Vor weniger als einem Jahr kündigte Elon Musk an, innerhalb von nur 100 Tagen einen großen Batteriespeicher in South Australia zu errichten, der die Stromversorgung in dem australischen Bundesstaat stabilisieren soll. Der Tesla-Chef hielt sein Versprechen, der Speicher ging noch vor der Deadline ans Netz. Inzwischen hat er bereits einen Stromausfall verhindert und zeigt: Mit dem System kann der zuständige Betreiber auch jede Menge Geld verdienen.

Reaktionszeit von 140 Millisekunden

Schon einen Monat nach Inbetriebnahme hat sich der Batteriespeicher in dem von Stromausfällen geplagten Südaustralien bewährt. Als im benachbarten Bundesstaat Victoria ein Kohlekraftwerk ausfiel, konnte die Stromversorgung in South Australia dank Teslas Speichersystem aufrechterhalten werden. Es dauerte nur 140 Millisekunden, bis gespeicherter Strom ins Netz eingespeist wurde. Damit ist das System viel schneller als die sonst eingesetzten Notfallgeneratoren. Diese sind erst nach 10 bis 15 Minuten bereit, das südaustralische Gaskraftwerk Torrens Island braucht sogar 30 bis 60 Minuten. Der Batteriespeicher leistet 100 Megawatt und hat eine Kapazität von 129 Megawattstunden. Damit kann er 30.000 Haushalte eine Stunde lang mit Strom versorgen.

Der Betreiber hat in nur zwei Tagen geschätzte 650.000 Euro verdient

Außerdem ist der Stromspeicher für seinen Betreiber, den französische Energieversorger Neoen, inzwischen ein gutes Geschäft. Von der Gesamtkapazität muss Neoen nämlich nur 39 MWh für den Netzausgleich bereithalten. Den Rest kann am Strommarkt frei verkauft werden. Wie das Onlineportal Renew Economy überschlagen hat, dürfte Neoen im Januar in nur zwei Tagen umgerechnet 650.000 Euro mit dem System verdient haben. Neoen speist den Strom dann ins Netz ein, wenn die Preise dank starker Nachfrage gerade besonders hoch sind. Das können aufgrund der Hitzewelle in Südaustralien und der schwankenden Strompreise dort bis zu 14.000 australische Dollar pro Megawattstunde sein. Das sind umgerechnet etwa 9.000 Euro.

Der Tesla-Speicher zeigt damit eindrucksvoll das Potential von großen Batteriespeichern sowohl für die Netzstabilisierung als auch als Geschäftsmodell für Energieversorger und für die Energiewende: Die Batterie nutzt überschüssigen Strom aus einem nahegelegenen Windpark, wenn dieser nicht sofort ins Netz eingespeist wird. Das System ist übrigens der derzeit größte Lithium-Ionen-Speicher dieser Art weltweit.

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Quellen / Weiterlesen:
Tesla Mega battery made about 650,000 euros in two days | euronews
Energieunternehmen verdient gut mit Teslas Netzspeicher | golem.de

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Prof. Dr. Johann Nagengast
Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und Promotion zum Thema „Outsourcing von Dienstleistungen“ an der Universität Regensburg war Johann Nagengast in verschiedenen internationalen Unternehmen in führenden Positionen tätig. Seit 2001 ist er Professor für Internationales Management und Project Management an der Technischen Hochschule Deggendorf. Als Trainer, Coach und Berater ist er intensiv in verschiedenen internationalen Projekten tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der praxisnahen und pragmatischen Vermittlung und unternehmensspezifischen Anwendung aller Aspekte des Projektmanagements.

20 KOMMENTARE

  1. Ach Gottchen nee, Du hast Eins vergessen: Deine geliebten Kohledreckschleudern 😆

    Es wird aber schon wieder klar: Deine Denke ist 100 Jahre im Verzug. Danke für die Bestätigung 😀

  2. Nachdem Sie Ihren eigenen Schwachsinn nun ausgiebig selbst widerlegt haben, bleibt nur noch eine Frage übrig, Alex1:

    Wer liefert in Deutschland seit rund 100 Jahren die notwendige Regelenergie?

