Trotz des Wegfalls staatlicher Kaufprämien erreicht die Wirtschaftlichkeit elektrischer Gewerbeflotten im März 2026 einen neuen Höchststand. Angesichts der steigenden Dieselpreise, die nun die Marke von 2,00 € pro Liter überschreiten, rücken die betrieblichen Vorteile der E-Mobilität immer mehr in den Fokus. Bisherige Argumente ‒ Reichweite, Ladeinfrastruktur und fehlende Förderung ‒ sind spätestens mit den hohen Kraftstoffpreisen hinfällig.
Eine aktuelle Analyse der Kazenmaier Leasing GmbH zeigt, dass die variablen Kosten eines Elektroautos pro 100 Kilometer inzwischen rund 63% unter denen eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs liegen. Für Fuhrparkbetreiber bedeutet dies eine erhebliche Entlastung der Betriebskosten und eine gesteigerte Planungssicherheit in einem volatilen Energiemarkt. Gleichzeitig gewinnt die Elektrifizierung von Fuhrparks im Kontext der betrieblichen Dekarbonisierung zunehmend an Bedeutung.
Überblick: Kostenvergleich und Sparpotenzial (März 2026)
- Referenz-Fahrzeuge: Tesla Model 3 Long Range (Dual Motor AWD) vs. Mercedes-Benz C-Klasse.
- Ersparnis: E-Pkw kostet pro 100 km rund 63% weniger als Dieselfahrzeuge und 7,5 Cent/km.
- Kostenbasis: Diesel rund 2,00 €/l und DC-Laden rund 0,65 €/kWh.
- Jahresersparnis: ca. 3.000 € weniger variable Kosten pro Fahrzeug bei 40.000 km Laufleistung.
- Flotten-Beispiel: 300.000 € Ersparnis pro Jahr bei 100 Fahrzeugen.
- Zusatzfaktoren: Einnahmen durch THG-Quote, Wegfall der CO2-Steuer.
- Planbarkeit: Geringere Abhängigkeit von volatilen Kraftstoffpreisen.
- Zielgruppe: Hoher Hebel für Pflegedienste, Behörden und den ÖPNV.
Wirtschaftlichkeit gewerblicher E-Flotten im März 2026
Die Entscheidung für oder gegen den elektrischen Antrieb im Fuhrpark wurde zuletzt häufig von der Unsicherheit über auslaufende Förderprogramme beeinflusst. Doch die aktuelle Marktsituation relativiert diese Bedenken durch rein operative Kostenvorteile. Während die Preise an den Tankstellen durch die geopolitische Lage und die steigenden CO2-Abgaben massiv unter Druck stehen, bleibt die Kalkulationsbasis für elektrische Flotten stabiler. Selbst bei durchschnittlichen Strompreisen für DC-Laden von rund 0,65 €/kWh (Stand März 2026) gleichen somit die geringeren Betriebskosten den Wegfall der staatlichen Subventionen aus. Für viele Unternehmen entwickelt sich die Umstellung auf elektrische Fahrzeuge damit zunehmend zu einer langfristigen CO₂-Reduktionsstrategie innerhalb der eigenen Mobilitätsplanung.
Direkter Kostenvergleich: Tesla Model 3 vs. Mercedes C-Klasse
In einem detaillierten Vergleich der Kazenmaier Leasing GmbH wurden die variablen Nettokosten – bestehend aus Energie, Wartung, Verschleiß und Steuern – eines Elektrofahrzeugs und Verbrenners analysiert. Im Vergleich standen dabei ein Tesla Model 3 Long Range (Dual Motor AWD) und eine Mercedes-Benz C-Klasse. Bereits in der Kalkulation des Vorjahres schnitt das Elektrofahrzeug deutlich besser ab. Ausschlaggebend hierfür ist unter anderem die CO2-Steuer, die den Betrieb von Dieselfahrzeugen systematisch verteuert. Darüber hinaus verstärkt die aktuelle Preisentwicklung bei fossilen Kraftstoffen diesen wirtschaftlichen Vorteil zusätzlich. Auch das Ergebnis der aktuellen Berechnung zeigt, dass die Kosten pro 100 Kilometer beim Elektro-Pkw um 63% niedriger sind als beim Verbrenner-Pendant.
