INTILION: Modulare Großspeicher mit 8,1 MWh für Utility-Projekte

INTILION präsentiert den scalecube i3: Ein modularer 8,1 MWh Großspeicher für Utility-Projekte mit 97% Verfügbarkeit und Technik von CATL.

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Der Paderborner Speicherspezialist INTILION erweitert sein Portfolio um das neue Großspeichersystem „scalecube i3“. Dabei setzt das System konsequent auf Modularität und vordefinierte Standards, um die Projektierung von industriellen und netzdienlichen Großspeichern zu vereinfachen und zu beschleunigen. Mit der Vorstellung des INTILION scalecube i3 reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach effizienten, schnell umsetzbaren Lösungen im Bereich Stromspeicher, insbesondere im Utility-Scale- und C&I-Segment. Zudem ist das System speziell für Anwendungen konzipiert, bei denen klare Skalierungsschritte und einheitliche technische Standards im Vordergrund stehen. Darüber hinaus integriert INTILION einen weiteren deutschen PCS-Partner (Power Conversion System) in seine Technologieplattform.

Das Wichtigste zu INTILION | scalecube i3

  • Segment: Modularer Großspeicher für industrielle und netzdienliche Anwendungen.
  • Kernkonzept: Battery Energy Storage Unit (BESU) als kleinste standardisierte Einheit.
  • Leistungswerte: 8,1 MWh Kapazität und 4,6 MVA Leistung pro BESU.
  • Verfügbarkeit: Technische Verfügbarkeit von bis zu 97 % durch bewährte Komponenten.
  • Steuerung: Eigenentwickelte INTILION Control Unit und Application Unit.
  • Technik: 2 flüssigkeitsgekühlte LFP-Batteriecontainer (CATL), Wechselrichter, Transformator, Mittelspannungsschaltanlage.

Flexibilität durch modulare Architektur mit BESU-Einheit

Der technische Fokus des scalecube i3 liegt auf der sogenannten Battery Energy Storage Unit (BESU). Dabei handelt es sich um eine vordefinierte, modulare Systemarchitektur, in der alle wesentlichen Komponenten eines Großspeichers bereits als integrierte Einheit zusammengeführt sind. Jede BESU-Einheit umfasst zwei flüssigkeitsgekühlte LFP-Batteriecontainer, einen Wechselrichter, einen Transformator sowie die notwendige Mittelspannungsschaltanlage und Niederspannungshauptverteilung. Dieses System bildet mit einer Kapazität von 8,1 MWh und einer Leistung von 4,6 MVA die Grundlage des skalierbaren Gesamtkonzepts.

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Dieser skalierbare Ansatz erleichtert die technische Auslegung, reduziert den Planungsaufwand und beschleunigt sowohl die Installation als auch die Inbetriebnahme. Die Steuerung übernehmen dabei die eigenentwickelten Einheiten INTILION | Control Unit und Application Unit. Diese verbinden die einzelnen Komponenten zu einem einheitlichen System und ermöglichen eine präzise Einbindung in industrielle und netzdienliche Energieinfrastrukturen.

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Systemaufbau einer Battery Energy Storage Unit (BESU) des INTILION scalecube i3

Technische Daten des INTILION | scalecube i3

Merkmal Details (pro BESU)
Kapazität 8,1 MWh
Leistung 4,6 MVA
Batterietechnologie LFP, flüssigkeitsgekühlt (Partner: CATL)
Komponenten 2 Container, Wechselrichter, Transformator, MS-Schaltanlage, NS-Hauptverteilung
Steuerung INTILION Control Unit & Application Unit
Verfügbarkeit bis zu 97% (technisch)
Einsatzbereich Utility-Scale, C&I, Netzdienstleistungen

