EnBW und Alpitronic vertiefen ihre seit 2018 bestehende Kooperation beim bundesweiten Ausbau der Schnellladeinfrastruktur. Neben der Lieferung von Schnellladestationen (bis zu 400 kW) umfasst die neue Vereinbarung eine strategische Entwicklungspartnerschaft für künftige Softwarefunktionen und Systemlösungen. Ein zentraler Bestandteil ist zudem ein langfristiger Wartungsvertrag mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren, um die Betriebssicherheit der bundesweit über 8.000 Ladepunkte zu gewährleisten. Beide Unternehmen zielen damit auf eine technische Optimierung und den bedarfsgerechten Ausbau des bestehenden Ladenetzes ab, um der steigenden Anzahl an Elektrofahrzeugen gerecht zu werden.
Strategische Kooperation und Netzausbau
EnBW und Alpitronic setzen ihre seit 2018 bestehende Zusammenarbeit fort, um die Ladeinfrastruktur an die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen anzupassen. Mit derzeit über 8.000 Schnellladepunkten bis zu 400 kW Ladeleistung verfügt die EnBW über das umfangreichste Netz in Deutschland. Dabei ist ein Großteil der Standorte mit der Hardware des Südtiroler Partners Alpitronic ausgestattet. Die neue Vereinbarung sieht vor, bestehende Hubs an Fernstraßen und in urbanen Gebieten durch zusätzliche Einheiten und modernisierte Technik zu erweitern. Dieser bedarfsgerechte Ausbau stellt sicher, dass die Kapazitäten im HyperNetz quantitativ mit der wachsenden Zahl an Elektrofahrzeugen Schritt halten. Volker Rimpler, Chief Technology Officer E-Mobility bei der EnBW, blickt auf die bisherige Entwicklung zurück:
„Wir sind beim Ausbau unseres Ladenetzes massiv in Vorleistung gegangen und haben in wenigen Jahren ein flächendeckendes Angebot installiert. Der weitere Ausbau wird bedarfsgerecht erfolgen und bestehende Standorte werden zunehmend mit weiteren Ladestationen und neuester Technologie aufgerüstet, damit sie einerseits auch zukünftig den Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden genügen, andererseits aber auch der stetig wachsenden Zahl an Elektroautos auf deutschen Straßen gerecht werden.“
Fokus auf Software und gemeinsame Entwicklung
Darüber hinaus geht die neue Vereinbarung deutlich über das reine Lieferverhältnis hinaus und etabliert eine tiefe technologische Verzahnung. Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft arbeiten beide Unternehmen an der Optimierung der Betriebssysteme, um die Schnittstelle zwischen den Ladestationen und den digitalen Diensten effizienter zu gestalten. Dieser direkte Austausch ermöglicht es, Erkenntnisse aus dem Realbetrieb unmittelbar in die Konzeption neuer Systemfunktionen einfließen zu lassen. Ziel ist es, die Software so abzustimmen, dass technische Neuerungen schneller implementiert werden und die Ladeprozesse insgesamt stabiler ablaufen.
Laut Volker Rimpler (CTO E-Mobility bei EnBW) ist eine effiziente Wartungsstrategie dabei ebenso wichtig wie leistungsstarke Software. „[Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden] mit unserer Expertise und mit den hochmodernen Schnellladestationen von Alpitronic leistungsstarke und verlässliche Lademöglichkeiten. Für einen reibungslosen Betrieb ist dabei die Hardware ebenso entscheidend wie leistungsstarke Betriebssysteme und eine funktionale, effiziente Wartungsstrategie“, so Rimpler. Philipp Senoner, CEO von Alpitronic, betont zudem, dass ein reibungsloses Ladeerlebnis nur durch das nahtlose Ineinandergreifen dieser Komponenten möglich ist. Diese Kooperation bildet somit das Rückgrat für künftige Innovationen im EnBW HyperNetz.
Langfristige Wartung und Betriebssicherung
Ein stabiler Netzbetrieb ist für die Akzeptanz der Elektromobilität entscheidend. Um die Zuverlässigkeit der Infrastruktur bei steigender Auslastung zu gewährleisten, stellte man den Servicebereich auf eine neue vertragliche Grundlage. Ein Wartungsvertrag mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren regelt die Zusammenarbeit der Field-Service-Teams beider Partner. Durch diese langfristige Planung lassen sich Instandhaltungsprozesse standardisieren und die Reaktionszeiten bei technischen Störungen verkürzen. Die Vereinbarung, die zudem eine Option auf Verlängerung enthält, schafft die notwendige Sicherheit für einen unterbrechungsfreien Betrieb der wachsenden Schnellladeinfrastruktur. Philipp Senoner, CEO und Gründer von Alpitronic, ergänzt:
„Schnellladen entfaltet seine volle Stärke, wenn Hardware, Software und Service nahtlos zusammenspielen. Mit der EnBW verbindet uns das gemeinsame Ziel, das Ladeerlebnis so zu gestalten, dass es für E-Auto-Fahrende einfach und zuverlässig funktioniert. Dieses geteilte Verständnis prägt unsere Zusammenarbeit seit der Einführung unserer ersten DC-Ladestation vor mehr als sieben Jahren und wird sie auch künftig bestimmen.”
Quellen / Weiterlesen
Bildquelle: © EnBW


