Doppelbelastung durch Netzentgelte: Keine fairen Wettbewerbsbedingungen für Energiespeicher

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faire-wettbewerbsbedingungen-energiespeicherDie wirtschaftlichen Bedingungen für den Betrieb von Batteriespeichern, Pumpspeicherkraftwerken und Power-to-Gas-Anlagen haben sich in den letzten Jahren verschlechtert: Darauf weisen verschiedene Energieverbände in einem offenen Brief hin. Die Verbände appellieren an die Politik, einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

Doppelbelastung durch Netzentgelte behindert wirtschaftlichen Betrieb

Zu den Unterzeichnern des an die Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Wirtschaft und Energie sowie Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gerichteten Schreibens gehören zum Beispiel der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, der Bundesverband Erneuerbare Energie oder der Verband kommunaler Unternehmen. Besonders kritisiert wird die Einstufung von Speichern als „Letztverbraucher“. Dies führt dazu, dass die Speicherung von Strom doppelt mit Entgelten belastet werde, einmal beim Beladen des Speichers und noch einmal nach der Ausspeicherung beim Verbraucher. Diese Doppelbelastung stehe einem wirtschaftlichen Betrieb entgegen und würde zudem der Funktion eines Speichers, nämlich Energieaufnahme, Speicherung und zeitlich verzögerter Ausspeisung, nicht gerecht.

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Aktuelle Projekte stehen auf der Kippe

Die Verbände weisen darauf hin, dass infolgedessen aktuell systemrelevante Pumpspeicherkraftwerke von der Stilllegung bedroht seien. Neubauprojekte würden gestoppt und anderen Technologien wie Batterien oder Power-to-Gas-Anlagen würde die Marktteilnahme erschwert. Speicher dürften demnach nicht als Letztverbraucher eingestuft werden.

Ein Wettbewerbsnachteil bestehe auch innerhalb Europas: In anderen europäischen Ländern würden Energiespeicher teilweise gar nicht oder nur in geringerem Maße mit Netzentgelten belastet, was ausländischen Speichern einen Wettbewerbsvorteil verschaffe. Gerade im Hinblick auf die wachsende Bedeutung von Speichertechnologien für die Energiewende und den internationalen Boom in diesem Bereich könne es also nicht im deutschen Interesse sein, den Speicherzubau zu behindern.

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Die Verbände fordern die Politik dazu auf, das aktuelle Verfahren zum Strommarktgesetz zu nutzen, um Energiespeicher rechtlich und ordnungspolitisch sinnvoll einzustufen und damit einen fairen Wettbewerb sicherzustellen.

Quelle: Energieverbände fordern faire Wettbewerbsbedingungen für Energiespeicher – Netzte & Speicher – EnergieAgentur.NRW
Bildquelle: © Tim Berk / pixelio – www.pixelio.de

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