Solarenergie in Indien billiger als Kohle

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solarenergie-indien-billiger-als-kohleSolarenergie in Indien wird immer günstiger. Momentan deckt das Land seinen Energiebedarf noch zu 90 Prozent mit fossilen Brennstoffen, größtenteils Kohle, doch Regierungschef Narendra Modi hat dem Ausbau der erneuerbaren Energien höchste Priorität zugeschrieben: Bis 2022 sollen Indiens Solarstrom-Kapazitäten von aktuell etwa 5 auf 100 Gigawatt erhöht werden. Insgesamt sollen dann 175 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Die jüngste Pleite des Solarkonzerns SunEdison könnte Investoren jedoch verunsichern.

Solarstrom ist schon jetzt teilweise günstiger als Kohle

Indien kann sich ambitionierter Solarprojekte rühmen: Der Flughafen Cochin International Airport zum Beispiel wird zu 100 Prozent mit Sonnenstrom versorgt. Energieminister Piyush Goyal erklärte kürzlich, dass das laufende Solarprogramm mit den umfangreichen Projektausschreibungen die Energieversorgung sichern und allen Menschen im Land Zugang zu Strom ermöglichen werde. Die Investitionskosten für Solarprojekte sind in den letzten Jahren um 60 Prozent gefallen und könnten um weitere 40 Prozent sinken: Einem Bericht der Deutschen Bank zufolge könnte schon im Jahr 2020 mehr in Solarprojekte investiert werden als in Kohle. Schon jetzt ist Solarstrom teilweise günstiger – im Januar lag der Preis bei einer Auktion im Bundesstaat Rajasthan auf dem Rekordtief von umgerechnet 0,057 Euro pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Die Kosten für Kohle liegen umgerechnet zwischen 0,039 und 0,066 Euro pro Kilowattstunde. Und die Unternehmensberatung KPMG schätzt, dass Solarstrom in Indien bis 2020 sogar 10 Prozent günstiger sein wird als Kohlestrom.

SunEdison: Insolvenz könnte potentielle Investoren verunsichern

Einen Rückschlag für Indiens ambitionierte Ziele könnte die Pleite von SunEdison bedeuten, einem amerikanischen Solarkonzern, der nun 2,4 Gigawatt seiner geplanten Projekte in Indien zum Verkauf anbietet. Das bedeutet, dass dort jetzt Wind- und Solarprojekte mit einer Kapazität von insgesamt 4 Gigawatt neue Investoren brauchen – mehr als 10 Prozent der aktuell installierten Kapazität. Das dürfte die Preise weiter nach unten treiben und potentielle Investoren verunsichern. Diese müssen große Summen vorstrecken, die sie erst nach Fertigstellung der Projekte nach und nach wieder einnehmen – und die niedrigen Preise pro Kilowattstunde stellen dabei ein zusätzliches Risiko dar. Energieminister Goyal ist jedoch optimistisch: Noch im April hatte er angesichts der damals bereits drohenden SunEdison-Insolvenz gesagt, dass diese keinen Einfluss auf die boomende Solarbranche in Indien haben werde. „Ich denke nicht, dass die Leute nicht mehr fliegen, weil eine Fluggesellschaft pleite geht“, meinte er und verwies darauf, dass Indien im Bereich der Erneuerbaren Energien weltweit die besten Voraussetzungen biete.

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Quellen / Weiterlesen:
SunEdison Bankruptcy Floods India Market for Green Projects | Bloomberg
Solar is now cheaper than coal, says India energy minister | Climate Home – climate change news
Bildquelle: © QA Solar


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  1. Da keimt Hoffnung auf. Fossilenergie muss im Boden bleiben.

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