    [ ] Windräder
    [ ] Batterien
    [ ] Elon Musk
    [ ] Außerirdische

  3. Der Wortverdreher kann es halt nicht lassen. Wo schrub ich, dass Windenergie „Science-Fiction-Technik“ ist? Deine krumme Fantasie möchte ich nicht haben 🙄

    Ach, Du wolltest zeigen, dass Windenergie uralt ist? Und weißt offensichtlich nicht, dass sie Jahrtausende vor 1932 schon genutzt wurde? Schon wieder ein epic fail.

    Und jetzt willst Du mir weismachen, vor 1932 gab´s keine Nazis? Schon wieder ein epic fail.

    Deine logischen Ausfälle werden immer krasser.

    Derweil wird sogar der deutsche Strommix immer grüner und eMusk verdient immer mehr Geld mit seinen umwelt- und klimafreundlichen Technologien. Unbeeindruckt von Hentingers Klimatrollereien.

  4. Jaja Alex1, sie können die Wortverdreherei einfach nicht lassen. Ist vermutlich pathologisch.

    Wo habe ich denn geschrieben, dass die Windenergie „pfui“ ist, weil schon die Nazis dafür geschwärmt haben? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Ihre angebliche Science-Fiction-Technologie uralt ist.

    Und wenn das alles doch selbst Ihrer Meinung nach schon vor dem Dritten Reich erfunden wurde (was außer Ihnen ja auch niemand bestritten hat), warum ist dann ein Hinweis auf ein Dokument aus dem Jahr 1932 für Sie eine „Nazi-Keule“?

    Oder wollen Sie lediglich plump von Ihren Lügen ablenken, indem Sie sich auch noch als Nazi-Opfer darstellen?

    Boah, wird mir grad schlecht…

  5. War doch klar, dass ein rechter Klimatroll alsbald mit der Nazi-Keule kommt 😆

    Weil also Leute im 3. Reich über Windenergie nachdachten, ist sie pfui? Wie peinlich ist doch die Gedankenwelt eines Klimatrolls.

    Leute im 3. Reich dachten auch über Autobahnen nach. Lehnst Du die deshalb ab?

    Leute im 3. Reich dachten auch über elektrischen Strom nach. Lehnst Du den deshalb ab?

    Und ja, bevor Du Dich aufplusterst und mir wieder alles Mögliche unterstellst: Weder Windräder noch die Autobahn noch die Elektrifizierung wurden vom 3. Reich erfunden.

  6. Och Alex1, Ihre Strategie ist genauso durchsichtig, wie langweilig: Irgend einen geistigen Dünnschiss raushauen und wenn jemand nach Belegen fragt, einfach behaupten, dass Sie die irgendwann schonmal geliefert hätten (was natürlich jedes mal eine Lüge ist). Mag ja durchaus sein, dass diese Strategie in Ihrem privaten Umfeld wunderbar funktioniert – aber in einer Online-Diskussion, wo man all Ihre Beiträge auch nach Monaten und Jahren noch lesen kann, ist das einfach nur peinlich.

    Und dass ausgerechnet jemand, der auf Windräder und Batterien setzt, ernsthaft anderen vorwerfen will, sie würden auf „Antworten von Vorgestern“ vertrauen, ist nichtmal mehr lächerlich, sondern nur noch erbarmenswert.

    Gerade Sie kennen doch sicher das Buch „Technik und Wirtschaft im Dritten Reich“ von Franz Lawaczeck aus dem Jahr 1932.
    https://archive.org/details/B-001-001-049

    Für alle anderen mal ein Zitat daraus:

    „Den KOSTENFREIEN WIND in Windrädern ausnützen, brächte wichtigste Förderung der Energiewirtschaft, jedoch nicht nach dem Vorbild der alten Windmühlen, sondern durch NEUE GROSSMITTEL: WINDRÄDER von wenigstens 1000 KILOWATT Leistung wären für wirtschaftlichen Betrieb erforderlich, wenn deren Alagenkosten nicht höher werden sollen als die von WÄRMEkraftmaschinen, deren BETRIEBSKOSTEN jedoch tief vermindert werden.
    Das ist technsch und wirtschaftlich möglich. Damit eröffnet sich ein ungeheures, lebenswichtiges Gebiet der Kraftversorgung, das hier trotzdem nur angedeutet wird, weil uns stetige Winde fehlen, weil uns nur Abstufungen geboten sind, zwischen langer Windstille bis zum Sturm, während andere Weltteile sich ständiger Winde erfreuen, so daß diese Aufgaben dort viel größere Bedeutung erlangen.

