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Elektroautos haben nach wie vor einen schweren Stand – sie verbreiten sich nicht so schnell wie von Politik und Autoindustrie erhofft. Eine weitreichende Umfrage legt allerdings nahe, dass die schlechten Verkaufszahlen zumindest teilweise auf Fehlinformationen beruhen. Was ist dran an den größten Vorurteilen über Elektroautos?

Vorurteil 1: Unzureichende Technik und Reichweite

Von denjenigen Umfrageteilnehmern, die sich noch nicht näher mit Elektroautos beschäftigt haben, befürchtet die Hälfte, dass die Technik und dabei besonders der Akku nicht zuverlässig sein könnte. Das ist Experten zufolge längst nicht mehr zutreffend. Alle großen Autohersteller haben inzwischen elektrische Modelle im Programm, die beweisen, dass die Technik solide und ausgereift ist. Grundsätzlich sind Elektroautos sogar wartungsärmer als Verbrenner, da sie viel einfacher aufgebaut sind. Ein E-Motor besteht beispielsweise aus 17 Teilen, während es ein Elektromotor auf weit über 1.000 Einzelteile bringt. Die Bremsbeläge verschleißen bei Elektroautos ebenfalls langsamer, Öl- und Filterwechsel fallen weg.

Ein weit verbreitetes Vorurteil ist die angeblich zu geringe Reichweite der Stromer. Viele Menschen haben Angst, mit leerem Akku liegenzubleiben, ohne dass eine Ladestation in Sicht ist. Davon gehen auch zwei Drittel der von Boniversum befragten Verbraucher aus, zumindest diejenigen, die sich noch nicht konkret mit dem Kauf eines E-Autos beschäftigt haben. Fakt ist, dass Elektroautos eine geringere Reichweite haben als Benziner – im Schnitt müssen aktuelle Modelle alle 100 bis 250 Kilometer an die Ladestation – doch für die meisten Fahrten reicht das locker aus. Im Alltag legen die meisten Menschen im Schnitt etwa 50 Kilometer mit dem Auto zurück. Für längere Strecken allerdings ist das Schnellladenetzwerk tatsächlich noch nicht gut ausgebaut. Doch bis dahin kann man sich im Zweifel mit einem Mietwagen behelfen. Und bei der Ladeinfrastruktur wird in den nächsten Jahren viel passieren.

Vorurteil 2: Fehlende Ladeinfrastruktur & komplizierter Ladevorgang

Wer noch kein Elektroauto fährt, stellt sich meist vor: Der Akku wird leer, und wenn man es noch bis zur Ladestation geschafft hat, dauert es mehrere Stunden, bis er wieder voll ist. Außerdem stellen sich viele Menschen den Ladevorgang an sich kompliziert vor. Wer bereits ein Elektroauto fährt, macht sich darum keine Sorgen: Im Normalfall lädt man den Stromer über Nacht zuhause, so dass lange Wartezeiten an den Ladesäulen wegfallen. Auch Firmen bieten teilweise bereits Lademöglichkeiten für diejenigen an, die mit dem Elektroauto zur Arbeit kommen.

Das öffentliche Ladenetz, besonders das Netz an Schnellladesäulen, an denen das Aufladen nur eine gute halbe Stunde dauert, ist allerdings noch nicht ausreichend ausgebaut. Das gilt auch und gerade in Städten, wo viele keine eigene Garage und Lademöglichkeit haben. In den nächsten Jahren soll die Zahl der Schnellladesäulen jedoch stark wachsen. Und Start-ups wie Ubitricity arbeiten daran, in Städten mehr Lademöglichkeiten zu schaffen: Sie wandeln Straßenlaternen in Ladesäulen um.

Der Ladevorgang an sich ist unkompliziert – und neue Technologien wie induktives Laden werden ihn künftig noch einfacher machen. Ein Ärgernis für viele Elektroauto-Fahrer ist allerdings das Bezahlen an öffentlichen Stationen. Hier gibt es momentan noch kein einheitliches System, viele Betreiber verlangen jeweils einen eigenen Vertrag. Das soll sich allerdings ändern: Durch eine Anpassung der Ladesäulenverordnung sollen E-Auto-Fahrer künftig anbieterübergreifend alle öffentlichen Stationen unkompliziert nutzen können.

Vorurteil 3: Elektroautos sind zu teuer

Das ist kein Vorurteil – Elektroautos sind in den meisten Fällen noch deutlich teurer als Autos mit Verbrennungsmotoren, zumindest in der Anschaffung. Das liegt vor allem an der Batterie, dem teuersten Bestandteil des Autos. Deren Kosten sind in den letzten Jahren aber immer weiter gesunken: Laut einer McKinsey-Studie seit 2010 um rund 80 Prozent. Und schon jetzt gibt es elektrische Modelle, die preislich mithalten können, und davon dürfte es bald noch sehr viel mehr geben. Ein Beispiel ist der elektrische Stadtwagen eGo Life, der nach Abzug der Kaufprämie für Elektroautos unter 12.000 Euro kosten soll. Auch große Hersteller wie BMW und Renault haben bereits angekündigt, ab 2020 schon erste elektrische Modelle zum gleichen Preis wie herkömmliche Modelle liefern zu können.

Und bei den Betriebskosten sind Elektroautos ohnehin viel günstiger als Verbrenner – und darüber hinaus nicht von den künftig stärker greifenden Fahrverboten in Städten betroffen. Experte Markus Lienkamp, Professor für Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität München, erwartet sogar, dass Elektroautos in wenigen Jahren insgesamt sogar günstiger sein werden als Verbrenner.

