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Superkondensatoren: Skeleton will die Bremsenergie von Zügen speichern

Der Superkondensator-Hersteller Skeleton aus Estland plant ein Projekt mit dem polnischen Unternehmen ZPUE. Leistungsfähige Superkondensatoren werden ab 2023 an Bahnhöfen die Bremsenergie von Zügen...
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sonnen übernimmt spanisches Unternehmen Webatt Energia

Spanien ist inzwischen einer der größten Märkte für Photovoltaik in Europa. Jetzt hat der deutsche Speicherhersteller sonnen 100 Prozent der Anteile des spanischen Solarspezialisten...
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SolarEdge eröffnet Batteriefabrik in Südkorea

SolarEdge und seine Tochtergesellschaft Kokam haben die Batteriefabrik „Sella 2“ eröffnet. Das Werk befindet sich in Chungbuk in Südkorea und soll Batteriezellen für den...
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Tesla: Akkus mit einer Lebensdauer von 100 Jahren

Seit 2016 betreibt Tesla eine eigene Batterieforschungsabteilung in Zusammenarbeit mit dem Batteriespezialisten Jeff Dahn von der kanadischen Dalhousie University. Diese hat kürzlich ein Paper...
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Lithium-Luft-Batterie mit rekordverdächtiger Energiedichte

Eine neue Lithium-Luft-Batterie aus Japan erreicht eine doppelt so hohe Energiedichte wie heutige Lithium-Ionen-Batterien. Entwickelt hat sie das japanische National Institute for Materials Science...
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Superkondensator absorbiert beim Aufladen CO2 aus der Luft

Ein Forscherteam an der Universität Cambridge hat einen Superkondensator entwickelt, der beim Aufladen CO2 aus der Luft aufnimmt. Beim Entladen wird es kontrolliert wieder...
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Festkörperakkus: ProLogium erhält weitere Finanzierung

Prologium und Posco Holdings haben eine Zusammenarbeit im Bereich Festkörperakkus angekündigt. Sie wollen gemeinsam Anodenmaterialien, Silizium-Kathodenmaterialien und Elektrolyten für die Festkörperbatterien von Prologium entwickeln....
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Mullen: Fortschritte bei Festkörper-Polymer-Batterien für Elektroautos

Die Partnerschaft von Mullen Automotive mit dem chinesischen Hersteller LGG (Linghang Guochuang Group) verläuft planmäßig. Die Partner haben einer Mitteilung nach begonnen, ihre Festkörper-Batteriezellen...
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Volvo investiert in StoreDot

StoreDot entwickelt Batterien, die in fünf Minuten Strom für 160 Kilometer nachladen können. Volvo Cars investiert über seinen hauseigenen Tech Fund in das Start-up,...
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Farasis: Neue Batteriezelle lädt in unter 15 Minuten

Farasis Energy erweitert seine neuste Batteriezell-Generation um eine Ultra High Power-Variante. Sie soll alle Bedürfnisse von Elektroauto-Käufern abdecken, indem sie eine hohe Reichweite bietet...
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Energiekrise: Nachfrage nach Stromspeichern von Tesvolt steigt

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Digitaler Batteriepass soll Batterien umweltfreundlicher machen

Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium stellt 8,2 Millionen Euro für einen neuen Produktpass für Batterien bereit. Entwickeln soll ihn ein Konsortium, zu dem unter anderem...
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Weltweit erste Fabrik für Feststoffbatterien entsteht in der Schweiz

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Deutliche Leistungssteigerung bei Meerwasserbatterien

Meerwasserbatterien haben großes Potenzial für maritime Anwendungen. Bisher waren sie jedoch teuer und nicht leistungsfähig genug. Forscher aus Korea haben ein neues Anodenmaterial entwickelt,...

Stromspeicher

Mit der Hilfe eines Stromspeicher wird erzeugte Energie für die spätere Nutzung gespeichert. Auf Grund technischer Schwierigkeiten, ungenügender Kapazität oder Stillstandsverlusten kann die Speicherung einer Energieform ungünstig sein und es sich anbieten, die Energie in eine andere Form umzuwandeln und so zu speichern. Im Bedarfsfall wird die Energie zurückgewandelt.

