Batterie-Großspeicher in Brandenburg offiziell eröffnet

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batterie-grossspeicher-brandenburgIm brandenburgischen Neuhardenberg ist Anfang Juli ein 5-Megawatt-Batteriespeicher nach einer 15monatigen Testphase offiziell in den Regelbetrieb überführt worden. Der von der Upside Group betriebene Speicher hat die Präqualifikation zur Stabilisierung der Netzfrequenz erhalten. Er hilft also dabei, schwankende Strommengen im Netz auszugleichen, indem er überschüssige Energie vorübergehend auffängt und bei Bedarf kurzfristig wieder abgibt.

Großspeicher wie dieser werden im Zuge der Energiewende immer wichtiger, vor allem auch deshalb, weil sie Regelenergie innerhalb von Millisekunden zur Verfügung stellen könnten. Konventionelle Kraftwerke brauchen länger. Nach Angaben der Upside Group handelt es sich bei dem Projekt um eines der größten Energiespeichersysteme in Europa.

Jährlich können bis zu 20.000 Tonnen CO2 eingespart werden

Die Anlage wird voraussichtlich 18 Jahre in Betrieb bleiben und ersetzt durch die Vermeidung von mehr als 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr das Regelpotenzial eines thermischen Kraftwerkes mit 100 Megawatt. Untergebracht ist er in einem ehemaligen Flugzeughangar, wo die Lithium-Ionen-Batterien in Containern stehen. Gesteuert wird das Ganze von der Upside Services GmbH aus der Firmenzentrale im bayrischen Aschaffenburg.

In Brandenburg wurden bereits mehrere weitere ähnliche Projekte realisiert, unter anderem ein Hybridkraftwerk von Enertrag bei Prenzlau und eine Power-to-Gas-Pilotanlage des von E.ON in Falkenhagen. Die Upside Group betreibt einen weiteren 2 MW-Batteriespeicher in Alt Daber.

Brandenburg will eigene Förderrichtlinie für Speicher entwickeln

Das brandenburgische Wirtschafts- und Energieministerium unterstützt die Anlage in Neuhardenberg mit 2,85 Millionen Euro, die sich aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln zusammensetzen. Das Geld sei gut angelegt, freute sich Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber bei der offiziellen Eröffnung. Die Entwicklung von Speichern stehe noch am Anfang.

Das Land Brandenburg setze sich schon seit Jahren für die Unterstützung neuer Speichertechnologien durch den Bund ein. Bisher würde jedoch noch zu wenig passieren. „Der Batteriespeicher in Neuhardenberg markiert einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Systemintegration der erneuerbaren Energien. Nur wenn konsequent an Speichertechnologien gearbeitet wird, kann es in Zukunft gelingen, Strom aus erneuerbaren Energien stets bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen“, so Gerber. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, arbeite sein Ministerium an einer eigenen Förderrichtlinie für Speicher, für die 50 Millionen Euro eingeplant seien.

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Quellen / Weiterlesen:
Solar-Batterie | Potsdamer Neuste Nachrichten
Batteriegroßspeicher in Neuhardenberg geht ans Netz | Niederlausitz Aktuell
TOP-Referenzen | Upside Group
Bildquelle: © Upside Invest GmbH & Co. KG


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