Ormazabal baut Deutschlandzentrale in Krefeld für 10 Mio. €

: Standort bündelt Geschäft für Zentral- und Osteuropa. Ormazabals Mittelspannungsanlagen kommen in Solarparks zum Einsatz.

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Mit dem EU-weiten Ausstieg aus dem klimaschädlichen Isoliergas SF6 stehen Netzbetreiber vor einem notwendigen Umbruch. Daher startete Ormazabal nun mit dem Bau seiner neuen Deutschlandzentrale im Krefelder Businesspark Fichtenhainer Allee. Dabei investiert das Unternehmen rund 10 Millionen Euro in den über 12.000 m² großen Standort, der 2027 fertiggestellt sein soll. Für Netzbetreiber und Industriekunden verbessert dieser Ausbau die technische Anpassung von F-Gas-freien Schaltanlagen an deutsche VDE-Richtlinien und sichert so den rechtssicheren Netzausbau bei der Integration erneuerbarer Energien.

Details: Ormazabal Zentrale in Krefeld

  • Projekt: Neue Deutschland- und Zentraleuropazentrale von Ormazabal GmbH (Velatia-Gruppe).
  • Standort: Businesspark Fichtenhainer Allee, Krefeld; 12.000 m² (+Erweiterungsoption).
  • Investition: Rund 10 Millionen Euro.
  • Zeitplan: Spatenstich Juni 2026, Bezug für 2027 geplant.
  • Mitarbeiter: 70 vor Ort (90 gesamt in Deutschland).
  • Kernfokus: SF6-freie Mittelspannungstechnik („industrial natural air“).
  • Funktionen: Engineering, Vertrieb, Service und Anpassung für den deutschen Markt.

Ormazabal baut neuen Knotenpunkt in Krefeld

Ormazabal ist bereits seit 2004 in Krefeld ansässig. Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer betonte beim Spatenstich, dass Fichtenhain das perfekte Umfeld für das international ausgerichtete Technologieunternehmen bietet. Mit dem offiziellen Spatenstich am 26. Juni 2026 startete Ormazabal im Businesspark Fichtenhainer Allee den Bau seiner neuen Deutschlandzentrale. Hierfür investiert das Unternehmen rund 10 Millionen Euro in das über 12.000 Quadratmeter große Grundstück, auf dem die neue Deutschland- und Zentraleuropazentrale entsteht. Darüber hinaus soll der Umzug der rund 70 lokalen Mitarbeitenden (von insgesamt 90 in Deutschland) 2027 erfolgen und etwa drei Kilometer nördlich zum neuen Areal führen. Die Büro- und Montageflächen sind so konzipiert, dass sie bei steigender Marktnachfrage flexibel erweitert werden können.

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Regulatorischer Druck treibt Nachfrage nach SF6-Alternativen

Hintergrund der Standortverlagerung und des Ausbaus ist der schrittweise europäische Ausstieg aus dem sehr klimaschädlichen Isoliergas SF6 (Schwefelhexafluorid). Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Alternativen in der Mittelspannungstechnik nimmt daher spürbar zu. Ormazabal setzt hierbei auf Anlagen, die mit „industrial natural air“ arbeiten und komplett ohne F-Gase auskommen. Neben klassischen Schaltanlagen umfasst das Portfolio für die Mittelspannung auch komplette Transformatorstationen und Verteiltransformatoren.

Um Netzbetreibern den Umstieg zu erleichtern, bleiben die bewährten technischen Betriebsparameter unverändert – das minimiert das Ausfallrisiko beim Netzausbau. Laut Markus Kiefer, Geschäftsleitung der Ormazabal GmbH, gehört der Ausbau der Stromnetze zu den zentralen Herausforderungen der Energiewende. Das Unternehmen wolle Kunden bei der Umstellung auf f-gas-freie Technologien eng und praxisnah begleiten.

Lokales Engineering für das deutsche Stromnetz

Während die Fertigung der Basissysteme in den spanischen Werken des Mutterkonzerns (Velatia-Gruppe mit Hauptsitz in Derio) erfolgt, übernimmt der neue Standort in Krefeld die entscheidende Schnittstelle zum deutschen Markt. Hier werden die Anlagen an die spezifischen Technischen Anschlussbedingungen (TAB), die VDE-Richtlinien und die individuellen Sonderwünsche der Netzbetreiber angepasst.

Das globale Netzwerk des Anbieters umfasst rund 2.800 Mitarbeitende in über 50 Ländern, 16 Produktionsstandorte sowie ein eigenes Technologiezentrum. Das Anwendungsspektrum der technischen Lösungen dient der Digitalisierung der Stromnetze sowie dem Anschluss erneuerbarer Energien. Es reicht von Wind- und Solarparks über die Netzanbindung von Rechenzentren und E-Tankstellen bis hin zu Projekten in der Kunststoff- und Autoindustrie, an Flughäfen, in Krankenhäusern oder Fußballstadien.

Quellen / Weiterlesen

Ormazabal baut neue Deutschlandzentrale in Krefeld | Welle Niederrhein
Wir investieren über 10 Millionen Euro in unseren neuen Standort Deutschland | Ormazabal
Bildquelle: © Ormazabal GmbH / Alex Muchnik
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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