Die Solar-Analyse 2025 von E.ON belegt, dass Hausbesitzer im Saarland mit 10.904 kWh pro 10-kWp-Anlage bundesweit den höchsten Jahresertrag erzielen. Dicht gefolgt von Bayern (10.899 kWh) und Baden-Württemberg (10.882 kWh), zeigt die Auswertung ein regionales Süd-Nord-Gefälle von etwa 8,5%. Im bundesweiten Durchschnitt von 10.378 kWh pro Standardanlage ergibt sich eine CO2-Reduktion von 7,2 Tonnen. Technisch betrachtet deckt diese Erntemenge den kompletten Jahresbedarf eines Haushalts inklusive Wärmepumpe und E-Mobilität (ca. 11.000 km Fahrleistung) ab, sofern ein intelligentes Energiemanagement die Eigenverbrauchsquote maximiert. Zusätzlich lässt sich durch den Flexibilitätsbonus und die intelligente Steuerung von Speicher, Wärme und E-Auto der Eigenverbrauch optimieren, sodass eine vierköpfige Familie bis zu 1.000 Euro pro Jahr sparen kann.
E.ON Solar-Bilanz 2025 auf einen Blick:
- Top 3: Saarland (10.904 kWh), Bayern (10.899 kWh) und Baden-Württemberg (10.882 kWh).
- Saison-Peak: Mai als stärkster Monat (1.447 kWh) dank kühler Zelltemperaturen.
- Klimaschutz: Im Bundesdurchschnitt wurden 2025 7,2 Tonnen CO2 eingespart.
- Abdeckung: Ertrag deckt Jahresbedarf von Haus, Wärmepumpe und E-Auto ab.
- Ersparnis: Bis zu 1.000 € Bonus pro Jahr durch smarte Gerätesteuerung.
Methode: Referenzwert und Datenbasis für bessere regionale Vergleichbarkeit
Um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern zu erzielen, nutzt die Analyse einen standardisierten Referenzwert von 10 Kilowatt Peak (kWp). Dies entspricht der üblichen Größe einer typischen Solaranlage auf einem Einfamilienhaus und stellt sicher, dass allein die standortabhängige Sonneneinstrahlung pro installierter Leistung bewertet wird. Die Datenerhebung stützt sich dabei auf zwei Quellen: Die Strahlungsdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und die realen Erzeugungswerte von Solaranlagen aus dem E.ON-Bestand. Dadurch fließen neben der Sonnendauer auch physikalische Faktoren wie Bewölkung und Lufttemperatur in die Bilanz ein.
Das regionale Ranking 2025 mit Top-Platzierungen
Die Auswertung der 16 Bundesländer zeigt drei deutliche Gruppen, wobei die höchste Stromproduktion im Süden und Südwesten erzielt wird. Das Saarland (10.904 kWh), Bayern (10.899 kWh) und Baden-Württemberg (10.882 kWh) bilden die Spitzengruppe. Auffällig ist hier, wie dicht die Werte beieinanderliegen. Mit einer Abweichung von weniger als 0,2 % scheinen die Bedingungen in diesen Regionen nahezu identisch zu sein.
Ein stabiles Mittelfeld bilden hingegen Bundesländer wie Thüringen (10.601 kWh), Mecklenburg-Vorpommern (10.398 kWh), Sachsen (10.335 kWh), Sachsen-Anhalt (10.328 kWh) und Berlin (10.301 kWh). Besonders die Werte im Osten zeigen, dass hohe Erträge nicht allein von der geografischen Breite abhängen. Am unteren Ende der Statistik befinden sich Bremen (10.286 kWh), Niedersachsen (10.280 kWh) und Hessen (10.271 kWh). Brandenburg (10.246 kWh) und Nordrhein-Westfalen (10.243 kWh) bilden den Übergang zu den 3 Schlusslichtern Rheinland-Pfalz (10.098 kWh), Hamburg (10.000 kWh) und Schleswig-Holstein (9.979 kWh).