Verbraucher sehen Elektromobilität grundsätzlich positiv

Fazit: Die Hersteller sollten sich darauf konzentrieren, Fehlinformationen und Vorurteile beim Verbraucher zu verringern sowie bestehende Hürden abzubauen. Dabei dürfte die Ladeinfrastruktur der wichtigste Punkt sein. Denn grundsätzlich stehen Verbraucher dem Thema Elektroauto positiv gegenüber, das zeigt auch die Boniversum-Umfrage. Ein Drittel der Befragten, die noch kein Elektroauto besitzen, gaben an, „lieber schon heute ein Elektroauto als ein Auto mit herkömmlichem Antrieb fahren“ zu wollen und sind auch bereit, mehr Geld für umweltschonende Produkte auszugeben.

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Quellen / Weiterlesen:
Die größten Mythen über E-Autos | Wirtschafts Woche
Die größten Mythen über Elektroautos im Faktencheck | orange by Handelsblatt
Verbraucherumfrage Elektromobilität | Boniversum
Bildquelle: flickrA-C-K

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

39 KOMMENTARE

  1. Haben Ihnen Ihre Eltern nicht beigebracht, dass Sie still sein sollen, wenn sich Erwachsene miteinander unterhalten, Alex1?

    Aber weil Sie es schonmal selbst ansprechen: Ist Ihnen inzwischen wieder eingefallen, wo ich behauptet habe, dass
    – Ökostrom schlecht ist,
    – man Strom nicht speichern kann,
    – es keine globale Erwärmung gibt,
    – die globale Erwärmung nicht durch den Menschen verursacht sein kann,
    – Kohlekraftwerke gut sind und
    – Kernkraftwerke gut sind?

  2. Hentinger-Troll: Deine Lügen sind schon x-mal widerlegt worden.

    Also bemüh Dich nicht weiter. Keine Trollfütterung mehr. Auch wenn Du noch so bettelst…

    Vor allem nicht für die bösartige Sorte, zu der Du Dich zählst.

  3. Sehr geehrte(r) Bänziger,
    jetzt bin ich aber neugierig: Welche meiner Argumente sind denn falsch?

    Und sollen alle Kommentatoren und Autoren gesperrt werden, die hier nachweislich „falsche Argumente“ verbreiten? Oder gilt der Aufruf nur für diejenigen, die nicht Ihr Weltbild teilen?

    In einem Stimme ich Ihnen aber ausdrücklich zu: Behaupten ist nicht Wissen.

  4. Hallo Herr Bänziger
    Man mag von den Argumenten von Hentinger halten was man will, aber wir nehmen hier keine Zensur vor. Jeder hat das Recht auf seine Meinung und soll sich selber ein Bild machen. Im Übrigen ist der kleine Privatkredit, den sich insbesondere Hentinger und Alex1 hier auf Energyload liefern, auch äußerst amüsant 🙂
    Viele Grüße
    Energyload-Team

  5. Ups , Bitte an die Admins : könnten Sie bitte Sir Hentinger sperren ? Seine Informationen sind nicht sauber recherchiert , Behaupten ist nicht Wissen . Seine Argumente sind meistens falsch und/oder mit grosser Interpretation entstanden. Solche Behauptungen sind nicht zielführend,wenig hilfreich für eine objektive Meinungsbildung von anderen Lesern.

  6. Ich wusste, dass Du es nicht kapieren wirst.

    Entweder bist Du wirklich saudämlich, oder Du lügst schon wieder absichtlich wie gedruckt.

    Aber wieder mal platzt mir der Kragen ob Deines Stumpfsinns. Deshalb: Keine Trollfütterung mehr.

  7. Aha, Alex1, die Eiswürfel wärmen also nur, wenn hinter den Einswürfeln eine warme Wand steht. Der war jetzt echt mal gut! Jetzt versteh ich endlich auch, wie in Ihrer Welt die Gasstrahlung für die Klimaerwärmung sorgt: Es ist nicht das CO2, sondern die warme Wand hinter dem CO2.

    Ich kenne jede Menge Projekte, bei denen den Anlegern bis zu zweistellige Prozente Gewinn (pro Jahr) versprochen wurden, die sich dann seltsamerweise immer in deutliche Verluste verwandeln. Müssen wohl auch Rundungsfehler sein. Sie können sich da gerne irgend einen beliebigen Windpark in Bayern auswählen. Da müssen also ähnliche Rechenkünstler am Werk gewesen sein, wie Sie einer sind. Moment – sind Sie womöglich tatsächlich in dieser Branche tätig? Das wär ja mal ein Brüller.

    Dass Sie nie darauf kommen werden, was die 56,25 kWh mit den 6 Liter zu tun haben, war mir allerdings schon klar. Ich kann damit leben.

  8. Ich wusste, dass ein Klimatroll wie Hentinger das nicht kapiert.

    Natürlich kann ich mit den Eiswürfeln nebenan keinen Wasserkocher zu Kochen bringen. Klimatrolle sind offenbar zu doof, um das zu kapieren.

    Und natürlich wird der Wasserkocher nur wärmer (bzw. verliert weniger Energie), wenn sich die Eiswürfel vor einer noch kälteren Fläche befinden. Wie ich anmerkte, im Weltall. Wenn hinter den Eiswürfeln eine warme Wand ist, wird das Wasser natürlich wärmer (bzw. wird langsamer kälter) als wenn da Eiswürfel davor stehen. Aber auch das ist für einen Klimatrottel zu hoch.

    Deine spektakuläre Bauchlandung beim Thema Abgabenlast hast Du wohl noch nicht überwunden? Musst noch Peinlicheres nachschieben? Was wärst Du wohl für ein Anlageberater, der ein Minus an Steuern vorhersagt, wo es doch 80% Plus gibt? Würdest Du so Deinen Kunden die Hucke volllügen?

    Lügen ist wohl Dein Lebenszweck: Woher kommt denn die Fantasiezahl von 56 kWh/100 km? Schon wieder aus dem verdrehten Klimatrollgehirn?

    Was immer Du nimmst, nimm weniger!

