Die Verfügbarkeit einer flächendeckenden und unkomplizierten Ladeinfrastruktur bleibt einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Elektromobilität. Polestar baute daher sein öffentliches Ladeangebot in Europa deutlich aus und bietet über die App „Polestar Charge“ Zugang zu mehr als 1 Million Ladepunkten. Ein wichtiger Bestandteil der Expansion ist die vollständige technische Integration der Tesla Supercharger, die nun direkt über die Polestar-Umgebung abgerechnet werden können. Parallel dazu weitete das Unternehmen die Plug & Charge-Funktionalität auf über 28.000 kompatible Stationen aus, was den manuellen Autorisierungsprozess an der Säule überflüssig macht. Durch die Verknüpfung dieser Dienste mit der fahrzeuginternen Google Maps Navigation schafft der Hersteller eine nahtlose Verbindung zwischen Routenplanung und Energieversorgung.
Polestar und Tesla: Das Wichtigste in Kürze
- Netzabdeckung: Zugang zu mehr als 1 Mio. Ladepunkte in Europa über Polestar Charge.
- Tesla-Zugang: Über 20.000 Supercharger an 1.500 Standorten integriert.
- Plug & Charge: Automatische Freischaltung an 28.000 Stationen europaweit.
- Laden in Deutschland: Über 8.100 kompatible Plug & Charge-Ladepunkte.
- Abonnement: Rund 30% Rabatt bei IONITY, Aral Pulse und Fastned.
- Navigation: Automatische Ladeplanung und Vorkonditionierung via Google Maps.
- Nutzer: Mehr als 45.000 im Jahr 2025 (+30% zum Vorjahr).
Plug & Charge: Automatische Freischaltung an 28.000 Ladestationen
Ein wesentlicher Bestandteil des Ladeangebots im europäischen Netzwerk ist die Plug & Charge-Technologie. Diese ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und der Ladestation. Sobald das Ladekabel eingesteckt wird, erfolgt die Identifizierung des Nutzers und die Freigabe des Stromflusses automatisch über im Fahrzeug hinterlegte Zertifikate. Manuelle Autorisierungsschritte wie das Scannen von QR-Codes, das Vorhalten von RFID-Karten oder das Starten per App entfallen. Auch der Abrechnungsprozess startet automatisch im Hintergrund.
Die Technologie ist als kostenloser Bestandteil in das Angebot von Polestar Charge integriert. Aktuell ist dieser Dienst an über 28.000 Standorten in ganz Europa verfügbar. Allein in Deutschland umfasst das kompatible Netz mehr als 8.100 Ladepunkte. Zu den unterstützten Betreibern gehören namhafte Anbieter wie IONNITY, Aral Pulse und Allego. Durch diese Standardisierung der Kommunikation wird die Fehleranfälligkeit bei der Freischaltung reduziert und der Ladevorgang an öffentlichen Säulen deutlich vereinfacht.
Integration der Tesla Supercharger
Als einer der ersten Fahrzeughersteller integriert Polestar das Tesla Supercharger-Netzwerk direkt in das eigene Ökosystem. Für die Nutzer bedeutet dies den Zugriff auf über 20.000 Supercharger an mehr als 1.500 Standorten in ganz Europa. Durch diese Einbindung wird das proprietäre Ladenetz von Tesla für Polestar-Fahrer wie ein regulärer Partner behandelt, was z.B. die Planung von Langstreckenfahrten vereinfacht. Dabei erfolgt die technische Umsetzung auf zwei Ebenen:
- App-Integration: Der gesamte Ladevorgang – von der Prüfung der Verfügbarkeit bis hin zum Starten und Bezahlen – wird somit direkt über die Polestar Charge App abgewickelt. Ein Wechsel zur Tesla-App ist für diese Funktionen nicht mehr erforderlich.
- Fahrzeug-Navigation: Die Tesla-Standorte sind in die Google Maps Navigation des Fahrzeugs eingebunden. Das System zeigt die Verfügbarkeit der Säulen in Echtzeit an, sodass diese Daten unmittelbar in die Routenplanung einfließen können.
Smarte Ladeplanung mit Google-Maps-Integration
Das Ladenetzwerk umfasst mittlerweile über 1 Million Ladepunkte in ganz Europa, wobei sich dieses Angebot aus großen internationalen Betreibern wie IONITY, Recharge, Total, Fastned und Allego sowie vielen regionalen Anbietern zusammensetzt. Damit deckt die App sowohl Transitstrecken als auch lokale Ladestationen-Infrastruktur ab.
Die Steuerung erfolgt zentral über die fahrzeuginterne Navigation, wobei die Google-Maps-Integration eine optimierte Routenplanung ermöglicht. Sie erkennt den Energiebedarf und plant Ladestopps automatisch ein. Über spezifische Filterfunktionen lassen sich gezielt HPC-Stationen oder mit Polestar Charge kompatible Säulen finden. Sobald eine Schnellladestation als Ziel ausgewählt wird, startet das System die Vorkonditionierung. Dabei steuert das Fahrzeug das Thermomanagement der Batterie so, dass sie bei der Ankunft die ideale Temperatur für maximale Ladegeschwindigkeit hat. Durch diese Verknüpfung von Lade-Infrastruktur und Echtzeit-Fahrzeugdaten entfällt die manuelle Suche nach passenden Säulen während der Fahrt. Die Relevanz dieser Software-Features unterstreicht Polestar zudem durch kontinuierliche Hardware-Optimierungen, wie etwa beim aktuellen Polestar 3 Upgrade.
Polestar Charge: Tarifvorteile und aktuelle Marktentwicklung
Ergänzend zum Netzwerkzugang ermöglicht ein optionales Abonnement vergünstigtes Schnellladen an über 80.000 Ladepunkten bei 42 Betreibern. In Deutschland lassen sich so bei sechs großen Schnellladenetzwerken rund 30 Prozent der Kosten gegenüber Standardtarifen einsparen. Darüber hinaus zeigt die Marktentwicklung ein wachsendes Interesse an diesen integrierten Lösungen. Dies schlägt sich insbesondere in den Nutzerzahlen nieder. Infolgedessen verzeichnete Polestar Charge im Jahr 2025 über 45.000 Kunden, was einer Wachstumsrate von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Diese positive Entwicklung korreliert zudem mit den stabilen Polestar Sales 2025. Durch die Kombination aus technischer Vereinfachung ‒ wie der Plug & Charge-Funktion ‒ und preislichen Anreizen sollen die Hürden bei der Nutzung öffentlicher Infrastruktur gesenkt werden. Zukünftig könnten zudem Technologien wie das bidirektionale Laden die Rolle des Fahrzeugs im Energienetz weiter stärken.
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Bildquelle: © Polestar