    Neue Windkraftanlagen können keine Mühlen sein, sondern KRAFTWERKE: 1000-KILOWATTLEISTUNG müßte von solchen Windkraftwerken verlangt werden und so hohe Lage ihrer Welle über Flur, daß der Betrieb den unregelmäßigen Strömungen nahe dem Boden entzogen wird, also in Turmöhen, mit Flügeln von etwa 100 M SPANNWEITE, die z. B. den Stefansturm überragen.

    Solche HOCHRÄDER werden kommen, auch bei uns, wegen der Tatsache, daß die Kohle erschöpfbar ist. 500 oder 1000 Jahre bis zur Erschöpfung erscheinen nur den Lebenden ungeheuer. Sie werden kommen wegen der Tatsache, daß die AUSBAUFÄHIGEN Wasserkräfte sehr beschränkt sind, ind Deutschland auf 6 Millionen Kilowatt.
    Soll das Leben nicht in Urzustände zurückfallen — was niemand ernsthaft wünscht —, wenn auch die Technik und ihre Werke verlästert werden, die die Welt umgestaltet haben, so muß doch voller Ersatz geschaffen werden für die schwindende Kohle und ihre Wirkungen, an die sich die Lebenden gewöhnt haben. Die Windkraft bietet Leistungen die in Kilowatt nach Hunderten von Millionen zählen, selbst bei uns.

    Die STÄNDIGE AUSNÜTZUNG, diese Hauptforderung für jedes Kraftwerk wird erreicht: Aller Strom, der nicht im Werk oder im Zusammenschluß mehrer Windwerke verwendet wird, erzeugt in Zersetzern Hochdruck-WASSERSTOFF, der wie früher gezeigt, leicht verteilbar ist, und als WEISSE KOHLE verwendet wird für Kraft oder Wärme.
    KOSTENFREIE KRAFT bietet dieser Energiebetrieb trotz der ungewöhnlichen Mittel und der für unsere Gegenden ungünstigen Windverhältnisse. Die Werke sturmsicher zu bauen, ist durchführbar, nur ihre Größe und der veränderliche, meist schwache Wind, schaffen schwere Hinternisse.“

    Und nur 85 Jahre später kommen Sie daher und wollen uns diese alten Ideen als brandneue Erfindung verkaufen…

    Franz Lawaczeck lässt interessanterweise auch keine Zweifel aufkommen, wozu das alles letztlich gut sein soll:

    „Um aus unserem Elend herauszukommen, muß ein neuer Weg gegangen werden. Alle bekannten Wege führen nur tiefer ins Elend hinein. Der neue Weg verlangt die Beseitigung der kapitalistischen Wirtschaft.
    Der hier gezeigte Weg führt aus der Hölle der Arbeitslosigkeit heraus zur Volksgemeinschaft. Richtiger Einsatz der Technik und weise Führung, die sich darauf beschränkt, dem freien Spiel der sittlichen Kräfte die Bahn frei zu machen, nicht aber diese Kräfte durch Planwirtschaft bestimmte Bahnen zwangsläufig zu durchlaufen zwingt, führt dann zur größtmöglichen Ausdehnung des uns heute gegebenen Lebensraumes. Wir haben dann in ihm den nationalsozialistischen Staat — gegründet auf Kameradschaft, gegründet auf Ehre und Arbeit anstatt auf Geld. Haben wir diese Aufgabe erfüllt, dann ist es die uns von Gott gestellte Pflicht, unseren Lebensraum über die jetzigen willkürlichen und unnatürlichen Grenzen hinauszudehnen.“

    Let’s make Germany great again!

  7. Wie üblich: Antworten von Vorgestern auf die Fragen von Heute.

    Und dabei Ignoranz der Tatsachen. Nicht weiter nötig zu kommentieren, da schon x-mal widerlegt.

  8. Netter Versuch, Alex1. Aber nicht ich muss beantworten, wer seit 100 Jahren die Regelleistung bereitstellt – wenn es die notwendigen Batteriespeicher nunmal nicht gibt und es die Kohlekraftwerke angeblich nicht leisten können – sondern Sie.

