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In Deutschland sind mittlerweile 100.000 Solarspeicher am Netz! Der 100.000. Speicher wurde Ende August in Eichwalde bei Berlin feierlich in Betrieb genommen. Und die Zahl der Speicher könnte sich schon innerhalb von zwei Jahren verdoppeln. Jetzt ist die Politik gefordert, das Potential von Stromspeichern für die Energiewende endlich wahrzunehmen.

Speicher immer wichtiger für die Energiewende

Dass Speicher die Energiewende unterstützen, hat die Politik immerhin erkannt. Deshalb war bei der Inbetriebnahme des Speichers in Eichwalde auch Thomas Bareiß anwesend, der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Bareiß betonte, dass Stromspeicher die Stromnetze schon jetzt stützen und in Zukunft immer wichtiger würden. Sie erweiterten schon jetzt die Flexibilitätsoptionen für ein intelligentes Lastmanagement, sagte er. Solche flexiblen Lösungen würden dazu beitragen, die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland auch künftig zu gewährleisten.

Speicherhersteller Solarwatt sieht großes volkswirtschaftliches Potential

solarbatterien-deutschlandEbenfalls bei der Veranstaltung anwesend waren Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) und Solarwatt-Geschäftsführer Detlef Neuhaus. Der Heimspeicher, der in Eichwalde jetzt in einem Einfamilienhaus Solarstrom speichert, ist das Modell „MyReserve“ von Solarwatt. Neuhaus forderte von der Politik den Abbau von regulatorischen Hindernissen für Stromspeicher. Diese würden letztendlich Jobs kosten. Er wies darauf hin, dass Deutschland schon bei PV-Modulen den Spitzenplatz an asiatische Hersteller verloren habe. Nun habe man die große zweite Chance, ein Zeichen zu setzen. Der Zuspruch der Menschen für Ökostrom sei groß, sie seien bereit, ihren Strom selbst zu erzeugen und die Energiewende voranzubringen. Dieses volkswirtschaftliche Potential solle die Politik endlich nutzen, sagte Neuhaus.

Nächster Meilenstein schon in zwei Jahren

Das ist auch die zentrale Forderung des BSW-Solar. Geschäftsführer Körnig sagte, dass Stromspeicher bald zum gängigen Standard würden, wenn die Politik die Energiewende jetzt konsequent weiterführe. Momentan wird etwa die Hälfte aller neuen Solaranlagen gleich mit Speicher gekauft. Körnig geht davon aus, dass die Branche deshalb schon in zwei Jahren den nächsten Meilenstein von 200.000 Solarspeichern erreicht. Auch er wies darauf hin, dass Solarstromspeicher die Stromnetze stabilisieren und auch Blindleistung bereitstellen, die das Ortsnetz stützt. Dies wiederum verringere den nötigen Netzausbau, besonders für das Laden von Elektroautos. Außerdem könnten vernetzte Stromspeicher Regelenergie bereitstellen.

Registrierung der Stromspeicher bei der Bundesnetzagentur läuft schleppend

Übrigens sind von den 100.000 Stromspeichern in Deutschland erst gute 10.000 im Register der Bundesnetzagentur erfasst. Im Juli wurden knapp 1.000 Systeme neu registriert. Viele Besitzer von Heimspeichern sind also ihrer Meldepflicht bisher nicht nachgekommen, die für alle seit August 2014 in Betrieb genommenen Speicher besteht, wenn sie ausschließlich Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen speichern. Bisher sind bei der Bundesnetzagentur aber ohnehin nur vorläufige Registrierungen möglich. Die Behörde arbeitet noch an der Veröffentlichung ihres Marktstammdatenregisters, das Webportal soll am 4. Dezember offiziell online gehen. Bußgelder drohen bei einer verspäteten Meldung bisher aber nicht. Die 10.100 bisher gemeldeten Systeme haben eine Gesamtleistung von 60,8 Megawatt und ihre nutzbare Speicherkapazität liegt bei 53,1 Megawattstunden.

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Quellen / Weiterlesen:
100.000. Photovoltaik-Speicher in Deutschland in Betrieb genommen | pv magazine
100.000 Heimspeicher installiert | Gebäude Energieberater
977 EEG-Batteriespeicher im Juli neu gemeldet | pv magazine
Bildquelle: Pixabay

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6 KOMMENTARE

  1. Jetzt bin ich doch etwas enttäuscht, dass die infame Lüge des bekennenden Klimatrolls Hentinger, ich mache mich lustig über Leute, die Solarzellen auf ihrem Dach installieren, ungestraft stehen bleiben kann.

