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Von Tesla gibt es zur Abwechslung mal wieder gute Nachrichten: Die Energiesparte des Autobauers läuft gut, gerade wurde ein neuer Deal mit BP bekanntgegeben. Tesla liefert dem britischen Ölkonzern einen stationären Batteriespeicher, der an den BP-Windpark Titan 1 in South Dakota angeschlossen wird. Für die Ölbranche geht es bei solchen Projekten nicht nur um Imagepflege.

Ein Pilotprojekt für BP

BP und andere große Ölkonzerne suchen in Zeiten des Klimawandels mit immer strengeren Umweltvorschriften nach neuen Geschäftsmodellen. Der Batteriespeicher von Tesla, der aus vier Powerpacks besteht, liefert 212 Kilowatt/840 Kilowattstunden und wird in der zweiten Jahreshälfte installiert. Es ist das erste Speicherprojekt für das Mineralölunternehmen, das in den USA insgesamt 13 Windparks betreibt. BP will so Erfahrungen für den Einsatz von Batteriespeichern in der Zukunft sammeln. Großspeicher können erneuerbare Energien für die spätere Nutzung zwischenspeichern und Wind- oder Solarparks effizienter und lukrativer machen. Für Tesla ist es in diesem Bereich ein eher kleiner Auftrag. Doch es könnten weitere Aufträge von BP oder anderen Ölunternehmen folgen, die ihr Portfolio erweitern wollen. Tesla hat schon mehrere Großprojekte mit Batteriespeichern in Australien umgesetzt.

Interesse der Ölbranche an grünen Energien und Elektroautos wächst

Die Ölbranche stand in den letzten Jahren wegen der niedrigen Ölpreise unter Druck und sieht sich von der wachsenden Zahl von Elektroautos bedroht, auch nicht genau vorhergesagt werden kann, wann und wie schnell die Nachfrage nach Benzin einbrechen wird. Dabei geht es für die Konzerne auch um ein grüneres Image in Zeiten, in denen sie als Klimasünder gebrandmarkt sind. BP will jedes Jahr eine halbe Milliarde Dollar in emissionsarme Technologien investieren, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern hat im letzten Jahr bereits 200 Millionen Dollar in Solarprojekte gesteckt und ist außerdem angeblich im Gespräch mit Autoherstellern, um Ladestationen für Elektroautos an seinen Tankstellen aufzustellen. Letztes Jahr hat das Unternehmen außerdem in einen US-Hersteller von Ladestationen investiert. Shell investiert ebenfalls in Elektromobilität: Der Konzern ist am europäischen Ionity-Ladenetzwerk beteiligt und plant Ladestationen an den eigenen Tankstellen. Außerdem hat Shell den Ladestationsbetreiber New Motion übernommen, der europaweit 50.000 Ladestationen betreibt.

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Quellen / Weiterlesen:
Tesla and BP test battery storage at US wind farm | BP p.l.c.
BP teams up with Tesla to venture into battery storage for windfarm | Reuters
Tesla deploying Powerpacks at a BP wind farm | electrek
BP becomes latest oil giant to invest in electric vehicle charging | electrek
Bildquelle: BP p.l.c.

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Prof. Dr. Johann Nagengast
Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und Promotion zum Thema „Outsourcing von Dienstleistungen“ an der Universität Regensburg war Johann Nagengast in verschiedenen internationalen Unternehmen in führenden Positionen tätig. Seit 2001 ist er Professor für Internationales Management und Project Management an der Technischen Hochschule Deggendorf. Als Trainer, Coach und Berater ist er intensiv in verschiedenen internationalen Projekten tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der praxisnahen und pragmatischen Vermittlung und unternehmensspezifischen Anwendung aller Aspekte des Projektmanagements.

1 KOMMENTAR

  1. Das hört sich ja gut an: Öl wird immer billiger, weil die Regenerativen immer billiger werden. Dann ist es hoffentlich vor allem mit dem Fracking bald aus.

    Einige Ewiggestrige kapieren das ja bis heute nicht, dass regenerative Stromerzeugung auf Dauer viel wirtschaftlicher ist als fossile. Die glauben auch heute noch, Strom könne man nicht speichern 😆

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