  9. Wau Alex1! Und wann melden Sie den eisbetriebenen Wasserkocher zum Patent an?

    Warum dieser geniale Trick ausgerechnet im Weltall – also ohne die ganzen störenden Nebeneffekte wie Wärmeleitung und Evaporation – nicht mehr funktionieren soll, finde ich zwar seltsam, aber diesen ausgemachten Unsinn weiter zu vertiefen, ergibt nun wirklich keinen Sinn mehr.

    Achso: Nur weil Sie den Unterschied der Steuern und Abgaben pro MJ (oder kWh) von 71,8 % auf 80 % aufrunden, sind es noch lange nicht 100 %. Sie arbeiten aber nicht zufällig als freiberuflicher Vermögensberater?

    Obwohl, wenn jemand ein Elektroauto als fast lautlos bezeichnet, dann sind eben 71,8 % mehr selbstverständlich auch fast doppelt so viel. Und zweimal „fast“ kann man dann bekanntlich wegkürzen.

    Und dass Sie dabei ein Elektroauto mit durchschnittlich 56,25 kWh auf 100 km mit einem Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von 6 Liter auf 100 km vergleichen wollen, ist doch auch schon längst jedem (naja, außer Ihnen natürlich) aufgefallen.

  10. Klar, dass ein verlogener Klimatroll 80% Mehrbelastung nicht als fast Verdoppelung akzeptieren kann. Mieser Verlierer halt.

    Und ja, die Wärmestrahlung eines Eiswürfels erwärmt den wärmeren Körper neben ihm zusätzlich. Läge er nicht daneben, sondern befände sich die Leere des Weltalls dort, würde der wärmere Körper kälter. Klingt komisch, is aber so.

  11. Schön Alex1, dass wir nun auch Sie zustimmen, dass die Aussage mit der doppelten Belastung des „Fahrstroms“ mal wieder groben Unfug war.

    Und dass Eiswürfel Wärme abstrahlen, hatte ich doch schon geschrieben. Naja, nicht nur in Mathe schwach, sondern auch noch eine Lese-Phobie…

    Aber warum wärmen die Eiswürfeln denn einen Körper nicht, der bereits wärmer ist als die Eiswürfel?

    Jaja, selbst diese banale Feststellung werden Sie jetzt einfach bestreiten und stattdessen behaupten Sie, dass am Nordpol niemand erfrieren kann, weil da ja viel zu viel Eis ist, das jede Menge Wärmestrahlung abgibt.

    Gab’s eigentlich auch ein Schulfach, in dem Sie keine komplette Niete waren?

  12. eMobilität entwickelt sich prächtig: Verdoppelung der Absatzzahlen in Jahresfrist.

    Obwohl die Abgabenlast auf Fahrstrom doppelt so hoch ist wie auf Fahrsprit.

    Nachdem Deine faulen Rechentricks krachend daneben gegangen sind und Deine Ahnungslosigkeit von Physik wieder mal deutlich wurde, verlegst Du Dich wie üblich aufs Polemisieren. Auch recht. Zeigt halt, was für ein mieser Verlierer Du bist.

  13. Mein Gott, wie kann man nur ein einer so einfachen Aufgabe scheitern?

    Ich nehm mal Deine Zahlen (obwohl die Vergangenheit gezeigt hat, dass selbst die von Dir geposteten Zahlen oft schlichtweg gelogen waren):
    87,5 Cent pro Liter bei 35 MJ/l ergibt 2,5 Cent pro MJ
    16 Cent pro kWh ergibt 4,4 Cent pro MJ

    Ok, 80% mehr ist keine Verdoppelung, aber die Größenordnung stimmt.

    Ich habe jetzt keine Lust, die Fehler in Deinen Rechnungen aufzuspüren, Du erkennst ja schon am Ergebnis, dass sie grottenfalsch sind.

    PS: Auch Eiswürfel strahlen Wärme ab. Wusstest Du das nicht?

  14. Jaja Alex1, schon klar – die Elektroautos verkaufen sich so super, dass die Hersteller die Dinger mit Verlust verkaufen müssen und die Käufer obendrein auch noch Geld vom Staat erhalten müssen.

    Und außerdem hab ich Lump auch noch unterschlagen, dass es den Renault Clio Benziner mit 66 kW als Tageszulassung bereits für unter 13.000 Euro gibt. Was bin ich aber auch für ein schlimmer Finger.

  15. Aha Alex1, Elektroautos sind nun also doch wieder lautlos? Oder wie soll man Ihr wirres Geschwafel jetzt schon wieder verstehen?

    Und nein, auch mein Physiklehrer könnte mir nicht erklären, warum sich z.B. ein Körper mit 5 °C weiter erwärmen sollte, wenn man ihn mit Eiswüfeln umgibt, die ihm zusätzlich Wärmestrahlung entgegenstrahlen. Ich bin mir natürlich sicher, Sie könnten das problemlos erklären – haben aber wie üblich keine Lust dazu.

  16. Du meine Güte, Alex1, legen Sie es wirklich drauf an, sich in aller Öffentlichkeit bis ans Limit zu blamieren? Dabei wissen wir doch schon längst, dass Sie mit Mathematik nichts am Hut haben.

    Genau das, was Sie jetzt vorschlagen, habe ich doch bereits gemacht. War wohl etwas zu schnell für Sie. Also extra für Sie noch einmal gaaanz langsam zum Mitdenken:

    Bei einem Liter Benzin (E10) betragen die Steuern und Abgaben etwa 87,5 Cent.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/29999/umfrage/zusammensetzung-des-benzinpreises-aus-steuern-und-kosten/

    Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6 Liter auf 100 km sind das 5,25 Euro pro 100 km.

