EnBW treibt den Ausbau des HyperNetzes weiter voran. Dabei weitet das Unternehmen den Feldtest mit Ladestationen des Herstellers XCharge an vier Standorten in Stuttgart, Rutesheim und Karlsruhe aus. Ziel dieser strategischen Kooperation ist es, die Resilienz der Ladeinfrastruktur zu stärken und durch eine breitere Lieferantenbasis mehr Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern zu erreichen. In Zeiten globaler Lieferkettenrisiken setzt der Marktführer damit auf eine gezielte Diversifizierung, um langfristig höchste Qualität und Versorgungssicherheit beim Schnellladen zu gewährleisten.
Feldtest im HyperNetz: XCharge-Technologie an vier Standorten
Die EnBW betreibt mit über 8.000 Schnellladepunkten bereits das größte Netz Deutschlands. Nun erweitert das Unternehmen seine technische Basis und testet intensiv Hardware von XCharge. Infolgedessen sind 10 Stationen des Herstellers, der von Hamburg und Austin tätig ist, im HyperNetz aktiv. Zudem sind diese modernen Hochleistungslader speziell auf die Anforderungen von Elektroautos mit hohen Ladeleistungen ausgelegt. Die Standorte befinden sich in Stuttgart (EnBW City), Rutesheim sowie in Karlsruhe am Bahnhof und im Durlach Center.
Somit beweist sich die Technik nun nach den zweijährigen Labortests mit tausenden Ladevorgängen im erweiterten Realbetrieb. Die Ergebnisse aus Labor- und Realtests seien vielversprechend. „XCharge erfüllt bislang sämtliche Anforderungen in Technik, Service, Datenschutz und Software“, sagte Volker Rimpler, CTO der EnBW. Weiter hieß es: „Wir haben mehrere tausend Ladevorgänge im Labor analysiert und die Hard- und Software darauf aufbauend kontinuierlich weiterentwickelt.“
Strategische Unabhängigkeit durch einen breiten Lieferantenmix
Ein zentrales Ziel der EnBW ist es, die Resilienz des Schnellladenetzes zu stärken und mehr Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern zu erlangen. Volker Rimpler, Chief Technology Officer E-Mobilität bei der EnBW erklärt zudem:
„Die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten birgt Risiken, insbesondere in Zeiten globaler Unsicherheiten und Lieferkettenproblemen. Deshalb prüfen wir kontinuierlich die Lieferantenmärkte und testen vielversprechende Technologien, um unsere Lieferketten widerstandsfähig und wirtschaftlich aufzustellen.“
Seit 2018 setzt der Marktführer primär auf die bewährte Qualität der Ladestationen des italienischen Partners Alpitronic. Diese Ladestationen gelten aktuell als Branchenstandard in ganz Europa. Trotz eines jüngst neu geschlossenen Rahmenvertrags mit Alpitronic prüft die EnBW gezielt weitere Optionen. Im Rahmen ihrer Strategie testet das Unternehmen zusätzlich immer wieder Ladestationen und Software verschiedener Hersteller. Durch die Kooperation mit XCharge erweitert das Unternehmen somit seine Lieferantenbasis. Laut Albina Iljasov von XCharge ist dieser Meilenstein entscheidend, um die hohen technischen und regulatorischen Anforderungen – wie etwa die strengen Vorgaben des deutschen Eichrechts für eine präzise Abrechnung ‒ dauerhaft zu erfüllen.
Resilienz im Fokus: Schutz vor globalen Lieferkettenrisiken
Laut Volker Rimpler, CTO für E-Mobilität bei der EnBW, sind Resilienz und die strategische Diversifizierung der Lieferantenbasis essenziell. Angesichts globaler Unsicherheiten müssen Lieferketten heute besonders robust und wirtschaftlich aufgestellt sein. Dabei geht es nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um die langfristige Sicherung der Ladeinfrastruktur und deren technische Weiterentwicklung. Volker Rimpler betont hierzu:
„Unsere Kundinnen und Kunden können sich darauf verlassen, dass wir weiterhin höchste Standards bei Qualität und Ladeerlebnis setzen. Durch eine breitere Lieferantenbasis sichern wir diese Qualität langfristig und stärken gleichzeitig unsere Resilienz. Resilienz ist das Stichwort der Stunde.“
Die zusätzliche Partnerschaft mit XCharge minimiert potenzielle Risiken durch Lieferengpässe. Somit stellt die EnBW sicher, dass der Netzausbau trotz externer Marktschwankungen stetig voranschreitet. Letztlich macht diese Strategie das gesamte HyperNetz dauerhaft krisenfester.
Höchste Qualitätsstandards für die Mobilitätswende der Zukunft
Trotz der neuen Vielfalt bleibt der Anspruch an Datenschutz, Service und Technik unverändert hoch. XCharge erfüllt laut EnBW bislang sämtliche Kriterien für einen zuverlässigen Betrieb. Die Ergebnisse dieses Feldtests dienen nun als Grundlage für die künftige Evaluation der Zusammenarbeit. Dabei wird vor allem geprüft, wie reibungslos die Software-Kommunikation zwischen den Stationen und dem EnBW-Backend im Alltag funktioniert. Letztlich profitieren die Kunden von einem stabilen System und einem einfachen Ladevorgang. Mit diesem Schritt unterstreicht die EnBW ihre Verantwortung für eine erfolgreiche und unabhängige Mobilitätswende.
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Bildquelle: © EnBW


