Größter Offshore-Windpark der Welt entsteht in Großbritannien

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groesster-offshore-windpark-der-welt-grossbritannienIn Großbritannien soll der größte Offshore-Windpark der Welt gebaut werden: Wie der der dänische Energiekonzern Dong Energy mitteilte, entsteht der Park 120 Kilometer vor der Küste der Grafschaft Yorkshire.

Bei dem Projekt handelt sich um den ersten Offshore-Windpark mit einer Leistung von mehr als 1.000 Megawatt: Die insgesamt 174 Windkraftanlagen mit einer Höhe von je 190 Metern kommen von Siemens und sollen 1,2 Gigawatt Strom liefern. Ab 2020 könnten damit eine Million britischer Haushalte versorgt werden. Während der Bauphase sollen 2.000 Jobs entstehen.

Die Gesamtkosten für die 402 m² große Anlage belaufen sich auf 2,65 Milliarden Euro. Die britische Regierung garantiert Dong Energy die Abnahme des Stroms zum Festpreis über einen Zeitraum von 15 Jahren. Wie der britische Telegraph berichtet, ist der garantierte Abnahmepreis von 140 Pfund/Megawattstunde dabei etwa viermal höher als der tatsächliche Marktpreis, der derzeit etwa 35 Pfund/Megawattstunde beträgt. Die Differenz wird von den Stromkunden gezahlt.

Auch in Deutschland ist Dong Energy aktiv: Zusammen mit Siemens baut der Konzern in der Nordsee die Parks Gode Wind 1 und 2, die im Laufe des Jahres den Betrieb aufnehmen sollen. Die Leistung der beiden Parks soll knapp 600 Megawatt betragen. Dong Energy plant, seine Kapazitäten in Nordeuropa in den nächsten Jahren zu vervierfachen und bis 2020 auf 6,5 GW zu erhöhen.

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Quellen / Weiterlesen:
Dänischer Energiekonzern baut größten Offshore-Windpark der Welt – INGENIEUR.de
1,2 Gigawatt Leistung: Briten bauen größten Windpark der Welt – n-tv.de
DONG Energy to build new record size offshore wind farm – DONG Energy
Bildquelle: © Andrea Damm / pixelio – www.pixelio.de

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2 KOMMENTARE

  1. Der Preis liegt etwa gleichauf mit dem garantierten Strompreis für das neue Kernkraftwerk Hinkley Point. DAS ist Wahnsinn.

    Speicher- und Regelkapazität ist massig vorhanden und wird immer mehr, wie in den Beiträgen hier regelmäßig zu lesen ist. Die Speicher sind also sowieso da. Warum also künstlich lamentieren?

    Ansonsten spiegeln die Marktpreise ja nie die externen Kosten wider, die die einzelnen Kraftwerke verursachen:
    – Bei Atomkraft hat sich herausgestellt, dass die Rückstellungen der 4erBande nicht im Ansatz reichen, um die Entsorgung und Stilllegung zu bezahlen. DAS wird nicht auf den Strompreis geschlagen, sondern von allen Bürgern bezahlt, auch denen, die seit Jahren keine Atomkraft mehr nutzen,
    – Bei Kohle/Öl/Gas sind die Schäden durch die globale Erwärmung selbstverständlich auch nicht eingepreist. Sonst würden die sich auch schon lange nicht mehr lohnen.

    Man muss eben in eine lebenswerte Umwelt investieren. Oder meint etwa jemand, Kläranlagen, Rauchgasentschwefelungsanlagen, Katalysatoren oder Abgasfilter wären umsonst? Oder würden „sich rechnen“?

  2. Welch ein Wahnsinn: Da werden Kraftwerke mit der gleichen Leistung (1000 MW) stillgelegt, um für 2,65 Milliarden einen Windpark zu bauen, dessen Stromproduktion wetterabhängig ist, 4 x mehr kostet und zusätzlicher Speicher oder Kraftwerkskapazität bedarf, um die Stromversorgung zu sichern !

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