H3 Bundesländer: Jahresertrag 2025 der PV-Anlage in kWh
| Platz | Bundesland | Jahresertrag (in kWh) | CO2-Ersparnis (in t) |
|---|---|---|---|
| 1 | Saarland | 10.904 | 7,5 |
| 2 | Bayern | 10.899 | 7,5 |
| 3 | Baden-Württemberg | 10.882 | 7,5 |
| 4 | Thüringen | 10.601 | 7,3 |
| 5 | Mecklenburg-Vorpommern | 10.398 | 7,2 |
| 6 | Sachsen | 10.335 | 7,1 |
| 7 | Sachsen-Anhalt | 10.328 | 7,1 |
| 8 | Berlin | 10.301 | 7,1 |
| 9 | Bremen | 10.286 | 7,1 |
| 10 | Niedersachsen | 10.280 | 7,1 |
| 11 | Hessen | 10.271 | 7,1 |
| 12 | Brandenburg | 10.246 | 7,1 |
| 13 | Nordrhein-Westfalen | 10.243 | 7,1 |
| 14 | Rheinland-Pfalz | 10.098 | 7,0 |
| 15 | Hamburg | 10.000 | 6,9 |
| 16 | Schleswig-Holstein | 9.979 | 6,9 |
| Ø | Deutschland | 10.378 | 7,2 |
Analyse des Nord-Süd-Gefälles
Folglich verdeutlicht die Analyse das bekannte regionale Süd-Nord-Gefälle, wobei die Differenz zwischen dem ertragreichsten Standort (Saarland) und dem statistischen Schlusslicht (Schleswig-Holstein) etwa 8,5% beträgt. In absoluten Zahlen ist dies ein Unterschied von lediglich 925 kWh im gesamten Jahr. Technisch betrachtet ist diese Differenz jedoch geringer als oft angenommen. Mit einem Jahresertrag von 9.979 kWh erreicht selbst eine Anlage im hohen Norden einen spezifischen Ertrag von fast 1.000 kWh pro Kilowattpeak.
Dass Schleswig-Holstein nur knapp unter der 10.000-kWh-Marke bleibt, unterstreicht die hohe Effizienz moderner Modulgenerationen. Aktuelle PV-Komponenten verwerten diffuses Licht (z.B. bewölkter Himmel) und kühle Küstenwinde (die den Wirkungsgrad der Zellen durch Kühlung verbessern) so effektiv, dass ein wirtschaftlicher Betrieb im gesamten Bundesgebiet gewährleistet ist. Die Zeiten, in denen sich Photovoltaik nur im „sonnigen Süden“ lohnte, sind angesichts dieser Daten physikalisch überholt.
Warum sorgte der Mai für höhere PV-Erträge als der Hochsommer?
Der hohe Jahresertrag von 2025 geht vor allem auf das Frühjahr und insbesondere auf den Monat Mai zurück. Der Mai sorgte durch eine klare Hochdrucklage für eine intensive direkte Einstrahlung, während die Lufttemperatur im Vergleich zum Juli oder August moderat blieb. Dabei kristallisierte sich der Monat bundesweit als der ertragreichste von allen heraus. Im Saarland generierte eine 10-kWp-Anlage in diesem Zeitraum einen Spitzenwert von 1.605 kWh. Knapp dahinter folgen Rheinland-Pfalz (1.515 kWh) und Bremen (1.501 kWh), während der bundesweite Durchschnitt im selben Monat bei 1.447 kWh Solarstrom lag.
Obwohl der Sommer in einigen Bundesländern viele Sonnenstunden bereithielt, zeigt dieser „Mai-Peak“ einen wichtigen physikalischen Zusammenhang der Photovoltaik ‒ den Einfluss des Temperaturkoeffizienten. Die Solarzellen der Anlage benötigen für maximale Erträge zwar viel Licht, reagieren aber empfindlich auf Hitze. Die Zellen verlieren an Wirkungsgrad, sobald sich diese über die Standard-Prüfbedingungen (STC) von 25°C erhitzen. Je nach Zelltechnologie sinkt die Leistung pro Grad Erwärmung um etwa 0,3 bis 0,4%. Daher bot der Mai hier die idealen Bedingungen – eine hohe Sonneneinstrahlung kombiniert mit noch relativ kühlen Außentemperaturen.
1.000 Euro Ersparnis durch den Flexibilitätsbonus
Laut E.ON-CEO Filip Thon liegt der Schlüssel für den finanziellen Profit vor allem auch in der smarten Steuerung. Immer mehr Haushalte vernetzen Batteriespeicher, E-Auto und Wärmepumpe. Über sogenannte Festpreistarife mit Flexibilitätsbonus werden diese Geräte intelligent mit Solar- oder Netzstrom versorgt – je nachdem, was gerade optimal ist. Neben dem gesteuerten Eigenverbrauch erhalten Haushalte eine zusätzliche Prämie auf die Stromrechnung. Demzufolge kann eine vierköpfige Familie so bis zu fast 1.000 Euro pro Jahr sparen. Solche Lösungen bieten Flexibilität für das Energiesystem und eine stabile Alternative zu dynamischen Tarifen ohne das Risiko schwankender Preise.
Quellen / Weiterlesen
E.ON Solar-Bilanz 2025: Hausbesitzer im Saarland erzielten größte Sonnenstromernte | E.ON Pressemitteilung vom 05.02.2026 via E-Mail
Bildquelle: CCNull – Marco Verch