    Ich hoffe, diese Enttäuschung legt sich demnächst.

  2. ES REICHT, DU … [Del by Mod] ICH HABE MICH ÜBER NIEMANDEN LUSTIG GEMACHT, DER FOTOVOLTAIK AUF DEM DACH HAT! IM GEGENTEIL, ICH BEWUNDERE UND UNTERSTÜTZE DIESE LEUTE.

    [Del by Mod …. Alex1 bittet darum Hentinger zu sperren. Wir verfolgen die Diskussionen und freuen uns über den regen Austausch, aber wir lassen auch andere Meinungen zu.]

    Hier noch der Textteil, der Hentitrolls dümmlich-verlogene Ansichten zerlegt:

    Man sollte sich gewisse Videos eben ein paar mal und genau anschauen. Oder – falls eigener Sachverstand nicht reicht – auf seine gut(?)bezahlten Berater hören. Macht Trump aber auch nicht, aber er ist trotzdem Präse…

    Den Heztjägern ging es gar nicht um genaue Analysen oder gar um deutsche Staatsbürgerschaft, er reichte, wenn jemand „undeutsch“ aussieht. Hast Du das nicht gewusst?

    Strom aus ausländischen regenerativen Quellen ist Teil der deutschen Energiewende. Hast Du das nicht gewusst?

    Manche Trolle träumen anscheinend halt noch von einem autarrrken Teutschland 😆 Und das beim Exportvizeweltmeister. Wie doof kann man sein 🙄

  3. Wau, seit Jahren der konstruktivste Beitrag unserer ewigen Meckerliese Hentitroll!

    Aber natürlich wieder mit den diffamierenden wie grottenfalschen Begriffen wie „Zufallsstrom“.

    Genau diese privatwirtschaftliche Eignung für sauberen Strom hatte das EEG zum Ziel. Trotz aller Gülleergüsse von Klimatrotteln wie Hentitroll & Co und der beinharten Verweigerungspolitik der Politik (natürlich auf Weisung der Öl-, Atom- und Kohlemultis).

  4. Jetzt hätte ich Herrn Alex1 beinahe gefragt, wie in seinem Universum eine „Hetzjagd“ definiert ist und an welchen äußerlichen Merkmalen erkennt, ob jemand die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt oder nicht. Aber da wie alle diesen notorischen Schwätzer längst zur Genüge kennen, erspare ich es uns lieber.

    Putzig ist aber aber, wie er – als einer von denen, die sich elegant aus der „German Energiewende“ heraushalten und sich obendrein über die lustig macht, die selbst in eine PV-Anlage investieren, statt wie er einfach billigen Strom aus Skandinavien zu beziehen – sich nun künstlich darüber aufregt, dass sich „die anderen“ nicht genug für seine Energiewende engagieren.

  5. „Jetzt ist die Politik gefordert, das Potential von Stromspeichern für die Energiewende endlich wahrzunehmen.“

    Wie wahr, wie wahr! Aber die Politik kümmert sich zur Zeit einen feuchten Kehricht um die Energiewende und verniedlicht lieber Hetzjagden auf undeutsch Aussehende.

    Und um die Durchsetzung längst veralteter Technologien auf Kosten des 10.000-jährigen Hambacher Walds.

    Und auf Kosten von Zehntausenden Toten durch Luftverschmutzung.

  6. Ist doch schön, dass immerhin ein kleiner Teil der PV-Betreiber selbst die negativen Folgen der Zufallsstromerzeugung ein klein wenig abfedern. Da offenbar auch alle Beteiligten der Meinung sind, dass das unbedingt auch weiterhin so sein muss, sollte man endlich ins EEG aufnehmen, dass die Zufallsstromerzeuger selbst dafür sorgen müssen, dass sowohl Erzeugungsspitzen als auch Erzeugungseinbrüche ausgeglichen werden – möglichst auch bei Bestandsanlagen.

    Eine solche Vorschrift wäre eine Rückkehr zum Verursacherprinzip und würde nicht nur den Ausbau von Speichern deutlich steigern, sondern im Gegensatz zu neuen Fördergeldern gleichzeitig auch die Kosten für die Allgemeinheit massiv senken.

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