Google Sidewalk Lab: Smart City Forschung für ein besseres Leben in der Stadt

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google-sidewalk-labSchon lange wird mit dem Unternehmen Google nicht mehr nur das ursprüngliche Geschäft mit der Internetsuchmaschine verbunden. In dem Forschungslabor Google X wurden bereits Geschäftsideen entwickelt wie intelligente Brillen und Kontaktlinsen, selbstfahrende Autos oder Drohnen zur Lieferung von Waren und Herstellung von Internetzugängen. Im Biotech-Unternehmen Calico werden außerdem altersbedingte Krankheiten erforscht. Auf seinem steten Weg zur Optimierung menschlichen Lebens scheint Google kaum einen Bereich außer Acht zu lassen.

Optimierung von Kosten, Verkehr und Energie

Das aktuellste Google-Projekt nennt sich Sidewalk Labs und soll die Lebensqualität in Städten verbessern. Die Entwicklung von Apps zur Vereinfachung des Alltags ist zunächst nichts innovatives. Es gibt bereits zahlreiche Anwendungen zur Nutzung des Nahverkehrs oder der Suche nach günstigen Wohnungen oder Produkten. Durch Google-Sidewalk sollen die Alltagskosten von Stadtbewohnern allerdings in jeglichen Bereichen reduziert und Verkehr und Energieeffizienz optimiert werden. Das Unternehmen profitiert auch hier wieder einmal von dem Geschäft mit Daten und entfernt sich somit gar nicht so sehr von seinem ursprünglichen Kerngedanken.

Mit der Entwicklung von Smart Cities könnte Google mehrere schon bestehende Projekte miteinander vereinbaren. So sind in der Entwicklung von selbstfahrenden Autos vor allem die Daten interessant, die für das automatisierte Fahren benötigt werden. Zu einem Großteil werden diese von dem Kartendienst Google Maps geliefert. Weiterhin kooperiert Google mit Firmen, die an der Entwicklung selbstfahrender Taxis und Car-Sharing Konzepten arbeiten. Die Aufgabe von Sidewalk wäre es, diese Konzepte mit Hilfe von Daten und Algorithmen in die Infrastruktur der Stadt zu integrieren. Der Verkehr müsste neu geregelt werden. Miteinander kommunizierende Fahrzeuge könnten Ampeln ersetzen und die Nutzung der selbstfahrenden Autos mit dem Angebot von Bahnen und Bussen koordiniert werden.

Durch eine intelligente Umsetzung eines solchen Konzeptes könnte die Anzahl der Pkw in der Stadt massiv reduziert und ein eigenes Auto überflüssig werden. Die Aussicht auf weniger Verkehr und mehr Grünflächen mag verlockend erscheinen. Eine ständige Überwachung und Steuerung des urbanen Lebens durch Google hat aber durchaus auch einen negativen Beigeschmack.

google-smart-cityPräzise Analysen und optimale Bedingungen durch Einsatz von Big-Data-Werkzeugen

Den Einwänden von Datenschützern will Google-Chef Larry Page entgegentreten indem er die zahlreichen Vorteile aufzeigt, die der Konzern gegenüber traditionellen Stadtentwicklern wie Verwaltungen und Kommunen vorzuweisen hat. Durch die bereits bestehenden Dienste und mit Hilfe moderner Analysesoftware kann eine präzise Entwicklungsanalyse vorgenommen werden. So können etwa Aussagen über das Siedlungsverhalten von Bevölkerungsgruppen und damit einhergehend den Bedarf an öffentlichem Nahverkehr oder der Entwicklung von Immobilienpreisen getroffen werden. Mit der Hilfe sogenannter Big-Data-Werkzeuge will Google möglichst viele der Faktoren erfassen, die das städtische Leben beeinflussen und so optimale Lebensbedingungen schaffen.

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Geleitet wird das visionäre Projekt von Dan Doctoroff. Heute zuständig für die wirtschaftliche Entwicklung New Yorks, startete der einstige Vizebürgermeister nach den Anschlägen am 11. September ein Stadterneuerungsprogramm, das unter anderem den bisher größten nationalen Umsetzungsplan für den Bau bezahlbarer Wohnungen beinhaltete. Auch Sidewalk Labs ist in New York City angesiedelt.

Bildquelle – oben: © Alexander Klaus / pixelio – www.pixelio.de
Bildquelle – unten: © tina0361 / pixelio – www.pixelio.de


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