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Nachdem Tesla in Südaustralien kurzem den größten Batteriespeicher der Welt errichtet hat, geht es nun in die nächste Runde. In den nächsten vier Jahren startet dort das größte virtuelle Kraftwerk der Welt. Die Anlage aus 50.000 vernetzten Photovoltaikanlagen und Powerwall-Heimspeichern soll bis zu 250 Megawatt liefern und ist ein weiterer Schritt hin zu einer stabileren Energieversorgung in der Region. Die teilnehmenden Haushalte bekommen Solaranlage und Speicher umsonst.

Das virtuelle Tesla-Kraftwerk kann ein großes Kohlekraftwerk ersetzen

Die Regierung Südaustraliens setzt verstärkt auf Batteriespeicher, um die Energieversorgung zu stabilisieren. Der Tesla-Großspeicher kann 30.000 Haushalte bis zu einer Stunde lang mit Strom versorgen und soll im Falle eines Stromausfalles einspringen. Das jetzt geplante dezentrale Kraftwerk soll ebenfalls zu mehr Energiesicherheit beitragen, nachdem mehrere ältere Kohlekraftwerke vom Netz gingen und der Anteil erneuerbarer Energien steigt. Dazu werden auf 50.000 Dächern Photovoltaikanlagen installiert und mit dem Tesla-Heimspeicher Powerwall 2 kombiniert und vernetzt. Dieses virtuelle Kraftwerk soll dann bis zu 250 Megawatt liefern. Dies entspricht der Leistung eines großen Gasturbinen- oder Kohlekraftwerkes, teilte Tesla mit. Die Speicher werden aufgeladen, wenn viel Strom ins Netz eingespeist ist und die Preise niedrig sind. Bei steigender Nachfrage und Preisen wird der Strom wieder ins Netz abgegeben.

Finanzierung über Stromverkäufe

Die teilnehmenden Haushalte erhalten die Photovoltaikanlagen und Stromspeicher umsonst, die Kosten für das Projekt übernimmt der Staat. Es gibt eine Förderung der südaustralischen Regierung in Höhe von zwei Millionen australischen Dollar (1,27 Millionen Euro). Weitere 30 Millionen Dollar stammen aus einem Kredit des regionalen Renewable Technology Fund. Finanzieren soll sich das Kraftwerk aus Stromverkäufen. Die teilnehmenden Haushalte bekommen kein Geld für den erzeugten Strom, sollen aber bis zu 30 Prozent Energie pro Jahr einsparen können.

In der ersten Phase werden 1.100 Geringverdiener-Haushalte mit den Anlagen ausgestattet. Nach diesem Testlauf sollen 24.000 weitere Haushalte folgen. Später sollen sich alle südaustralischen Haushalte bewerben können und die verbleibenden 25.000 Haushalte bis 2022 in das System eingebunden werden. Die installierten Solaranlagen haben eine Leistung von 5 kWp, die Kapazität der Powerwall-Speicher liegt bei 13,5 kWh.

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Quellen / Weiterlesen:
Tesla soll weitere Netzspeicher in Australien bauen | golem.de
50.000 Powerwalls: Tesla baut das größte virtuelle Kraftwerk der Welt | t3n
Bildquelle: Wikipedia – By Jeremy from Sydney, Australia (Tesla Model S at Dealership) [CC BY 2.0]

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Prof. Dr. Johann Nagengast
Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und Promotion zum Thema „Outsourcing von Dienstleistungen“ an der Universität Regensburg war Johann Nagengast in verschiedenen internationalen Unternehmen in führenden Positionen tätig. Seit 2001 ist er Professor für Internationales Management und Project Management an der Technischen Hochschule Deggendorf. Als Trainer, Coach und Berater ist er intensiv in verschiedenen internationalen Projekten tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der praxisnahen und pragmatischen Vermittlung und unternehmensspezifischen Anwendung aller Aspekte des Projektmanagements.

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