    Beim Strompreis betragen die Abgaben 17,685 Cent/kWh (netto) – 6,490 Cent/kWh = 11,195 Cent/kWh (netto). Dazu kommen dann noch 4,84 Cent/kWh Umsatzsteuer, macht zusammen 16,035 Cent/kWh Steuern und Abgaben.
    https://www.stadtwerke-zirndorf.de/strom/vertrieb/preise-2018/
    (Bei den Elektrizitätswerken Schönau habe ich leider keine Angabe zur Strompreiszusammensetzung gefunden.)

    Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 15 kWh auf 100 km sind das 2,41 Euro pro 100 km.

    Und 2,41 Euro sind nunmal nicht doppelt so viel, wie 5,25 Euro.

    Von mir aus können wir es aber auch verbrauchsunabhängig Rechnen:

    Bei 1,359 Euro pro Liter sind 0,875 Euro pro Liter 64,4 %.
    Und bei 30,33 Cent/kWh sind 11,195 Cent/kWh 36,9 %.

    Aber auch 36,9 % sind nicht doppelt so viel, wie 64,4 %.

    Ihr Vorschlag, stattdessen zu berücksichtigen, „wieviel kWh in einem Liter Sprit stecken“ ist zwar eigentlich Quatsch, da beim Benzin die Steuern und Abgaben nicht pro kWh festgelegt sind – aber von mir aus:

    Benzin hat einen Heizwert von 34,88 MJ/Liter
    Ethanol hat einen Heizwert von 23,47 MJ/Liter
    http://www.chemieunterricht.de/dc2/nachwroh/e10.htm

    Also hat E10-Benzin einen Heizwert von (34,88 × 0,9) + (23,47 × 0,1) = 33,739 MJ/Liter.

    Bekanntlich sind 1 J gleich 1 Ws. Somit gilt:

    1 Wh = 1 J × 3.600 Sekunden/Stunde = 3.600 J
    1 kWh = 3.600.000 J = 3,6 MJ

    Und somit:

    33,739 MJ : 3,6 MJ/kWh = 9,372 kWh

    Wie oben schon festgestellt betragen die Steuern und Abgaben auf einen Liter E10-Benzin etwa 87,5 Cent. Macht also:

    87,5 Cent : 9,372 kWh = 9,34 Cent/kWh.

    Auch das ist nicht einmal annähernd die Hälfte von 11,195 Cent/kWh.

    Und zum Schluss auch noch die Kontrollrechnung:

    6 Liter pro 100 km entsprechen 6 × 9,372 kWh pro 100 km = 56,232 kWh pro 100 km
    56,232 kWh pro 100 km × 9,34 Cent/kWh = 525,2 Cent pro 100 km
    Und das passt wieder zu den eingangs bereits genannten 5,25 Euro pro 100 km.

    Also noch einmal: Wie wäre es, wenn Sie mir Ihr Rechenmodell mal ausführlich erklären, mit dem Sie berechnet haben, dass „auf Fahrstrom doppelt so viele Abgaben lasten wie auf Sprit“?

  17. OMG, der Lügenbold Henti-Troll versucht sich im Slapstick 😆

    Hast Du endlich mal eine Probefahrt gemacht oder mal einem eAuto beim Fahren und Bremsen zugeschaut und -gehört? Nein? Musst Du deswegen hier ganz unten am Boden der Intelligenz kratzen? Fragtest Du ernsthaft, antwortete ich Dir auch ernsthaft, Du verdrehst aber jeden Fakt mit Deinen Lügen, sodass das keinen Sinn hat.

    Hast Du auch endlich mal in der Pause Deinen Physiklehrer gefragt, wie das mit der Gasstrahlung und dem Treibhauseffekt ist? Vielleicht erklärt er Dir dann mal die entsprechenden Wikipedia-Artikel, die Du allein nicht verstehst.

  18. @Henti-Troll, alter Lügner: Das war doch wohl nicht einer strotzenden Dummheit zu verdanken, dass Du die 5.000 Euro Förderung „vergessen“ hast?

    Hast Du uns das mal wieder aus boshafter Verleumdungsabsicht verschwiegen? Passt ja genau ins Bild.

    Oder Du wolltest einfach mal wieder stänkern und mit Deinen unqualifizierten „Schätzungen“ miese Stimmung erzeugen?

    eAutos verkaufen sich prächtig, mit Verdoppelungen im Jahrestakt, da muss man ja als alter Klimatroll verbittert werden 😆

  19. Die Lügenmaschine namens Hentinger läuft wieder auf vollen Touren. Oder ist er wirklich so strohdumm wie er vorgibt zu sein?

    Wie kann man nur so bildungsfern sein und meinen, doppelte Abgabenlast pro kWh schlage sich in doppeltem Preis (pro was auch immer) niederschlagen.

    Ein paar kleine Tips dazu:

    – Schlag mal nach, wieviel Cent Abgabenlast auf einer kWh Strom liegen (falls Du das schaffst),
    – Dann schlag nach, wieviel Cent Abgabenlast auf einem Liter Sprit liegen (falls Du das auch noch schaffst),
    – Und dann (wenn Du noch kannst) schlag nach, wieviel kWh in einem Liter Sprit stecken (Du wirst staunen),
    – Und dann nimm einen Rechenknecht Deiner Wahl und lass ihn rechnen.

    Schwupps, Du wirst staunen, was raus kommt. Eigentlich ganz einfach, aber ich habe wenig Hoffnung, dass Du das schaffst.

  20. Mal ein willkürlich herausgegriffenes Beispiel, verehrter Herr Alex1:

    „160 eFahrzeuge fuhren lautlos und mit dem Strom regenerativer Energien durch fünf Landkreise.“
    https://energyload.eu/elektromobilitaet/elektrofahrzeuge/eruda-deutschlands-groesste-erallye-verbindet-7-landkreise/

    Dass Sie diesem Autoren (und Peter Wulf) nun öffentlich absprechen, wenigstens „ein halbwegs intelligenter Mensch“ zu sein, ist zwar durchaus verblüffend – aber wer Sie kennt, kennt es ja nicht anders.

