Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur entlang der deutschen Fernstraßen schreitet in Sachsen-Anhalt weiter voran. Auf dem Parkplatz Regensteinblick Süd an der Autobahn A36 bei Wernigerode nahm enercity nun den ersten Schnellladepark im Rahmen des sogenannten Deutschlandnetzes in Betrieb. Das Energieunternehmen aus Hannover ist als Partner der autostrom plus GmbH für die technische Umsetzung des Standorts in Fahrtrichtung Bernburg verantwortlich. Die neue Anlage stellt dabei einen wichtigen Knotenpunkt für den elektrischen Reiseverkehr auf der Harzautobahn dar und markiert gleichzeitig den ersten abgeschlossenen Standort innerhalb der Autobahn-Niederlassung Ost.
Daten zum enercity Schnellladepark Wernigerode
- Standort: Autobahn A36, Parkplatz Regensteinblick Süd (Fahrtrichtung Bernburg).
- Technik: 2 Alpitronic Hypercharger 400 mit 4 Ladepunkten à 400 kW Leistung.
- Energie: Versorgung erfolgt zu 100% aus Ökostrom.
- Bezahlsystem: Unterstützung von gängigen Ladekarten sowie Debit- und Kreditkarten.
- Netzwerk: Erster Standort im Deutschlandnetz innerhalb der Niederlassung Ost.
- Hintergrund: Gemeinschaftsprojekt der autostrom plus GmbH und der Autobahn GmbH.
- Status: 14. von enercity realisierter Deutschlandnetz-Park; weitere 8 folgen 2026.
Hochleistungs-Laden mit 400 kW Leistung
Der neue Standort ist mit zwei Schnellladesäulen des Typs Alpitronic Hypercharger 400 ausgestattet. Jede dieser Säulen stellt zwei Ladepunkte bereit, die eine maximale Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt (kW) liefern können. Diese Hardware kommt aufgrund ihrer Zuverlässigkeit branchenweit zum Einsatz und bildet auch das Rückgrat in den großen Schnellladeparks der EnBW. Damit lassen sich aktuelle Elektrofahrzeuge in kurzer Zeit nachladen; versorgt werden die Ladesäulen vollständig mit 100% Ökostrom. Beim Bezahlsystem setzt der Betreiber auf Flexibilität, denn neben den gängigen Ladekarten der Roaming-Anbieter unterstützt das System auch direkte Zahlungen per Debit- und Kreditkarte, was den Zugang für Gelegenheitsnutzer enorm vereinfacht. Ingo Krogmann, Product Master Elektromobilität bei enercity, betont zudem:
„Mit dem neuen Schnellladepark an der A36 ist eine leistungsstarke Lademöglichkeit an einer wichtigen Verkehrsachse im Harz entstanden. Damit wird das Reisen mit dem E-Auto auf der Harzautobahn noch komfortabler. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Partner:innen einen weiteren wichtigen Baustein für eine verlässliche Schnellladeinfrastruktur entlang deutscher Autobahnen zur Verfügung stellen können.“
Ausbau des Deutschlandnetz durch strategische Partnerschaft
Der Ladepark bei Wernigerode ist der erste Standort dieser Art im Gebiet der Niederlassung Ost, die Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst. Er ist zudem Teil des Deutschlandnetzes, einer Initiative des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Das Ziel dieses Programms ist die Errichtung von rund 4.000 Schnellladepunkten an unbewirtschafteten Rastanlagen. Infolgedessen sollen E-Auto-Fahrer langfristig alle zehn Fahrminuten eine leistungsstarke Lademöglichkeit erreichen können. Der Betrieb des Standorts Regensteinblick Süd erfolgt zudem durch die autostrom plus GmbH im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes.
Innerhalb des Autostrom-Konsortiums übernimmt enercity die Planung, den Aufbau sowie die technische Umsetzung der Infrastruktur. Das Konsortium hatte sich im Jahr 2024 in einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag für den Bau von Schnellladeparks mit insgesamt mehr als 300 Ladepunkten gesichert. Für enercity, die bundesweit bereits rund 1.700 öffentliche Ladepunkte in 47 Kommunen (darunter z.B. Hamburg, Oldenburg, Recklinghausen und Wolfsburg) betreiben, ist die Station an der A36 der 14. Schnellladepark im Rahmen des Deutschlandnetzes. Darüber hinaus sind 8 weitere Standorte noch im Laufe des Jahres 2026 geplant.
Quellen / Weiterlesen
A36 bei Wernigerode: Nächster Deutschlandnetz Schnellladepark geht an den Start | Die Autobahn
Bildquelle: © enercity


