwar nach dem US-Test und nicht den laschen EU-Normen…), ist diese Lücke auch geschlossen: Renault Zoe, die Meistgekaufte, bekommt einen größeren Akku, ebenso der BMW i3, Tesla III kommt, dazu der Chevy Bolt.

    Und 300 km, das dürften wirklich nicht mehr als 1% aller Fahrten sein, wenn man ehrlich ist.

    Und sooo neu ist die Idee nun auch nicht. Das gab es schon vor 5-10 Jahren in den USA.

    Aber ich will niemandem das Geschäft vermiesen und habe auch keine Glaskugel. Vielleicht wird es ja was, und jedes eAuto mehr auf der Straße ist ein Gewinn für uns alle.

  3. Das scheint eine praktische Lösung zu sein. Ich bezweifel aber, dass sie vom Markt angenommen wird. Wahrscheinlicher ist, dass in konventionellen Autos ein größerer Akku und ein Elektromotor mit einer Reichweite von 20-30 Km eingebaut wird, so dass man in der Stadt und im Stau elektrisch fahren kann. Das reduziert Spritverbrauch und Umweltbelastung (CO2), woraus sich die Mehrkosten zumindest teilweise finanzieren lassen. Für die Hersteller evtl. die einzige Möglichkeit, die vorgeschriebenen Grenzwerte zu erreichen.

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