    Was an der Frage, welche Geräusche die Rekuparation verursacht, dämlich sein soll, verstehe ich jetzt auch nicht. Können sie nicht einfach antworten, dass man da nichts hören kann (wenn es denn so ist) – also ausnahmsweise mal ohne Fäkalsprache und Hasstiraden?

    Irgendwie muss Elektroauto-Fahren extrem aggressiv machen…

  21. Nunja, Alex1, dass Sie geschrubbt haben, das beim Strom die Abgabenlast doppelt so hoch ist, als bei Diesel und Benzin, haben wir alle gelesen. Was konkret Sie damit meinten, wissen Sie aber scheinbar selbst nicht.

    Wenn bei einem Verbrauch von 6 Liter auf 100 km die Steuern und Abgaben etwa 5,25 Euro pro 100 km ausmachen, dann müssten bei einer doppelten Abgabenlast beim Strom die 15 kWh doch Steuern und Abgaben von etwa 10,50 Euro ergeben.

    Wenn ich es anders herum betrachte, entfallen beim Endkunden-Strompreis etwa 55 % auf Steuern und Abgaben, beim Benzin sind es aber etwa 64 %. Wie man da auf die Idee kommen kann, dass die Abgabenlast beim Strom doppelt so hoch ist, weiß ich nicht.

    Also wie wäre es, wenn Sie es mir Ihr Rechenmodell mal ausführlich erklären?

    Selbstverständlich werden auch Elektroautos bei den bekannten Online-Portalen angeboten. Und wenn Sie mir keine konkreten Zahlen nennen wollen, dann schau ich eben dort nach:

    Einen gebrauchten Renault Zoe, 65 kW, Erstzulassung Anfang 2015, 30.000 km, gibt’s da vom Händler ab knapp 11.500 Euro. Neupreis dürfte bei etwa 20.000 Euro gelegen haben, plus etwa 3 Jahre Batteriemiete für rund 2.500 Euro macht etwa 22.500 Euro. Ergibt einen Wertverlust von knapp 49 % bzw. etwa 11.000 Euro.
    https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=251857749

    Ein gebrauchter Renault Clio, Benzin, 66 kW, Erstzulassung Anfang 2015, 30.300 km kostet da vom Händler knapp 10.000 Euro. Neupreis schätze ich mal auf etwa 17.000 Euro. Der Wertverlust beträgt hier also gut 41 % bzw. etwa 7.000 Euro.
    https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=255013800

    Irgendwie spricht das jetzt nicht gerade für das Elektroauto als Kapitalanlage.

  22. Nachdem unser verlogener Klimatroll beim Thema Umwelt, Wertstabilität, Kosten etc. mal wieder eine platte Bauchlandung hingelegt hat, kommt er mit dem Lärm an.

    Ein halbwegs intelligenter Mensch, der schon mal in Autos mitgefahren ist, weiß ja bekanntlich, dass das Motorgeräusch bei höheren Geschwindigkeiten fast überhaupt nicht mehr zu hören ist, sondern nur noch Abroll- und Windgeräusche. Und die sind bei einem eAuto natürlich genauso groß. Ist nur vielleicht schwierig für einen Klimatroll zu kapieren…

    Wie dämlich jemand sein kann, dass er 0 dB(A) vermutet, kann Jede selbst beurteilen. Klimatrolle sind halt nicht die hellsten Kerzen auf der Torte…

    Und noch so eine selten dämliche Frage nach dem Geräusch der Rekuperation: Fahren, fahren lassen und zuhören, lieber Klimatroll! Du wirst Augen und Ohren aufsperren vor Staunen. Aber Du bist ja schon so verbiestert, dass Dir nicht einmal das auffallen wird…

  23. Die Welt ist einfach zu kompliziert für einfach strukturierte Klimatrolle. Ich versuch es mal in einfacher Sprache, vielleicht versteht Henti-Troll das:
    – Ja, es gibt kostenlose Ladesäulen: Bei Ikea, Kaufland, Legoland, Aldi, Lidl, Vergnügungsparks, Stadtwerken etc. Für einfach strukturierte Klimatrolle: Lockmittel wie die subventionierten Tankstellen der Supermärkte auf der grünen Wiese.
    – Ja, Fahrstrom hat die doppelte Abgabenlast wie Fahrsprit. Für einfach strukturierte Klimatrolle: Das gilt nicht für kostenlosen Strom. Vielleicht kapiert es der Troll so: Auf Freibier musst Du auch keine Mehrwertsteuer zahlen 😀

    PS: HÖR MAL WIEDER MIT DEINEN LÜGEN AUF, HENTI-TROLL: ICH SCHRUB „DOPPELTE ABGABENLAST“ UND NICHT „DOPPELTER PREIS“! EGAL, OB DU ZU DUMM ODER EIN NOTORISCHER LÜGNER BIST, LASS ES! DU SCHAFFST ES WIRKLICH, JEDE DISKUSSION MIT DEINEN VERDAMMTEN LÜGEN ZU TORPEDIEREN!

    Zum Wiederverkaufswert: Glänzend! eAutos haben wesentlich weniger Wertverlust als Verpester. Wusstest Du das nicht? Für einfach strukturierte Klimatrolle: Preis gut! Viel Pinkepinke, viel gut! Versuch mal, ein gebrauchtes eAuto zu erwerben.

    Noch ein paar Antworten, die Henti sicher wieder nicht kapiert:
    – Inspektion deutlich unter 100;-
    – Akkumiete 0,-

    Ich frage mich, warum Henti-Troll laufend so doofe Fragen stellt, deren Antworten er (was man bei den nächsten Posts gleich merkt) doch nicht kapiert?

