EnBW: Eröffnung von 10 neuen Ladeparks mit 148 HPC-Ladepunkten

EnBW eröffnet 10 neue Schnellladeparks mit 148 HPC-Punkten an Fernstraßen in sechs Bundesländern. Ausbau auf 8.000 Punkte.

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Die EnBW hat an wichtigen Fernverkehrsrouten zehn neue Schnellladeparks in Betrieb genommen. An Standorten in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen stehen somit insgesamt 148 neue High-Power-Charging-Ladepunkte zur Verfügung. Ebenso wie bei anderen EnBW-Ladeparks bieten auch die neuen Ladepunkte eine Leistung von bis zu 400 kW. Zudem sind die Parks teilweise mit Solardächern, Überdachungen und Videoüberwachung ausgestattet. Überdies ergänzt ein 24/7-Shop das Ladeangebot am Standort Wachsenburg/Neudietendorf in Thüringen. Demzufolge baut das Unternehmen mit aktuell über 8.000 Schnellladepunkten sein Ladenetz weiter aus und plant bis 2030 eine Erweiterung auf 20.000 Ladepunkte.

10 neue Standorte an zentralen Verkehrsknotenpunkten

Durch die zehn neuen Schnellladeparks erweiterte die EnBW zum Jahresende ihr Ladeangebot an wichtigen Fernverkehrsrouten. Die 10 neuen Standorte in Sottrum, Dummerstorf, Wittenburg, Gelnhausen, Duisburg, Büren, Ibbenbüren, Aachen, Lahr und am Erfurter Kreuz bieten insgesamt 148 Ladepunkte. Ziel ist es, sowohl den elektrischen Fernverkehr bei Urlaubs- und Dienstfahrten zu unterstützen als auch die regionale Ladeinfrastruktur zu stärken. Die Auswahl der Standorte erfolgte gezielt nach Verkehrsaufkommen und Kundenbedarf an Autobahnanbindungen. Volker Rimpler, Chief Technology Officer E-Mobility bei der EnBW, erklärt zudem:

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„EnBW-Schnellladeparks sind durch ihre günstige Lage in Autobahnnähe Fixpunkte für das elektrische Laden im Fernverkehr […]. Mit mehr als 70 Schnellladeparks entlang der wichtigsten Fernverkehrsrouten sorgen wir dafür, dass Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos landesweit bequem, zuverlässig und schnell laden können.“

Geografische Übersicht der neuen Ladeparks

Somit decken die neuen Standorte strategisch wichtige Hauptverkehrsstraßen in ganz Deutschland ab und verbinden regionale Zentren mit dem Fernstraßennetz. In Norddeutschland und für die Küstenanbindung schließen z.B. die Parks in Dummerstorf (A20, 17) und Wittenburg (A24, 10) in Mecklenburg-Vorpommern wichtige Lücken auf den Routen zwischen Berlin, Hamburg und der Ostseeküste. Ergänzend dazu stärkt der Standort Sottrum (A1, 50) in Niedersachsen die viel befahrene Verbindung zwischen den Hansestädten Bremen und Hamburg.

Ein zentraler Knotenpunkt in der Mitte Deutschlands entstand in Thüringen am Erfurter Kreuz (A4/A71 Amt Wachsenburg/Neudietendorf), der als wichtiger Ladepunkt für den Ost-West-Verkehr zwischen Hessen und Sachsen sowie für die Nord-Süd-Achse Richtung Bayern dient. In Hessen ergänzt zudem der Standort Gelnhausen (A66, 43) die wichtige Pendler- und Reiseroute zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und Fulda.

