Ultraviolette X-47: Erstes E-Motorrad mit Radar in Deutschland

Weltpremiere: Ultraviolette X-47 Crossover mit Radar auf der IMOT München vorgestellt. Infos zu Technik, Preis & Marktstart.

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Der indische Hersteller Ultraviolette hat auf der IMOT in München die X-47 Crossover offiziell für den europäischen Markt vorgestellt. Dabei handelt es sich um das erste Elektromotorrad seines Segments, das serienmäßig über ein integriertes Radarsystem verfügt. Das „UV HyperSense“ getaufte System nutzt zudem Radar-Technologie der 6. Generation, um die Sicherheit durch Funktionen wie Totwinkel-Überwachung und Kollisionswarnung zu erhöhen. Mit einer aufrechteren Sitzposition, einem 10,3 kWh großen Akku und einem neu entwickelten, luftgekühlten Onboard-Lader zielt die X-47 somit auf urbane Pendler und Tourenfahrer ab, denen die sportliche F77-Serie bisher ergonomisch zu fordernd war. Folglich reagiert das Unternehmen auf die spezifischen Anforderungen europäischer Fahrer an Komfort und Sicherheit.

Fast Facts: Elektromotorrad Ultraviolette X-47 Crossover

  • Segment: Erstes Elektromotorrad mit Radar und Kamera im Crossover-Bereich.
  • Sicherheit: Radarsystem UV HyperSense (Gen 6) für Totwinkel und Kollisionswarnung.
  • Leistung: 30 kW (40 PS) Peak; 10,3 kWh Akku; 100 Nm Drehmoment.
  • Fahrdynamik: 9-stufige Rekuperation; Dual-ABS mit Dynamic Stability Control (UV DSC).
  • Laden: Integrierter 1,6-kW-Onboard-Ladegerät mit Luftkühlung.
  • Vertrieb: Exklusiv über Zero Center Deutschland; F77-Angebot ab 8.990 € verlängert.

UV HyperSense: Ein Radarsystem für mehr Sicherheit

Der technische Fokus der Ultraviolette X-47 Crossover liegt auf dem sogenannten UV HyperSense. Dabei handelt es sich um ein radarbasiertes Assistenzsystem der 6. Generation, das die Umgebung des Motorrads permanent scannt. Im Gegensatz zu passiven Systemen warnt die Technik aktiv vor Gefahren im toten Winkel oder bei drohenden Kollisionen. Das Radar erkennt z.B. Objekte in einer Entfernung von bis zu 200 Metern und deckt nach vorne ein Sichtfeld von 150 Grad ab. Jedoch gehen die Funktionen über die reine Objekterkennung hinaus. Das System ist beispielsweise direkt mit der Vehicle Control Unit (VCU) vernetzt und bietet spezifische Sicherheitsfunktionen wie den Spurwechsel-Assistenten und eine Heckkollisionswarnung. Letztere registriert Fahrzeuge, die sich mit hoher Differenzgeschwindigkeit von hinten nähern, und aktiviert im Notfall die Warnblinkanlage.

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Außerdem wird die Sensorik durch eine integrierte Dual-Dashcam mit 1080p-Auflösung ergänzt. Die Weitwinkel-Kameras zeichnen sowohl den Bereich vor als auch hinter dem Fahrzeug auf einem dedizierten Speicher von bis zu 256 GB auf. Gesteuert werden diese Funktionen über ein zentrales 5-Zoll-TFT-Display, das als Schnittstelle für die „Violette A.I.“ dient – eine Software-Suite, die zudem Bewegungs- und Sturzalarme direkt an das Smartphone des Fahrers sendet.

Effizienz und Fahrdynamik im Fokus

Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 30 kW (40 PS) und einem Drehmoment von 100 Nm. Rechnerisch ergibt sich daraus ein Drehmoment von 610 Nm am Hinterrad, was eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,1 Sekunden ermöglicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 145 km/h begrenzt. Darüber hinaus bietet der fest im Rahmen verbaute Akku eine Kapazität von 10,3 kWh. Obwohl der Hersteller nach dem indischen IDC-Zyklus eine Reichweite von bis zu 323 km angibt, ist im europäischen Mischbetrieb eher mit realistischen 150 bis 200 km zu rechnen. Ein zentrales technisches Merkmal ist die 9-stufige Rekuperation, die es Fahrern erlaubt, die Bremsenergierückgewinnung präzise an das Gelände oder den individuellen Fahrstil anzupassen. Unterstützt wird dies durch die Dynamic Stability Control (UV DSC), die das Dual-Channel-ABS nahtlos mit der motorischen Bremswirkung abstimmt.

elektromotorrad-ultravioletteTechnische Daten der Ultraviolette X-47 Recon

Merkmal Technische Daten
Motorleistung (Peak) 30 kW (ca. 40 PS)
Drehmoment (Motor) 100 Nm
Drehmoment (Hinterrad) 610 Nm
Höchstgeschwindigkeit 145 km/h
Beschleunigung 0–100 km/h 8,1 Sekunden
Batteriekapazität 10,3 kWh (fest verbaut)
Reichweite (IDC / Real) 323 km (IDC) / ca. 150–200 km (realistisch)
Onboard-Ladegerät 1,6 kW (luftgekühlt)
Ladezeit (20% auf 80%) ca. 4 Stunden (via Onboard-Lader)
Fahrwerk (vorne/hinten) 41 mm USD-Gabel / Monoshock (170 mm Federweg)
Bodenfreiheit 200 mm
Sitzhöhe 820 mm
Gewicht (fahrfertig) ca. 207 kg
Sicherheitssysteme UV HyperSense Radar (Gen 6), UV DSC, 2-Kanal ABS
Bereifung 110/70 R17 (v) / 150/60 R17 (h)

Einordnung im Markt: Ultraviolette vs. Verge

Im Vergleich zu anderen aktuellen Elektro-Motorrädern wie dem Verge TS Pro verfolgt die X-47 einen anderen Ansatz. Während Verge mit dem markanten nabenlosen Hinterradmotor und einem Fokus auf extreme Performance (z.B. 25 kW Ladeleistung) – inklusive Feststoffakku-Optionen und bis zu 200 kW Ladeleistung – punktet, setzt Ultraviolette auf zugängliche Crossover-Ergonomie und fortschrittliche Sensorik. Die X-47 bietet mit 200 mm Bodenfreiheit und längeren Federwegen (170 mm) deutlich mehr Vielseitigkeit für schlechtere Straßenbeläge als rein sportlich orientierte Ultraviolette-Modelle. Während das Verge TS Pro eher das High-End-Segment bedient, positioniert sich die X-47 als technologisch führende, aber preislich attraktivere Alternative im Mittelklasse-Segment. Neben der X-47 bringt der indische Hersteller künftig noch weitere elektrische Modelle auf den europäischen Markt ‒ vom Crossover bis zum Rennsport-Superbike.

Quellen / Weiterlesen

Ultraviolette präsentiert die X-47 Crossover in Deutschland – das erste Motorrad seines Segments mit integriertem intelligentem Radarsystem | Pressemitteilung vom 20.02.2026 via E-Mail
Bilderquelle: © Ultraviolette
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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