Bedeutung der strategischen Partnerschaft mit CATL und PSC-Partner

Starke Technologie-Partnerschaften gewährleisten Qualität, Wahlfreiheit und Verfügbarkeiten. Dabei ist ein zentraler Faktor für die Zuverlässigkeit des Systems die enge Kooperation mit CATL. Folglich stellt INTILION durch den Rückgriff auf deren flüssigkeitsgekühlte LFP-Batteriecontainer eine gleichbleibende Qualität der zentralen Systemkomponente sicher. Da die Technologie industriell bewährt und langfristig verfügbar ist, lässt sich dadurch eine technische Verfügbarkeit von bis zu 97% realisieren. Infolgedessen entsteht für Projektentwickler und Investoren eine verlässliche und wirtschaftlich planbare Grundlage im täglichen Betrieb.

Überdies sorgt die Integration des neuen deutschen PCS-Partners für einen strategischen Vorteil. Auf diese Weise gibt sie Kunden z.B. die Freiheit, das für ihren individuellen Anwendungsfall am besten geeignete System zu wählen. Die standardisierte Architektur soll dabei nicht nur die Auslegung erleichtern, sondern auch eine stabile Basis für Planungs- und Genehmigungsprozesse bieten. Diese Erweiterung der Technologieplattform stärkt somit die Position von INTILION im Wettbewerbsumfeld.

Effizienz durch Standardisierung

Somit positioniert sich INTILION mit dem scalecube i3 gezielt im Bereich der Standardisierung moderner Großspeicher und Batterieparks. Laut Martin Peters, Plattform Manager der INTILION GmbH, bietet das System dabei klare technische Strukturen bei gleichzeitig hoher Qualität und Verfügbarkeit. Während das Unternehmen mit seinen bestehenden Lösungen weiterhin flexibel auf individuelle und komplexe Projektanforderungen reagieren kann, ist der scalecube i3 auf Effizienz und standardisierte Abläufe ausgerichtet. Martin Peters erläutert:

„Mit dem i3 schaffen wir ein System, das klare technische Strukturen bietet und gleichzeitig eine hohe Qualität und Verfügbarkeit sicherstellt. Parallel dazu behalten wir mit unseren bestehenden Lösungen die notwendige Flexibilität, um komplexe Projekte passgenau umzusetzen“.

Markteinordnung und Projekthistorie

Die Einführung des scalecube i3 ist ein weiterer Schritt in der Skalierung von Speicherkapazitäten, nachdem INTILION bereits mit dem scalepac Lösungen im unteren Megawattsegment etabliert hat. Dass das Unternehmen auch komplexe Großprojekte realisiert, zeigen Referenzen wie der Netzspeicher für Purpel Energy oder der Bau eines 20-MWh-Speichers in Halle.

Darüber hinaus zeigen auch grenzüberschreitende Vorhaben wie die INTILION-Projekte in der Schweiz die zunehmende Bedeutung modularer LFP-Systeme. Technologisch bewegt sich der neue i3 dabei in einem Marktumfeld, das zunehmend von hocheffizienten 9-MWh-Speicherlösungen und der Massenproduktion moderner Batteriezellen geprägt wird. Während der i3 auf industrielle Netzanwendungen zielt, bleiben für kleinere Szenarien weiterhin klassische Solarstromspeicher die Basis für die dezentrale Energiewende.

Quellen / Weiterlesen

INTILION erweitert Großspeicherportfolio und präsentiert neues Speichersystem INTILION | INTILION
Bilderquelle: © INTILION
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Prof. Dr. Johann Nagengast
Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und Promotion zum Thema „Outsourcing von Dienstleistungen“ an der Universität Regensburg war Johann Nagengast in verschiedenen internationalen Unternehmen in führenden Positionen tätig. Seit 2001 ist er Professor für Internationales Management und Project Management an der Technischen Hochschule Deggendorf. Als Trainer, Coach und Berater ist er intensiv in verschiedenen internationalen Projekten tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der praxisnahen und pragmatischen Vermittlung und unternehmensspezifischen Anwendung aller Aspekte des Projektmanagements.

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