  24. Noch einen Nachtrag zur Antwort an Herrn Peter Wulf:

    Ich bin eben eher zufällig über einen Vergleichstest der Auto-BILD gestolpert:
    http://www.autobild.de/artikel/bmw-i3-nissan-leaf-renault-zoe-test-4473339.html

    Was mich dabei faszinierte, waren die gemessenen Innengeräusche der drei Elektroautos:
    Bereits bei 50 km/h zwischen 57 und 59 dB(A), bei 130 km/h sogar zwischen 69 und 72 dB(A).

    Auch die Werte eines Luxus-Elektroautos sind nicht viel besser:
    http://www.autobild.de/artikel/tesla-model-s-p85d-langstrecken-test-6032597.html
    Bei 50 km/h 56 dB(A) und bei 130 km/h 68 dB(A).

    Denn irgendwelche Billig-Verbrenner-Kleinwägen sehen da auch nicht wirklich schlechter aus. Beispiel:
    http://www.autobild.de/artikel/fiat-panda-kia-picanto-vergleich-2895255.html
    Bei 50 km/h zwischen 59 und 60 dB(A) und bei 130 km/h 71 bis 72 dB(A).

    Richtig albern wird es, wenn man die Werte mit denen von Dieselschleudern vergleicht:
    http://www.autobild.de/artikel/audi-a6-bmw-5er-mercedes-e-klasse-test-11300855.html
    Bei 50 km/h zwischen 54 und 55 dB(A) und bei 130 km/h 66 bis 67 dB(A).

    Die sind also alle sogar leiser, als der Tesla P85D.

    Mir ist natürlich bewusst, dass das nur die Innengeräusche sind. Aber gerade bei denen hätte ich aufgrund der vielen hysterischen Selbsterfahrungs-Berichte im Internet eigentlich vermutet, dass die beim Elektroauto irgendwo um die 0 dB(A) liegen.

    Angesichts dieser Werte frage ich mich nun, wie eigentlich die Lärmentwicklung außerhalb eines Elektroautos bei aktiver Rekuperation aussieht. Messwerte zu dem Thema konnte ich aber (natürlich) nicht finden. Nicht nur für die Anwohner an Straßen mit Gefälle könnte die Antwort aber durchaus interessant sein – damit die schonmal wissen, was auf sie zukommt…

  25. Wie hoch ist denn die monatliche „Batteriemiete“ bei Ihrem Zoe, Alex1? Und nach welcher Laufleistung bzw. nach wie vielen Jahren muss so ein Zoe zur Inspektion? Oder fällt die ganz flach?

    Ich weiß natürlich, dass Sie unter einem „Fakt“ etwas anderes verstehen, als der Rest der Menschheit, aber andere Mitleser ja vielleicht nicht.

    Könnten sich die Befürworter der Elektroautos wenigstens mal darauf einigen, ob der Ladestrom nun umsonst ist (Peter Wulf), oder (etwa) doppelt so viel kostet, wie Benzin bzw. Diesel (Alex1)? Sich so eklatant widersprechende Aussagen aus dem selben Lager irritieren irgendwie…

    Wie sieht es eigentlich mit dem Wiederverkaufswert von so einem Zoe aus? Also wie viel haben Sie für Ihren alten Zoe noch erhalten und bei wie viel Laufleistung?

    (Wer kauft eigentlich so ’ne olle Möhre, wenn einem täglich Meldungen um die Ohren gehauen werden, dass irgendwer irgendwo ein viel schöneres, besseres und billigeres Elektrofahrzeug auf den Markt gebracht hat – oder „demnächst“ auf den Markt bringen will?)

  26. Wenn Du so bettelst, dann halt noch Einen auf die Mütze:

    „‚Und bei den Betriebskosten sind Elektroautos ohnehin viel günstiger als Verbrenner‘
    Wie soll das gehen? Elektroautos haben keinen Verschleiß, benötigen keine Wartung, haben nie Defekte?“

    Wieder ein typischer Hentinger: Schreibt man „günstiger“, unterstellt er in durchsichtig boshafter Manier, man hätte „null“ geschrieben. Entweder ist er strohdumm oder er lügt absichtlich.

    FAKT: Die Betriebskosten eines eAutos sind etwa halb so groß wie die eines Verbrenners. Ich meine schon, dass man das günstiger nennen kann.

    Und das, obwohl auf Fahrstrom doppelt so viele Abgaben lasten wie auf Sprit.

  27. Muss ich gar nicht. Du gibst diesen Unsinn in jedem Post von Dir. Nicht alles auf einmal, aber immer wieder Dasselbe.

  28. Man möge Herrn Alex1 doch mal fragen, wo ich behauptet habe, dass
    – Ökostrom schlecht ist
    – man Strom nicht speichern kann
    – es keine globale Erwärmung gibt
    – die globale Erwärmung nicht durch den Menschen verursacht sein kann
    – Kohlekraftwerke gut sind
    – Kernkraftwerke gut sind

    Weil mir verrät er das nicht.

  29. Hentingers Beiträge muss man nicht mehr lesen, wenn man eine Handvoll kennt. Es steht eh immer dasselbe drin:

    – Ökostrom ist schlecht,
    – Strom kann man nicht speichern,
    – eMobilität funktioniert nicht,
    – Globale Erwärmung gibt es nicht,
    – Und wenn, dann nicht durch Menschen verursacht,
    – Nur Kohlekraftwerke sind gute Kraftwerke (hilfsweise auch Kernkraftwerke).

    Hab ich was vergessen? Ich glaube nicht.

  30. Na zumindest gibt Alex1 inzwischen selbst zu, dass er auf Beiträge antwortet, ohne sie überhaupt gelesen zu haben. Bisher hat er das ja immer bestritten…

  31. Hentinger argumentiert immer gegen den Vortschritt und vor allem immer gegen Umwelt-, Klima- und Menschenschutz. Ich hab seine Ergüsse hier nicht durchgelesen (ich kenne den Unsinn, den er üblicherweise absondert), aber hat er geschrieben, dass er ein eingefleischter Klimaleugner und Kohlekraftbefürworter ist?

