Mit der Einführung der Megawatt-Ladetechnologie bringt Aral pulse den elektrischen Schwerlastverkehr in Deutschland einen entscheidenden Schritt voran. An zentralen Autobahnstandorten wie z.B. Schwarmstedt (A7) oder Hannover (A2) stellt das Unternehmen ab sofort Ladeleistungen von bis zu 1.000 Kilowatt bereit. Diese neue Infrastruktur nutzt das dezentrale Ladesystem HYC1000 von Alpitronic, das sowohl den aktuellen CCS- als auch den künftigen MCS-Standard unterstützt. Ziel ist es, die Standzeiten großer E-Flotten auf die gesetzlichen Lenkzeitunterbrechungen abzustimmen. Durch die Kopplung mit lokalen Solarparks wird zudem sichergestellt, dass der Schwerlastverkehr nicht nur schnell, sondern auch klimaschonend elektrifiziert werden kann.
Überblick: Aral pulse Megawatt-Laden für E-Lkw
- Leistung: Bis zu 1.000 kW (1 Megawatt) pro Ladepunkt für schwere Nutzfahrzeuge.
- Technologie: Alpitronic HYC1000 mit MCS (Megawatt Charging System) und CCS-Anschluss.
- Standorte: Schwarmstedt (A7), Hannover (A2), Schnaittach (A9), Rastow (A24) und Königs Wusterhausen (A10).
- Ladezeit: Erhöhung des State of Charge (SoC) von 20% auf 80% in ca. 30 bis 40 Minuten.
- Kapazität: Bis zu 6 Durchfahrtsbuchten für E-Lkw, 24/7 zugänglich.
- Besonderheit: Direktbezug von Solarstrom aus 4,6-MW-Park (z.B. Standort Schwarmstedt).
Strategische Standortwahl an transeuropäischen Korridoren
Die neuen Aral-Ladeparks befinden sich an den Hauptverkehrsachsen des deutschen Autobahnnetzes. Dabei ist die Verteilung kein Zufall, sondern deckt zentrale nationale und internationale Transportrouten ab. Diese Standorte sind wiederum Teil der TEN-V-Korridore (Transeuropäische Netze Verkehr) und werden durch das EU-Programm „Connecting Europe Facility“ (CEF) gefördert. Zudem erfolgt die Platzierung der Lademöglichkeiten für Elektro-Lkw gezielt auf Autohöfen oder unmittelbar an Abfahrten. Im Gegensatz zu oft beengten Raststätten direkt an der Autobahn bieten diese Flächen hingegen ausreichend Platz für Durchfahrts-Ladebuchten. Dies ermöglicht es Lkw-Gespannen, ohne komplizierte Rangiermanöver vor- und wegzufahren, was den Zeitaufwand minimiert.
| Standort | Autobahn | Region / Relevanz |
|---|---|---|
| Schwarmstedt | A7 | Wichtige Nord-Süd-Achse zwischen Hannover und Hamburg. |
| Hannover | A2 | Zentrale Ost-West-Magistrale (Berlin–Ruhrgebiet). |
| Schnaittach | A9 | Hauptverbindung zwischen Berlin und München. |
| Rastow | A24 | Direkte Route zwischen Hamburg und Berlin. |
| Königs Wusterhausen | A10 | Berliner Ring (Drehkreuz Richtung Osteuropa). |
Technik: Das Megawatt Charging System (MCS)
Im Zentrum der neuen Ladestationen für Elektro-Lkw steht das dezentrale Ladesystem HYC1000 von Alpitronic. Die Besonderheit liegt dabei in der Kombination der Ladestandards, denn die Säulen verfügen sowohl über den etablierten CCS-Anschluss als auch über das neue Megawatt-Charging-System (MCS). Letztere ist speziell für die Anforderungen der nächsten Generation elektrischer Nutzfahrzeuge ausgelegt. Mit einer Ladeleistung von einem Megawatt lässt sich der Akku eines E-Lkw in rund 30 bis 40 Minuten von 20% auf 80% aufladen. Damit wird der Einsatz elektrischer Flotten im Fernverkehr praktikabel, da die Ladezeit exakt auf die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten der Fahrer abgestimmt ist. Somit müssen keine zusätzlichen Standzeiten für den Energienachschub eingeplant werden.
Infrastruktur und Betriebskonzept
Ein wesentlicher Faktor für die Akzeptanz im Logistikalltag ist die Qualität und Verfügbarkeit der Infrastruktur vor Ort. Die Ladepunkte sind daher rund um die Uhr zugänglich. Da sie an bestehende Aral-Stationen angegliedert sind, haben Fahrer während des Ladevorgangs Zugriff auf sanitäre Einrichtungen wie Duschen und WCs sowie auf Gastronomieangebote und beleuchtete Ruhebereiche. Die Abrechnung erfolgt dabei flexibel über die Aral Fuel & Charge-App, die firmeneigene Tank- und Ladekarte oder gängige Debit- und Kreditkarten. Über einen speziellen Lkw-Filter in der App lassen sich zudem die für Nutzfahrzeuge optimierten Standorte gezielt finden.
Nachhaltigkeit durch lokale Energieerzeugung
Zudem wird am Standort Schwarmstedt ein integrativer Ansatz zur Energieversorgung verfolgt. Folglich bezieht Aral pulse Solarstrom dort direkt von einem angrenzenden Solarpark des Partners Ladesonne. Die Anlage erstreckt sich über 4 Hektar und weist eine installierte Leistung von 4,6 Megawatt auf. Dieser direkte Bezug von Ökostrom verbessert die Emissionsbilanz der elektrifizierten Transporte enorm und zeigt, wie großflächige Ladeinfrastruktur mit lokaler Erzeugung gekoppelt werden kann.
Mit diesen 5 neuen Standorten und insgesamt über 30 Ultraschnell-Ladestationen für Nutzfahrzeuge ist Aral pulse aktuell der größte Anbieter in diesem Segment in Deutschland. Der weitere Ausbau der MCS-Infrastruktur ist bereits in Planung, um die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs flächendeckend zu unterstützen.
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Bildquelle: © Aral


