Mer Germany nahm in Titisee-Neustadt einen neuen Schnellladepark in Betrieb. Der Standort in der Titiseestraße ist Teil des bundesweiten Deutschlandnetzes und umfasst 8 Schnellladepunkte (DC) mit einer Leistung von jeweils bis zu 400 kW. Damit richtet sich der Betreiber nach der steigenden Nachfrage nach einer flächendeckenden HPC-Ladeinfrastruktur im Schwarzwald. Die technische Basis bilden 4 Alpitronic Hypercharger vom Typ HYC 400-4, die von einer neu installierten 1600-kVA-Trafostation versorgt werden.
Durch die unmittelbare Nähe zu Einzelhandel und Gastronomie lässt sich der Ladevorgang optimal in den Alltag integrieren. Die Standortwahl schließt zudem eine wichtige Versorgungslücke an einer hochfrequentierten Verkehrsachse der Region. Folglich fungiert der Standort als strategischer Knotenpunkt an der Bundesstraße 31 ‒ Ost-West-Achse zwischen Freiburg und Donaueschingen ‒ und der B500 (Panoramastraße). Dadurch ist er sowohl für den touristischen Durchgangsverkehr als auch für regionale Pendler eine zentrale Anlaufstelle bietet.
Eckdaten: Mer Germany Titisee-Neustadt Ladepark
| Merkmal | Technische Daten |
|---|---|
| Standort | Titiseestraße, 79822 Titisee-Neustadt |
| Ladepunkte | 8 Schnellladepunkte (DC) |
| Hardware | 4 x Alpitronic Hypercharger HYC 400-4 |
| Ladeleistung | Bis zu 400 kW pro Ladepunkt |
| Netzanschluss | 1600 kVA Trafostation (erweiterbar) |
| Steckertyp | CCS2 (Standard im Deutschlandnetz) |
| Bezahlsysteme | Plug & Charge, Mer Connect ME App, Roaming-Ladekarten, Kreditkarte (Direct Payment) |
| Ökostrom-Anteil | 100% |
| Zusatz-Services | Staubsauger, Reifendruckprüfer, Sitzmöglichkeiten, Beleuchtung |
Technische Infrastruktur und Leistungsdaten
Mer Germany setzt ‒ ähnlich wie die EnBW, Fastned und E.ON ‒ Hardware des Südtiroler Herstellers Alpitronic. Die Konfiguration besteht aus vier Hyperchargern des Typs HYC 400-4. Die Konfiguration besteht aus vier Hyperchargern des Typs HYC 400-4. Diese ermöglichen an insgesamt 8 Ladepunkten eine maximale Ausgangsleistung von jeweils bis zu 400 kW. Damit orientiert sich der Standort an den aktuellen Anforderungen für Hochleistungsladen (HPC) im Fernverkehr und urbanen Raum. Letztendlich übertrifft der Standort die Mindestanforderungen des Deutschlandnetzes, die eine Nennleistung von 200 kW pro Punkt vorsehen, und bietet eine entsprechende Zukunftssicherheit für kommende Fahrzeuggenerationen.
Ein wesentlicher Aspekt der technischen Umsetzung ist die Installation einer dedizierten 1600-kVA-Trafostation. Diese ist laut Betreiber bewusst überdimensioniert, um die volle Ladeleistung auch bei hoher Auslastung stabil bereitzustellen und spätere Erweiterungen des Standorts ohne Tiefbauarbeiten am Netzanschluss zu ermöglichen. Dabei erfolgt die Stromversorgung vollständig über zertifizierten Ökostrom.
Standortkonzept und Service-Umfeld: Integration in das lokale Umfeld
Darüber hinaus zielt die Standortwahl in Titisee-Neustadt auf eine Kombination aus Durchgangsverkehr und lokaler Nutzung ab. Durch die direkte Nachbarschaft zu einer Aral-Tankstelle, dem Fachhandel „Sportwelt Schwarzwald“ und einem Gastronomiebetrieb (McDonald’s) ist die Ladeinfrastruktur in ein bestehendes Versorgungsökosystem eingebettet. Zusätzlich zur reinen Ladetechnik wurde das Areal mit funktionalen Service-Elementen ausgestattet:
- Fahrzeugpflege: Staubsauger und eine Station zur Reifendruckprüfung.
- Aufenthaltsqualität: Eine Sitzbank sowie eine durchgehende Beleuchtung des Geländes.
- Orientierung: Ein Werbepylon sorgt für die Sichtbarkeit von der Hauptverkehrsstraße aus.
Stefan Vollmer, Grundstückseigentümer vom Familienunternehmen Autohaus Vollmer, erklärt:
„Der Deutschlandnetz-Schnellladepark von Mer ist ein konsequenter Schritt in der Weiterentwicklung unserer automobilen Wurzeln hin zur Gestaltung innovativer und zukunftsorientierter Gewerbeimmobilien. Mit diesem leistungsstarken Schnelllade-Angebot schließen wir eine Versorgungslücke in der regionalen Ladeinfrastruktur.“
Einordnung in das Deutschlandnetz
Der neue Standort ist Bestandteil des Deutschlandnetz, das im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) eine lückenlose Schnellladeinfrastruktur sicherstellen soll. Die Koordination übernimmt dabei die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH, mit dem Ziel, bestehende Defizite im bundesweiten Ladenetz konsequent abzubauen. In diesem Rahmen deckt Mer Germany insgesamt 83 Suchräume ab, wobei das Portfolio sowohl urbane Zentren als auch die infrastrukturelle Erschließung ländlicher Regionen umfasst.
Der Standort in Titisee-Neustadt entspricht dabei dem Ausstattungskonzept „Kategorie M“. Diese Kategorie sieht zwingend 8 Ladepunkte sowie erhöhte Anforderungen an den Nutzerkomfort vor. Die Vergabe der Suchräume erfolgte auf Basis einer verkehrsplanerischen Bedarfsanalyse, um sicherzustellen, dass das HPC-Laden auch abseits der Hauptmagistralen in Regionen wie dem Hochschwarzwald wirtschaftlich betrieben werden kann.
Zugang und Bezahlsysteme
Für einen barrierefreien Zugang setzt Mer auf ein flexibles System bei der Autorisierung. Neben der Plug & Charge-Funktionalität, die eine automatisierte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Säule ermöglicht, ist der Start des Ladevorgangs über die „Mer Connect ME“-App sowie gängige Roaming-Ladekarten möglich. Zudem verfügt der Standort über Terminals für die direkte Bezahlung mittels Kreditkarte, um auch Gelegenheitsnutzern ohne festen Ladevertrag einen einfachen Zugang zu ermöglichen.
- App-Steuerung: Über die hauseigene „Mer Connect ME“-App.
- Roaming: Akzeptanz gängiger Ladekarten von Drittanbietern.
- Ad-hoc-Zahlung: Direkte Bezahlung mittels Kreditkarte an den Terminals.
Markus Fischer, Programm Manager bei Mer Germany, betont:
„Unsere Ladeparks sind bewusst so gestaltet, dass sie nicht nur technisch überzeugen, sondern auch das alltägliche Ladeerlebnis verbessern. Mit dem neuen Standort in Titisee-Neustadt bieten wir genau das: Einen modernen, leistungsstarken und zugleich nutzerfreundlichen Ladestandort, der dazu beiträgt, die Zugänglichkeit zur Ladeinfrastruktur in Deutschland weiter zu verbessern.“
Quellen / Weiterlesen
Bildquelle: © Mer Germany


