Pumpspeicherkraftwerk Forbach – EnBW hält an 300 Mio. Euro Projekt fest

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pumpspeicherkraftwerk-forbach-enbwDer Energieversorger EnBW plant, das Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach im Schwarzwald durch zwei neue Pumpspeicherkraftwerke um 220 MW zu erweitern und die Kraftwerkskapazität damit zu vervierfachen. Damit soll die Speicherkapazität in Deutschland erhöht und die Energiewende unterstützt werden. Ein Pumpspeicherkraftwerk kann große Mengen Energie speichern und kurzfristig wieder abgeben. Dazu wird ein Wasserreservoir mithilfe von Pumpen gefüllt. Bei hohem Leistungsbedarf fließt dieses Wasser wieder nach unten und treibt dabei Turbinen an, die elektrischen Strom erzeugen. Die Stärke von Pumpspeicherkraftwerken ist, dass sie schnell hochgefahren werden und so bei Bedarf kurzfristig Strom ins Netz einspeisen können.

Das 300 Millionen-Euro teure Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Hauptbestandteil des geplanten Kraftwerkes ist die Schwarzenbachtalsperre, die über ein Speichervolumen von 14 Millionen Kubikmetern verfügt. Der aktuelle Entwurf sieht eine neue Ober- und Unterstufe und zwei Kavernenkraftwerke vor. Das neue Oberbecken soll auf dem Seekopf oberhalb der Talsperre entstehen, so dass das Wasser je nach Bedarf nach oben gepumpt oder abgelassen werden kann. Die Schwarzenbachtalsperre wird so beim ersten neuen Pumpspeicherkraftwerk zum Unterbecken der neuen Oberstufe. Eine neue Unterstufe, eine zweite Kraftwerkskaverne mit Wasserspeicher, soll unterhalb der Schwarzenbachtalsperre entstehen. Diese ist über einen Stollen mit dem Kraftwerk in Forbach verbunden, wo das Wasser über ein Ausgleichsbecken in die Murg abfließt.

Umweltschützer kritisieren das geplante Pumpspeicherkraftwerk

pumpspeicherkraftwerk-forbach-enbwBesonders das geplante 30 Hektar große Oberbecken auf dem 900 Meter hohen Seekopf steht bei Umweltschützern in der Kritik. In der Hochmoorlandschaft sind zahlreiche geschützte Tierarten zuhause, für die entsprechende Ausgleichsgebiete in unmittelbarer Nähe geschaffen werden müssen. Der Bau soll nach Angaben der EnBW jedoch erst beginnen, wenn die neuen Gebiete errichtet und angenommen worden sind. Auch zwei sogenannte Hydro-Fischlifte sind geplant, mit denen Fischen der Auf- und Abstieg in der Murg ermöglicht werden soll. Damit wird die in der Wasserrahmenrichtlinie der EU vorgesehene Durchgängigkeit der Murg gewährleistet.

Bis zum Baubeginn müssen darüber hinaus noch zahlreiche Gutachten zum Natur- und Lärmschutz sowie Erschütterungs-und Lichtgutachten erstellt werden. Auch Verbindungsstraßen müssen geschaffen werden. Trotz der vielen Hürden habe das Projekt eine hohe Priorität, gab die EnBW bei einer Informationsveranstaltung in Forbach an. Es gäbe aus technischer Sicht zwar bessere Standorte, doch aufgrund der bereits bestehenden Infrastruktur vor Ort sei der Ausbau hier umweltverträglicher möglich.

Inbetriebnahme frühestens in zehn Jahren

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Aktuell rechnet die EnBW mit einem Baubeginn im Jahr 2021. In Betrieb genommen werden könnte das Pumpspeicherkraftwerk Forbach 2026. Beim Thema Refinanzierung soll es allerdings noch offene Fragen geben.

Quellen / Weiterlesen:
EnBW hält an Speicherwerk fest | Badische Neueste Nachrichten
Pumpspeicherkraftwerk Forbach | EnBW
Bilderquelle: © EnBW Energie Baden-Württemberg AG

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