    Fakt ist, dass Deutschland ein Entwicklungsland ist. Nicht nur was Klimaschutz oder Luftreinhaltung oder Wasserqualität angeht (da muss die EU immer mal wieder Deutschland zu verklagen), sondern auch bei der eMobilität. Andere Länder sind schon viel weiter.

    Fakt ist auch, dass sich – auch in Deutschland – die eAuto-Verkäufe rasant entwickeln: Aktuell eine Verdoppelung im Jahresrhythmus. Es gibt schon Lieferzeiten von fast einem Jahr.

    Aber mit Hentinger diskutieren zu wollen ist wie mit einer Taube Schach spielen: Erst bricht sie alle Regeln, schmeißt die Figuren um, defäkiert auf das Brett und fliegt dann heim, um seinen Kumpels den Sieg zu verkünden.

  32. Verehrter Herr Peter Wulf,

    schade, dass auch Sie sich darauf verlegen, mit Hilfe von Märchen die angebliche Überlegenheit der Elektroautos belegen zu wollen.

    Leider konnten auch Sie nicht die Frage klären, warum bei einem Elektroauto die Bremsbeläge langsamer verschleißen sollen. Dass Sie zudem nicht wissen, dass man auch beim Einsatz der Motorbremse die Schaltung nutzen kann und deshalb nicht ausschließlich den 5. Gang verwenden muss, erstaunt mich aber durchaus. Zu meiner Zeit wurde einem das bereits in der Fahrschule verraten.

    Aus eigener Erfahrung kann ich Ihre Behauptung, dass die Reparatur eines defekten Verbrenner-Motors zwangsläufig mehrere Tausend Euro kostet, als blanken Unfug bezeichnen. Die Austausch der meisten Einzelteile eines Motors ist selbst inklusive Arbeitszeit erheblich günstiger. Geradezu billig wird es, wenn man die dazu notwendigen Ersatzteile auf dem Gebrauchtmarkt ersteht.

    Auch wenn so ein Elektromotor „nicht viel größer als ein 20L Party-Bierfass“ ist, kostet er als Ersatzteil mehrere Tausend Euro. Viele Einzelteile, die man bei einem Defekt stattdessen tauschen könnte, hat er – wie Sie selbst bereits bemerkten – aber nicht. Also wenn da der Motor Probleme macht, ist in aller Regel ein Komplettaustausch fällig. Und den dürfen dann obendrein auch nur Spezialwerkstätten mit Hochspannungsschein durchführen.

    Interessant fände ich aber schon die Frage, nach wie vielen km Laufleistung man im Durchschnitt einen kompletten Verbrennungsmotor bzw. den Akkupack eines Elektroautos austauschen muss.

    Für welche maximale Stromstärke sind denn Laternen in England abgesichert? Gut, die Engländer sind in vielerlei Hinsicht seltsam drauf, aber dass die ihre Straßenlaternen mit einem Drehstromanschluss versehen haben, kann ich mir trotzdem nur schwerlich vorstellen. Aber selbst wenn das doch der Fall sein sollte – ab wie vielen gleichzeitig ladenden Elektroautos bricht dann das aktuelle Stromnetz des Ortes zusammen?

    Wau! Bei IKEA in Berlin gibt es drei Ladesäulen? Und wie viele Autos sind in Berlin aktuell angemeldet? Oder direkter gefragt: Wie viele Autos kann eine Ladesäule im Schnitt pro Stunde vollladen – und wie viele Autos kann eine Zapfsäule im Schnitt pro Stunde volltanken?

    Die Tankstellenpächter, die ich kenne, müssen ihr Benzin oder Diesel übrigens nicht kostenlos abgeben – die haben genug Kunden, die dafür bezahlen. Das Geschäftsmodell von Ladesäulenbetreibern, die den Strom kostenlos abgeben, habe ich dagegen bisher nicht verstanden. Selbst Tesla scheint ja inzwischen bemerkt zu haben, dass man mit dem Verschenken von Strom nicht reich wird. Vor allem ist es doch irgendwie albern, wenn ein „Möbelhändler“ seine Marktposition ausnutzt, um den Markt eines potentiellen Ladesäulenbetreibers kaputt zu machen. Für mich klingt das nach einen Fall für das Bundeskartellamt. Denn dass würde wohl auch einschreiten, wenn OBI an eigenen Zapfsäulen Benzin und Diesel verschenken würde.

    Dass Sie ein Elektroauto am geringeren Lärm erkennen, können Sie mir gerne an einer beliebigen außerörtlichen Straße beweisen. Selbst bei 50 km/h halte ich es für unwahrscheinlich, dass man den Unterschied zwischen dem Lärm eines Elektroautos und dem eines aktuellen Autos mit Verbrennungsmotor bemerkt. Inwieweit Elektroautos in dieser Hinsicht die Lebensqualität von den Anwohnern der entsprechenden Straßen erhöht, erscheint mir deshalb zumindest fraglich. Vor allem, wenn ich davon ausgehe, dass Besitzer eines Elektroautos weniger Skrupel haben, dieses auch zu benutzen – also letztlich das Gesamt-Verkehrsaufkommen auch noch steigern. Man kann ja sogar immer wieder hören, dass Elektroautos umso wirtschaftlicher/umweltfreundlicher sind, je mehr sie genutzt werden.

    Genau da sind wir dann auch bei meiner größten Kritik an dieser Technologie: sie vermittelt den trügerischen Eindruck, dass sie das Verkehrsproblem lösen kann, sorgt aber tatsächlich dafür, dass sich die Probleme weiter verschärfen. Ein Auto mit Verbrennungsmotor, das nicht genutzt wird, schlägt dagegen jedes Elektroauto, das auch genutzt wird, in jeder Hinsicht um Längen.