Infobox 2: Wirtschaftlichkeitsvergleich (Stand März 2026)
| Parameter | Elektro (Tesla Model 3 LR) | Diesel (Mercedes C-Klasse) |
|---|---|---|
| Energiekosten | ca. 0,65 €/kWh (DC) | rund 2,00 €/Liter |
| Kostenersparnis | 63% geringer | Referenzwert |
| Einsparung p.a. | ~ 3.000 € (bei 40.000 km) | – |
| Vorteile | THG-Quote, keine CO2-Steuer | Hohe Belastung durch CO2-Steuer |
Planungssicherheit durch Elektrifizierung und THG-Quote
Außerdem ist vor allem die Reduzierung externer Abhängigkeiten ein starkes Argument für den Umstieg. Fossile Kraftstoffe reagieren z.B. hochsensibel auf globale Krisen, was die Budgetplanung für Fuhrparkmanager zunehmend erschwert. Im Gegensatz dazu bieten elektrische Fahrzeuge eine bessere Vorhersehbarkeit bezüglich der laufenden Kosten. Zusätzlich zur direkten Ersparnis bei den Energiekosten wirkt sich die THG-Quote positiv auf die Gesamtrechnung aus, weil deren stabilisierte Erlöse die Bilanz pro Fahrzeug weiter verbessert. Somit wird die Elektrifizierung des Fuhrparks zunehmend nicht nur zu einer Kostenentscheidung, sondern auch zu einer strategischen Entscheidung im Flottenmanagement von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
Ersparnis pro Auto: 3.000 € jährlich und 7,5 Cent/km
Bei einer jährlichen Fahrleistung von 40.000 Kilometern ergibt sich laut Analyse eine Einsparung von rund 3.000 Euro pro Fahrzeug. Das entspricht einer Differenz von etwa 7,5 Cent pro Kilometer zwischen den variablen Kosten eines Elektroautos und eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs. Da Elektrofahrzeuge laut Berechnung rund 63 Prozent geringere variable Betriebskosten verursachen, lassen sich daraus auch die zugrunde liegenden Kosten pro Kilometer ableiten. Während die variablen Kosten eines Diesel-Pkw bei rund 11,9 Cent/km (Energie bei 2,00 €/l + Steuer + Wartung) liegen, betragen sie bei einem Elektrofahrzeug etwa 4,4 Cent/km (Energie bei 0,65 €/kWh + Wartung – THG-Quote). Die Differenz entspricht der genannten Einsparung von rund 7,5 Cent pro Kilometer.
- Ersparnis pro Kilometer: 3.000 € ÷ 40.000 km = 0,075€/km
- Gesamtkostenbasis (Diesel): 0,075 € ÷ 0,63 = 0,119 €/km (Variable Kosten Diesel)
- Gesamtkostenbasis (Elektro): 0,119 € × 0,37 = 0,044 €/km (Variable Kosten Elektro)
- Differenz (Netto): 7,5 Cent/km
- Ersparnis pro E-Auto (40.000 km): 40.000 × 0,075 € = 3.000 €
- Ersparnis E-Flotte (100 Fahrzeuge): 100 × 3.000 € = 300.000 €
Branchenspezifische Potenziale und Services
Besonders für Organisationen mit hohem Mobilitätsaufwand, wie Pflegedienste oder Unternehmen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), stellen die Fahrzeugkosten einen der größten Ausgabeposten dar. Hier wirkt der Wechsel der Antriebsart als direkter Hebel zur Sicherung der unternehmerischen Wirtschaftlichkeit. Obwohl bundesweite Kaufprämien reduziert wurden, existieren je nach Bundesland weiterhin spezifische Förderprogramme für den Ausbau der Ladeinfrastruktur oder die Anschaffung von Nutzfahrzeugen. Full-Service-Leasinganbieter unterstützen hierbei nicht nur durch die Bereitstellung der Hardware, sondern auch durch die Abwicklung von Versicherung, Wartung und Beantragung regionaler Zuschüsse.
Kazenmaier als Full-Service-Leasinganbieter
Die Kazenmaier Leasing GmbH aus Karlsruhe ist ein unabhängiger Full-Service-Dienstleister, der Unternehmen bei der Finanzierung ihrer Elektroflotte unterstützt und sich in acht Jahrzehnten vom regionalen Vermieter zum Experten für Elektromobilität entwickelt hat. Das Portfolio für Unternehmen, Behörden und den ÖPNV umfasst das Leasing von Pkw (BEV), Nutzfahrzeugen, E-Bussen, Wasserstofffahrzeugen und Diensträdern. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der Beratung über Versicherungen und Reparaturen bis hin zu Tankkarten und der Unterstützung bei Förderanträgen für die Ladeinfrastruktur.
Quellen / Weiterlesen
Bildquelle: © Kazenmeier


