BMW i7 Upgrade: Mehr Reichweite durch Rimac-Technologie

BMW kooperiert mit Rimac Technology: Der neue i7 erhält Gen6-Hochvoltspeicher mit 4695-Rundzellen für mehr Reichweite.

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Die BMW Group führt ihre Elektrifizierungsstrategie fort und setzt beim Upgrade des vollelektrischen BMW i7 auf europäische Partnerschaften. In Zusammenarbeit mit dem kroatischen Spezialisten Rimac Technology integriert der Automobilhersteller erstmals die sechste Generation der BMW eDrive Technologie (Gen6) in sein elektrisches Flaggschiff. Kernstück des neuen Hochvoltspeichers sind innovative 4695-Lithium-Ionen-Rundzellen, die eine deutlich höhere Energiedichte im Vergleich zur Vorgängergeneration bieten. Ziel der Kooperation ist eine signifikante Steigerung der Reichweite sowie eine Optimierung der Ladeperformance. Erst letzte Woche feierte der technologisch aktualisierte BMW i7 auf der Auto China in Peking seine offizielle Weltpremiere.

Eckdaten: BMW i7 Gen6 Upgrade mit Rimac Technology

  • Technologie: BMW eDrive Generation 6 (Gen6) in Kooperation mit Rimac Technology.
  • Zelltyp: 4695 Li-Ionen Rundzellen (neues Format für die Luxusklasse).
  • Energiedichte: +20% höhere volumetrische Dichte gegenüber Gen5-Prismenzellen.
  • Ladeleistung: Gesteigerte Performance; Reduktion der Ladezeit auf 29 Minuten (10–80% SoC).
  • Reichweite: Deutliches Plus durch effizientere Zellnutzung (z. B. bis zu 750 km WLTP möglich).
  • Produktion: Fertigung bei Rimac (Kroatien); Endmontage im BMW Werk Dingolfing.
  • Innovation: Einsatz von 100% Ökostrom und Sekundärmaterialien in der Zellfertigung.
  • Premiere: Offizielle Vorstellung fand am 22. April 2026 auf der Auto China in Peking statt.

4695-Rundzellen: 20% mehr Energiedichte

BMW stellt das neue Speichersystem des i7 vom bisherigen prismatischen Zellformat auf zylindrische 4695-Lithium-Ionen-Rundzellen um. Diese weisen eine um 20% höhere volumetrische Energiedichte als die Gen5-Zellen auf. Hinsichtlich der Zellchemie setzt BMW dabei auf einen erhöhten Nickelanteil bei gleichzeitig reduziertem Kobaltgehalt, was die Leistungsfähigkeit steigert, und die Rohstoffabhängigkeit verringert. Durch einen hybriden Integrationsansatz wird somit die neue Gen6-Zelltechnologie mit der bewährten Modulbauweise der Gen5-Architektur kombiniert. Dieses Verfahren ermöglicht es, die Vorteile der höheren Energiedichte zeitnah in die bestehende Fahrzeugplattform des i7 zu integrieren.

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Optimierte Ladeperformance und Reichweite

Die höhere Energiedichte zeigt sich direkt in den Leistungsdaten, denn durch die effizientere Ausnutzung des Bauraums steigt die prognostizierte Reichweite des BMW i7 auf bis zu 750 Kilometer (WLTP). Parallel dazu wurde das Thermomanagement auf höhere Ladeströme optimiert. Die Ladeleistung steigt so stark an, dass im Idealfall in nur 10 Minuten Strom für weitere 300 Kilometer nachgeladen werden kann. Ein weiterer Fokus liegt zudem auf der Ökobilanz; durch den Einsatz von Grünstrom und Sekundärmaterialien in der Produktion sinkt der CO2-Fußabdruck der Zellfertigung um rund 33%. Mate Rimac, Gründer und President der Rimac Group, CEO und CTO Bugatti Rimac betont:

„Gemeinsam [mit BMW] haben wir in Rekordzeit ein Hochvolt-Batteriesystem entwickelt, das das volle Potenzial der neuen zylindrischen Zellen ausschöpft und deutliche Verbesserungen bei Energie, Reichweite und Ladeleistung bringt. Wir sind stolz darauf, dass dieses System nun auf unserem neuen Rimac-Campus in großem Maßstab produziert wird.“

Produktion und europäische Partnerschaften

Die Partnerschaft mit Rimac Technology verdeutlicht, inwieweit sich das kroatische Unternehmen vom Nischenanbieter für Supersportwagen zum Tier-1-Lieferanten für Großserienprojekte entwickelt hat. Die Fertigung der Hochvoltspeicher erfolgt auf hochautomatisierten Anlagen auf dem neuen Rimac-Campus in der Nähe von Zagreb. Anschließend werden die montagefertigen Batteriepacks von dort an das BMW Group Werk Dingolfing geliefert, wo die finale Integration in das Fahrzeug stattfindet. Laut Dr. Thomas Engelhardt, Senior VP Entwicklung Hochvoltspeicher und Laden bei BMW Group, ermöglicht diese Kooperation einen schnelleren Transfer von Technologien der „Neuen Klasse“ in das bestehende Modellportfolio.

„Schnell rollen wir die Technologien der Neuen Klasse in unser gesamtes Modellportfolio aus – selbstverständlich auch in unserer vollelektrischen Luxuslimousine. Die Entwicklungsteams beider Unternehmen haben eine maßgeschneiderte Lösung für den neuen BMW i7 entwickelt. Die hervorragende Zusammenarbeit mit Rimac Technology ist ein gutes Beispiel für europäische Innovationskraft.“ – Dr. Thomas Engelhardt

Quellen / Weiterlesen

BMW Group und Rimac Technology kooperieren bei innovativem Hochvoltspeicher für den BMW i7 | BMW Group
BMW i7: Hochvoltspeicher aus Kooperation mit Rimac Technology | Battery News
Bildquelle: © BMW
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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