    Aber Sie sind ja auch der Held, der behauptet, dass die PV-Stromproduktion perfekt dem Lastgang entspricht.

    Dass die Speicher dank der Regelfähigkeit der konventionellen Kraftwerke noch nicht gebraucht werden, ist rein technisch gesehen natürlich richtig. Aber die Energieerneuerungsanlagen stoßen aktuell zunehmend an ein anderes Problem: Der Strom aus diesen Anlagen muss von den Netzbetreibern nicht in beliebiger Menge abgenommen werden, sondern er hat nur Vorrang vor dem Strom aus konventionellen Kraftwerken. Das bedeutet: Sobald mehr Strom aus den Energieerneuerungsanlagen kommt, als gleichzeitig verbraucht wird, darf der Netzbetreiber die Annahme natürlich verweigern – und zwar ohne finanziellem Ausgleich.

    Blöderweise schickt weder die Sonne noch der Wind eine Rechnung. Deshalb bestehen die Betriebskosten dieser Anlagen nahezu vollständig aus Fixkosten. Das hat zur Folge, dass für deren Betreiber ein Lieferstopp besonders schmerzhaft ist.

    Und nun stellen Sie sich mal vor, Sie nehmen einem Windpark oder einem Solarfeld lediglich 5 % der jährlichen Einnahmen weg. Wie sich das wohl auf die Bilanz der Betreiberfirma auswirken wird?

    Achja – was die Kohlekraftwerke angeht: Ich habe schonmal gesagt, dass ich die sofort alle abschalten würde. Denn dann würden selbst Wirrköpfe wie Sie begreifen, welche Folgen das hat.

  9. Wie immer antwortet Hentinger nicht (weil er keine Antwort hat), sondern haut eine neue irrsinnige Behauptung raus.

    Halten wir also fest: Hentingers Behauptung, seine geliebten Kohledreckschleudern seien für die Lastregelung geeignet, war – mal wieder – völliger Bullshit. Das erkennt er ja sogar selbst an.

    Ok, schlachten wir die nächste Sau, die unser Klimatroll durchs Dorf jagen will: Wir brauchen nicht heute die Speichertechnologien für die Kraftwerke von morgen. Beides entwickelt sich parallel. Wenn man es denn sich entwickeln lassen würde. Aber hier versagen ja Mutti und der Dicke seit Jahren.

  10. Na klar doch, Alex1. Bevor wir die vielen Batteriespeicher in Deutschland errichtet haben (wann war das denn?), ist bei uns täglich mehrfach die Stromversorgung zusammengebrochen. Und erst die Zufallsstromerzeuger haben für eine stabile Stromversorgung gesorgt. Und Windräder können Stroh zu Gold spinnen…

    Denken Sie eigentlich wenigstens ab und zu nach, bevor Sie sich äußern? Oder erschrecken Sie hinterher immer wieder selbst über den Blödsinn, den Sie wieder mal von sich gegeben haben?

  11. Na klar doch, Kohledreckschleudern als Regelkraftwerke! Selten so gelacht!

    3% Änderung der Leistung pro Minute, das ist ganz großes Damentennis 😆

  12. Ja Alex1, auch die Kohlekraftwerke können den Regelbetrieb. In Deutschland können das sogar die Kernkraftwerke. Da die Kraftwerke dann direkt über die Netzfrequenz gesteuert werden, reagieren sie nahezu sofort.

    Dass Sie nicht wissen, wie ein Stromnetz funktioniert, hätten Sie aber nicht extra hier melden müssen – das ist längst hinreichend bekannt.

    Dabei könnten Sie sich doch einfach mal beim Stromversorger Ihres Vertrauens aus erster Hand informieren. Aber selbst dazu sind Sie ja zu faul.

  13. Achje, Hentinger hat´s schon wieder nicht kapiert 🙄

    Aber man erfährt gar Mirakulöses: Die Kohledreckschleudern können in 140 Millisekunden reagieren? Potztausend! Das hätte ich den dreckigen Fossilien nicht zugetraut… 😆

  14. Och Alex1, Ihre Frage ist doch so einfach zu beantworten, dass selbst Sie da selbst drauf kommen müssten: Der Ausfall eines konventionellen Kraftwerks ließ sich offenbar problemlos durch andere konventionelle Kraftwerke ausgleichen – weitestgehend sogar, bevor der tolle Tesla-Speicher überhaupt reagieren konnte.

