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Die Speicherförderung der KfW für kleine Stromspeicher läuft zum Jahresende aus. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) fordern jetzt eine Fortsetzung der Förderung. In einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mahnen sie: Ohne Förderung sind Speichersysteme aktuell kaum wirtschaftlich, doch sie werden dringend für die Energiewende benötigt. Die Partner machen einen konkreten Vorschlag, wie die Unterstützung sinnvoll aussehen könnte.

Deutschland braucht acht Millionen Stromspeicher

speichermarktentwicklung
Quelle: HTW Berlin

In den letzten Jahren gingen dank der KfW-Förderung zehntausende Stromspeicher in Deutschland neu ans Netz. Sie speichern sauberen Strom, meist aus PV-Anlagen, und tragen auch zur Netzstabilisierung bei. Aktuell sind etwa 100.000 Speicher am Netz, doch diese Zahl reicht nach Ansicht von DGS und HTW nicht aus. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es mindestens acht Millionen Solarspeicher auf deutschen Dächern, schreiben sie.

Ohne Förderung sind die Systeme nicht wirtschaftlich

Die aktuelle Förderung sollte deshalb nicht wie geplant abrupt enden, heißt es in dem offenen Brief. Dies würde zu Unsicherheiten bei der Installation von Speichersystemen führen, da die Systeme ohne Förderung deutlich weniger wirtschaftlich seien. Außerdem würde damit gleichzeitig die Vorgabe zur Netzdienlichkeit von Solarspeichern wegfallen, was nicht im Sinne der Energiewende sei.

Förderung nicht an einen Kredit koppeln

Deshalb sollte die Förderung kleiner Stromspeicher in einem vernünftigen Maßstab fortgesetzt werden. DGS und HTW schlagen einen Zuschuss von 250 Euro je Kilowattstunde bis maximal 1.500 Euro vor sowie eine pauschale Innovationsförderung von 1.000 Euro bei netzdienlichem Speicherbetrieb. Je 500 Euro Bonus sollte es geben, wenn der Stromspeicher mit einer lastenmanagementfähigen Ladestation für Elektroautos bzw. einer lastenmanagementfähigen Wärmepumpenanlage kombiniert wird. Die Partner empfehlen eine Förderung über die BAFA. Viele hätten die Kopplung an einen Kredit wie bei der KfW-Speicherförderung als nachteilig empfunden.

Speicher werden günstiger mit steigender Nachfrage

Um die Energiewende voranzubringen und die Klimaziele zu erreichen, brauche Deutschland ab 2030 mindestens 400.000 neue Solarspeichersysteme pro Jahr, wenn man von einer Betriebsdauer von 20 Jahren ausgeht. Die Partner schätzen jedoch, dass 2018 in Deutschland nur 40.000 Systeme neu hinzukommen. Zentral für den Zuwachs ist ein wirtschaftlicher Betrieb, der über Skaleneffekte umso schneller gegeben sein wird, je mehr sich Solarspeicher verbreiten. Die Systemkosten könnten sich so halbieren. Ohne Förderung würden diese Kosten jedoch in absehbarer Zeit nicht unter 500 Euro je Kilowattstunde fallen, warnen DGS und HTW.

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Quellen / Weiterlesen


HTW Berlin und DGS fordern BAFA-Förderung für Photovoltaik-Speicher | pv magazine
Notwendigkeit der weiteren Solarstromspeicher-Förderung | htw
Bildquelle: Pixabay
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