In West- und Südwestdeutschland verdichtet die EnBW das Netz in Nordrhein-Westfalen an der A30 (11b Ibbenbüren) für den Verkehrsweg Richtung Niederlande sowie an der A42 (Duisburg-Neumühl) und am Standort Büren an der A44 (59) für das Ruhrgebiet und Ostwestfalen. Mit dem Ladepark in Aachen (A4, 1/A76, 7) wurde zudem ein grenznaher Standort für den internationalen Verkehr Richtung Belgien realisiert. Abschließend dient in Baden-Württemberg der neue Schnellladepark in Lahr (A5, 56) als wichtiger Stopp auf der Rheintal-Autobahn zwischen Karlsruhe und Basel.

enbw-ladeparksTechnische Ausstattung und Ladeleistung

An allen Standorten werden zudem High-Power-Charging-Säulen (HPC) mit bis zu 400 kW Leistung eingesetzt. Je nach Fahrzeug können E-Mobilisten in 15 Minuten rund 400 Kilometer Reichweite laden. Ferner gehören zum komfortablen Ladekomfort auch Beleuchtung, Kameraüberwachung und Überdachungen, die vor Witterungen schützen. In Thüringen ergänzt zudem ein 24/7-Shop das Angebot. Ein wesentliches Merkmal ist die Integration von Photovoltaik. Viele Parks verfügen über Solardächer, deren Leistung je nach Größe variiert, z.B. liefern kleinere Anlagen wie in Dummerstorf, Wittenburg, Gelnhausen, Lahr oder Duisburg 19 kWp, während Standorte wie Sottrum (38 kWp), das Erfurter Kreuz (57 kWp) und insbesondere Aachen mit 98 kWp deutlich höhere Leistungen erzielen. Dabei wird der vor Ort erzeugte Strom für den Eigenbedarf des Standorts genutzt. Volker Rimpler, Chief Technology Officer E-Mobility bei der EnBW, betont:

„Mit unserer Netzplanung schließen wir Lücken im deutschlandweiten Ladenetz und wählen unsere Standorte gezielt nach den Bedürfnissen unserer Kunden aus. Neben der Lage und einem gut entwickelten Umfeld legen wir großen Wert auf die Ausstattung unserer Ladeparks.“

Übersicht der neuen Standorte im Detail

Ort Bundesland Autobahn / Anschluss Ladepunkte Erweiterbar auf
Dummerstorf MV A20 (17 Dummerstorf) 12 18
Wittenburg MV A24 (10 Wittenburg) 8 16
Sottrum NI A1 (50 Stuckenborstel) 20
Gelnhausen HE A66 (43 Gelnhausen West) 20 28
Lahr BW A5 (56 Lahr) 8
Amt Wachsenburg TH A4/A71, Erfurter Kreuz 24 48
Ibbenbüren NW A30 (11b Ibbenbüren) 12
Duisburg-Neumühl NW A42, AS DU-Neumühl 12 16
Büren NW A44 (59 Geseke) 12
Aachen NW A4 (1 Bocholt) / A76 (7) 20

Quellen / Weiterlesen

Deutschlandweiter Ladenetzausbau: EnBW nimmt zehn Ladeparks mit 148 Schnellladepunkten in Betrieb | EnBW
Ladepark am Standort Dummerstorf an der A20 (17) in Mecklenburg-Vorpommern | Google Maps
Ladepark am Standort Aachen an der A4 (1)/A76 (7) in Nordrhein-Westfalen | Google Maps
Ladepark am Standort Büren an der A44 (59) in Nordrhein-Westfalen | Google Maps
Ladepark am Standort Duisburg-Neumühl an der A43 in Nordrhein-Westfalen | Google Maps
Ladepark am Standort Ibbenbüren an der A30 (11b) in Nordrhein-Westfalen | Google Maps
Ladepark Amt Wachsenburg/Neudietendorf A4/A71 am Erfurter Kreuz in Thüringen | Google Maps
Ladepark am Standort in Lahr an der A5 (56) in Baden-Württemberg | Google Maps
Ladepark am Standort Gelnhausen an der A66 (43) in Hessen | Google Maps
Ladepark am Standort Sottrum an der A1 (50) in Niedersachsen | Google Maps
Ladepark am Standort Wittenburg an der A24 (10) in Mecklenburg-Vorpommern | Google Maps
Bildquelle: © EnBW
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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