    Aber wer hat wohl am 26.01.2018 um 15:00 Uhr hier bei uns den Ausfall nahezu aller deutschen Windräder ausgeglichen – als aus den etwa 56 GW installierter Leistung gerade einmal 0,89 GW (davon immerhin 0,24 GW aus den Offshore-Windparks) tröpfelten, während gleichzeitig 67,44 GW verbraucht wurden?

  15. Danke, Hentinger, dass Du wieder eine Steilvorlage für die Energiewende mit regenerativen Energien geliefert hast 😀

    Wenn ein Windrad aussteigt, fehlen halt nicht auf einen Schlag 500 MW, sondern nur 8 MW. Was ist wohl leichter auszugleichen?

  16. @Energyload:

    Wir können natürlich gerne darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, erst die Landschaft mit Zufallsstromgeneratoren vollzustellen und mit der Planung der Speicher zu beginnen, wenn einem das Zeug um die Ohren fliegt – vor allem, weil wir dann nicht nach Australien blicken müssten, sondern vor der eigenen Haustüre kehren könnten.

    Aber eigentlich ging es im Artikel doch eher darum, ein klägliches und sinnfrei teures Projekt schönzureden. Und da ist Polemik noch die freundlichste Variante, die mir als Form einer Antwort einfällt.

    Und das Energiewende-Genie Alex1 kommt ja auch schon wieder aus seiner Grube und erklärt, dass Batterien viel unweltfreundlicher seien, als Pumpspeicherkraftwerke. Das ist an (unfreiwilliger?) Komik doch gar nicht mehr zu übertreffen. Aber von wem bekommt er denn das Futter für all seine unsinnigen Ansichten? Vielleicht auch von Artikeln, die den Eindruck erwecken wollen, als könne eine Batterie mit gerade einmal 100 MW den Ausfall eines Kraftwerkblocks mit 528 MW ausgleichen?

  17. Sogar die Pumpspeicher sind nicht mehr Stand der Technik:
    – Sie sind in D praktisch nicht mehr durchsetzbar,
    – Sie zerstören große Biotope,
    – Sie emittieren sehr viel Methan, sodass sie in der Klimabilanz eher negativ ausfallen.

    Das ficht aber Hentinger in seiner fossilen Denke nicht an…

  18. @Hentinger:

    Ungeachtet der Polemik in Ihrem Kommentar ist es natürlich richtig, dass Pumpspeicher die zu bevorzugende Lösung zur Stabilisierung des Stromnetzes beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind. Australien hat, anders als Deutschaldn, wohl auch in riesiges Potential in diesem Bereich:
    http://www.anu.edu.au/news/all-news/anu-finds-22000-potential-pumped-hydro-sites-in-australia

    Nun können bei der Entwicklung von Pumpspeicherkraftwerken aber schnell mal ein paar Jahre bis zur Fertigstellung ins Land gehen. Aber wahrscheinlich müssen die betroffenen Bürger einfach etwas mehr Geduld mitbringen…

  19. Wau! Ich bin echt beeindruckt, wie bei Energyload mal wieder selbst die irrsinnigsten Auswirkungen der Zufallsstromproduktion als Erfolg gefeiert werden. Hier kann ja sogar die Atomlobby noch einiges lernen.

    Wobei, die angewandte Methode ist natürlich uralt: Man lässt einfach alle Informationen weg, die nicht ganz so toll klingen würden und präsentiert der Öffentlichkeit nur das rosarote Bild…

    Schauen wir uns also mal an, was da in Australien tatsächlich passiert ist:

    Wie in Deutschland gibt es dort „dank“ der Kombination aus Zufallsstromerzeugung und Biostrom-Zwangsabnahme zeitweise negative Strompreise. Die lagen dort zwischen dem 18. und 19.01.2018 bei bis zu 650 Euro/MWh. „Kauft“ man also zu diesem Zeitpunkt (129 MWh – 39 MWh =) 90 MWh ein, erhält man 58.500 Euro.