Die klassischen speicherfähigen Energieträger sind Kohle, Gas, Erdöl und Uran, da sie sich auch über weite Entfernungen zwischen Lagerstelle und Kraftwerk transportieren lassen. Die Nutzung regenerativer Energien nimmt auch aus dem Grund zu, weil es beim Transport durch die Fernleitungen generell zu Verlusten kommt. Durch die Möglichkeit der Speicherung von Energie können daher Maßnahmen getroffen werden, die für eine Stromversorgung mit konstanter Leistung sorgen.

Die verschiedenen Arten von Stromspeichern werden in der Regel in folgende Kategorien unterteilt:

Mechanische Energiespeicher

Zu den mechanischen Energiespeichern gehören etwa Druckluft- und Pumpspeicherkraftwerke sowie Federn, die potentielle Energien bzw. Lageenergien nutzen. Auch Schwungräder, die kinetische bzw. Bewegungsenergien speichern, gehören in diese Kategorie.

Chemische Stromspeicher

Chemische Energie wird in anorganischer Form z.B. durch Batterien, wiederaufladbare Akkus, Wasserstoff oder Redox-Flow-Zellen gespeichert. Hier wird thermische oder elektrische Energie, die sich in der Regel schlecht speichern lässt, mittels chemischer Reaktionen indirekt gespeichert. In diese Kategorie fällt etwa der Bleiakkumulator, der als Starterbatterie in Fahrzeugen verwendet wird. Er arbeitet auf Grundlage von „Redox-Reaktionen“, einer Kombination von Reduktion und Oxidation.

Auch eine andere Form der galvanischen Zelle, die „Redox-Flow-Zelle“, funktioniert nach diesem Prinzip. Sie besteht aus zwei Halbzellen, die eine Membran verbindet, und nutzt eine Lösung von Salzen in einem Lösungsmittel aus anorganischen oder organischen Säuren als Elektrolyt.

Elektrische Stromspeicher

Elektrische Energiespeicher werden unterteilt in Kurzzeitspeicher, Langzeitspeicher und Elektro-Chemische Speicher. Immanente Kurzzeitspeicher sind Kondensatoren, die auch als „Super Caps“ bezeichnet werden, Schwungmassen und supraleitende magnetische Energiespeicher, kurz SMES. Vor allem für den kontinuierlichen Netzempfang sind Kurzzeitspeicher von hoher Bedeutung. Für eine längerfristige Energienutzung und für die Spitzenbedarfsdeckung kommen Pumpspeicherkraftwerke, Akkumulatoren und Druckluftspeicherwerke zum Einsatz. Als Elektro-Chemische Speicher kommen vor allem Akkus und Batterien zum Einsatz, etwa als Antrieb in Elektrofahrzeugen oder zum kurzfristigen Ausgleichs eines hohen Strombedarfs. Eine weitere erfolgversprechende Methode dieser Kategorie könnte Wasserstoff als elektrischer Energiespeicher sein. In der Praxis wird dieses Verfahren jedoch noch nicht angewandt.

Thermische Energiespeicher

Thermische Energiespeicher sind Wärme- bzw. Fernwärmespeicher, die sich wiederum in Hoch- und Niedertemperatur und Kurz- und Langzeitspeicher unterteilen lassen. Die Wirtschaftlichkeit einer Speicherung von Nachtstrom ist mittlerweile fraglich, weitaus mehr Interesse gilt Solarkollektoren zur Nutzung von Strahlenenergie der Sonne.

Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern

In der Regel steht die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens bei der Energiespeicherung im Vordergrund, der Fokus liegt auf Investitions- und Betriebskosten der Anlage und Gesamtwirkungsgrad. Vor allem bei großen Anlagen geht es nicht um eine kurzfristige Erhöhung der Leistung. Bei kleinen Anlagen kann dies manchmal der Fall sein, wenn die Leistungsabgabe der ursprünglichen Energiequelle nicht ausreicht.

Bedarf an Stromspeichern

Im Zuge der Energiewende wird sich langfristig ein zusätzlicher Bedarf an Stromspeichern ergeben. Auf wirtschaftlicher Ebene konkurrieren die Speichermethoden dabei mit Alternativen wie Demand Side Management, Demand Response, der Nutzung von zusätzlichen Stromleitungen oder Synergieeffekten. Ab der zweiten Phase der Energiewende, in der wir uns in Deutschland mittlerweile befinden, müssen zusätzliche Maßnahmen erfolgen. Hier wird auch der Einsatz von Kurzfristspeichern sinnvoll. Langzeitspeicher werden erst zu einem späteren Zeitpunkt notwendig, wenn es im Stromnetz längere Stromüberschüsse gibt.