NextEra investiert $100 Mio in Energiespeicher

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nextera-energiespeicherEnergieversorger NextEra steigt nun auch in das Geschäft mit Energiespeichern ein:

Bei der NextEra Energy Inc. handelt es sich um einen amerikanischen Energieversorger mit Stammsitz in Juno Beach in Florida, der schon im Jahr 1925 gegründet wurde. Das Unternehmen unterhält drei Tochtergesellschaften, die in 27 US-Bundestaaten tätig sind. Nach eigenen Angaben ist die NextEra Energy Inc. führend in der Wind- und Solarenergie in den Vereinigten Staaten. Aktuell werden mehr als 8,7 Millionen Menschen an der Ostküste und in Florida mit Strom versorgt. Dabei liegt die Gesamtkapazität der Kraftwerke bei etwa 37.500 Megawatt. Nun plant das Unternehmen einen Einstieg in die Entwicklung von Energiespeichern und investiert hierfür rund 100 Millionen US-Dollar.

Energiespeichersysteme zur Sicherung der Solar- und Windenergieanlagen der NextEra Energy Inc.

Für das kommende Jahr möchte NextEra für seine Flotte an Solar- und Windenergieanlagen bis zu 100 Millionen US-Dollar investieren. Ausgehend von der langen Firmentradition spielte die Energiewirtschaft dort schon immer eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2005 wurde das Unternehmen mit dem alten Namen Gexa Energy mit dem seinerzeitigen Stammsitz in Houston, Texas von FPL erworben. Im Mai 2010 erfolgte die Umfirmierung in NextEra Energy Inc.

FPL gehört zu den führenden Betreibern von Solaranlagen. Der Konzern ist gleichzeitig Betreiber des Solar Energy Generating Systems in Kalifornien. Darüber hinaus ist FPL aber auch einer der größten Eigentümer von Windkraftanlagen weltweit. Interessant ist, dass FPL 47 riesige Windparks in 15 US-Bundesstaaten besitzt, die insgesamt eine Kapazität von 4.002 Megawatt erreichen. Diese Kapazität ist ausreichend, um hierüber etwa eine Millionen US-Haushalte mit Strom zu versorgen. Die Entwicklung geht aber noch weiter. Seit 2005 wurden von der FPL weitere 880 Megawatt an Windenergieanlagen in den USA installiert. Ebenso sind noch weitere 220 Megawatt im Bau. Herausragend ist das Horse Hollow Wind Energy Center in Taylor County in Texas, welches den größten Windpark in den Vereinigten Staaten repräsentiert. NextEra ist somit der weltweit größte Hersteller von Wind- und Sonnenenergie. Für das Unternehmen arbeiten 8.700 Mitarbeiter. Jährlich wird ein Umsatz von mehr als 17 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Um mögliche Energieschwankungen seiner Solar- und Windkraftanlagen bei bewölktem Wetter oder in windstillen Zeiten ausgleichen zu können, sollen zukünftig Batteriespeichersysteme eingesetzt werden. Dies erklärte auch Jim Robo als Chief Executive Officer von NextEra.

Viele Energieunternehmen nutzen schon Batteriespeicher zur günstigen Zwischenlagerung von Strom

Bekanntermaßen zeigen immer mehr Energieunternehmen Interesse, mit günstigen Batterien den Sonnen- und Windstrom zu lagern. Diese modernen Technologien bieten die Voraussetzung und das Potenzial intermittierende Energiequellen noch zuverlässiger und erschwinglicher zu machen. Jim Robo erklärt bei der Robo Wolfe Forschung Power & Gas Leaders-Konferenz in New York, dass Batteriespeicher sozusagen der heilige Gral des Geschäfts mit erneuerbaren Energien sei. Wenn durch diese Technologien Strom zu einem kosteneffektiven Preis geliefert werden kann, würden immer mehr Kunden den erneuerbaren Energien Beachtung schenken. Dann würde diese Sparte noch schneller expandieren, als sie es jetzt schon tut.

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Batteriespeicher helfen der NextEra ihren Marktanteil zu erhöhen

Ohne Batteriespeichersystem ist es kaum möglich, das Interesse an erneuerbaren Energien und deren Vertrieb aufrecht zu erhalten. So ist der Marktwert des Unternehmens bereits seit dem letzten Juni eingebrochen. Dabei steht NextEra aber nicht alleine dar. Viele Holding-Gesellschaften haben mit steigenden Zinsen zu kämpfen und Schwierigkeiten, ihre Produkte an den Verbraucher zu bringen. Mit Batteriespeichersystemen sieht Robo eine Chance, wie NextEra seinen Marktanteil wieder erhöhen könnte. Zunächst wird NextEra seine Speichersysteme auf den Märkten in Kalifornien, Arizona und im Nordosten der USA installieren. Hier sind die Strompreise momentan noch am höchsten. Gleichzeitig gibt es in diesen Bundesstaaten aber auch attraktive Prämien von Seiten des Staates, die Batteriespeichersystem unterstützen. Dieses Potenzial möchte sich Robo nicht entgehen lassen.

Bildquelle: © H.D.Volz / pixelio – www.pixelio.de


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