    Weil auch in Australien der Wind nicht immer weht und die Sonne nicht immer scheint, gibt es aber auch Zeiten mit extremem Strommangel, in denen der Strompreis durch die Decke geht. Das waren im Zeitraum vom 18. und 19.01.2018 bis zu 9.100 Euro/MWh. Verkauft man zu diesem Preis die oben genannten 90 MWh, erhält man also 819.000 Euro.

    In Summe hätte man so 877.500 Euro verdient. In der Realität kann der Akkupack aber weder schnell genug den Strom aufnehmen (kennen die Elektroautobesitzer ja), noch abgeben, um diese Extrempreise optimal nutzen zu können. Zudem stehen zu diesem Preis nicht beliebig viele Angebote bzw. Nachfragen bereit. Deshalb lag der tatsächliche (aber noch immer rein hypothetische) Gewinn der Tesla-Batterie deutlich darunter. Auch die verkündeten 650.000 Euro dürften deshalb noch zu hoch liegen, weil da das tatsächliche Ladeverhalten nicht berücksichtigt wird.

    Weit außerhalb einer auch nur den Anschein von Seriosität vermittelnden Berichterstattung befindet man sich aber, wenn man diesen rein hypothetischen Wert seinen Lesern als tatsächlichen Gewinn verkauft, indem man z.B. schreibt: „Der Betreiber hat in nur zwei Tagen geschätzte 650.000 Euro verdient“.

    Selbst das lässt sich mit Hilfe unbegrenzter Naivität aber noch steigern. So betätigen sich einige Energiewende-Extremisten als Milchmädchen und machen ernsthaft folgende Rechnung auf: 33 Mio. Euro Herstellungskosten und 650.000 Euro Einnahmen in 2 Tagen ergibt eine Amortisation von gerade einmal 102 Tagen – und die restlichen 19,6 Jahre wird nur noch Geld geschaufelt…

    Gut, was will man auch anderes von Leuten erwarten, die ihre Betriebswirtschaft auf die Erkenntnis „die Sonne schickt keine Rechnung“ aufbauen?

    Interessant finde ich es, dass auch in Australien keiner auf die Idee kommt, lieber ein paar Windräder/Solarfelder abzuregeln, als negative Preise für nicht benötigten Strom zu bezahlen. Oder ist auch dort die Zufallsstromlobby so groß, dass sich das keiner traut?

    Und ob ich es wirklich als Erfolg feiern würde, dass Stromkunden bis zu 9,1 Euro pro kWh (plus Netzkosten, Steuern und Abgaben) zahlen müssen, bin ich mir auch nicht wirklich sicher. Aber es zeigt auch: Es ist halt irgendwie blöd, wenn man keine Nachbarländer hat, denen man den Strommüll einfach ungefragt ins Netz kippen kann…

    Vor allem aber: Hätte man in Australien halbwegs nennenswerte Stromspeicher (soweit ich weiß, haben die mit Tumut-3, Shoalhaven und Wivenhoe gerade einmal 3 Pumpspeicherkraftwerke – deren Speicherkapazität konnte ich leider nicht finden), gäbe es die genannten Preisextreme natürlich nicht mehr. Je mehr (Batterie-)Speicher man baut, desto mehr macht man sich also den eigenen Markt kaputt. Und da gibt es selbstverständlich auch in Australien wesentlich kosteneffektivere Lösungen als ausgerechnet Teslas schweineteure Batteriespeicher:
    https://renewablesnow.com/news/australias-pm-unveils-2-gw-pumped-hydro-storage-plan-561744/

    Achja: Die Aussage des Artikels, dass der Batteriepack einen Stromausfall verhindert hat, ist (natürlich) auch Quatsch – oder freundlicher ausgedrückt: reines Wunschdenken. Tatsächlich war die Nennfrequenz zwar für wenige Sekunden auf unter 49,7 Hz gefallen (und damit auf einen Wert unterhalb des (in Australien) „normalen“ Schwankungsbereichs), als die Tesla-Batterie endlich einsprang, war dieser Extremwert aber schon wieder einige Sekunden lang Vergangenheit (vielleicht entsprach der Strompreis vorher noch nicht der Erwartung?). Eine Sicherheitsabschaltung aller Kraftwerke (und somit ein großflächiger Blackout) würde in Deutschland übrigens „erst“ bei ±2,5 Hz erfolgen (die Regularien in Australien kenne ich leider nicht) – da wäre also noch ordentlich Luft gewesen.

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