    Dass ausgerechnet jetzt, wo die Luft in den Städten so sauber ist, wie schon lange nicht mehr, insbesondere als Umweltschutzverein getarnte Abmahnorganisationen auf die Tränendrüse drücken, finde ich persönlich albern. Aber wahrscheinlich können sich die meisten Menschen tatsächlich nicht mehr daran erinnern, wie die Situation noch vor wenigen Jahrzehnten war.

    Dass man CO2 als Schadstoff einstufen möchte, ist dann nur noch das Sahnehäubchen auf dem ganzen Zirkus. Nicht nur, weil man mit dem Argument bei den Elektromobilen doch sehr vorsichtig sein sollte – selbst wenn man einen Ablassbrief von einem der vielen Ökostromanbieter erworben haben sollte.

    Und die Landbevölkerung darf obendrein auch noch die Windparks aushalten, die diese Ablasshändler als Marketing-Projekte in die Landschaft stellen, damit die Elektroauto-Fahrer auch weiterhin mit gutem Gewissen vor allem mit Kohlestrom unterwegs sein können.

  33. lieber Herr Hentiger
    Schade das Sie immer nur Argumente von der Lobbyistenvereinigung der Verbrenner verbreiten .
    Sie scheinen noch nie über einen längeren Zeitraum ein E- Auto gefahren oder genutzt zu haben.
    Der Unterschied zwischen Rekuperation/E-Auto und Motorbremse beim Verbrenner ist der E- Motor produziert Strom und lädt die Batterie auf wenn ich beim Fahren den Fuß vom Gas nehme und entschleunigt / bremst das Auto ab. Der Verbrennungsmotor bremst den Wagen beim Schaltgetriebe je nach eingelegtem Gang ab, das wirkt am besten bei steilen Bergabfahrten aber nicht wenn ich im 5 Gang bergabfahre und will ab NULL abbremsen.
    Der kaputte Motor eines Verbrenners kostet viele 1000€ ,der E Motor viel weniger ist nicht viel größer als ein 20L Party-Bierfass und benötigt nur wenig Montage.
    Bei den Verbrennern sind die Motorräume total mit anderen Aggregaten ,Batterie ,Kühlwasserpumpe , Lichtmaschine Luftfilter usw. was erst demontiert werden muss um Motor zu wechseln. Entfällt bei E- Auto.
    Laternen laden gibt es inzwischen in England dort ist es in Wohngegenden mit den typischen Reihenhäusern aus der Vorkriegszeit Steckdosen zu installieren wo die E Autos über Nacht geladen werden können.
    Die Elekronik lässt der Autos / Ladesäulen lässt es zu das die Autos morgens für Fahrt zur Arbeit geladen sind. Der Autobesitzer kann über Smartphone den Vorgang steuern.
    In Einkaufscentern und deren Parkhäusern sowie anderen gibt es inzwischen zum Teil kostenloses Laden.
    bei IKEA in Berlin Tempelhof gibt es inzwischen 3 Ladesäulen mit 3 Steckersystemen für Kostenloses Laden.
    Der REest der Welt ist schon weiter als die verknöcherte deutsche Automobilindustrie ,ADAC , Auto-bild usw.
    Der freie Markt wird es regeln !
    E- Autos erhöhen die Lebensqualität / weniger Verkehrslärm ,Feinstaub,Co² , Stickoxyde.
    weniger Asthma kranker Kleinkinder, Erwachsene Alte , weniger Herz infakte, Schlafprobleme usw.
    Bewohner an Durchangsstraßen und in Städten werden sich freuen.
    Die Ländbevölkerung mag der Verkehr ,der Lärm Dreck etc. weniger stören sie leben ja im Grünen.
    Also erst umgehend informieren und dann urteilen.

  34. „Vorzurteile“ mit Märchen zu entgegnen macht doch irgendwie auch keinen Sinn, oder?

    „Grundsätzlich sind Elektroautos sogar wartungsärmer als Verbrenner, da sie viel einfacher aufgebaut sind. Ein E-Motor besteht beispielsweise aus 17 Teilen, während es ein Elektromotor auf weit über 1.000 Einzelteile bringt.“
    Es ist doch vollkommen egal, aus wie vielen Einzelteilen der Motor besteht. Entscheidend ist die Frage, wie oft ein Verbrennungsmotor während der Nutzungszeit eines Autos kaputt geht – und wie oft ein Elektromotor. Die zweite Frage ist dann, wie viel die Reparatur des Verbrennungsmotors kostet und wie viel die Reparatur des Elektromotors. (Jemand, der schonmal die „elektrische Handbremse“ eines VW reparieren ließ, hat eine Vorstellung, wovon ich rede.)

    „Die Bremsbeläge verschleißen bei Elektroautos ebenfalls langsamer“
    Wie soll das denn gehen, bei deutlich höherem Gewicht? Wenn das im Zusammenhang mit der Rekuperation stehen soll, dann weise ich mal darauf hin, dass jedes Auto mit Verbrennungsmotor auch über eine „Motorbremse“ verfügt.

    „Öl- und Filterwechsel fallen weg.“
    Dafür gibt es aber den Akku-Wechsel, der diese Kosten mehr als „ausgleicht“.

    „Doch bis dahin kann man sich im Zweifel mit einem Mietwagen behelfen.“
    Verstehe ich nicht. Wenn man liegen bleibt, ist das kein Problem, weil man dann einen Mietwagen nehmen kann? Oder soll man immer dann einen Mietwagen nehmen, wenn man Angst hat, das Ziel nicht erreichen zu können? Wäre es dann vielleicht sinnvoller, sich gleich den Verbrenner zu kaufen und zusätzlich hin und wieder ein Elektroauto als Mietwagen zu nutzen?

    „Und bei der Ladeinfrastruktur wird in den nächsten Jahren viel passieren.“
    Was geschieht eigentlich, wenn man mit einem Elektroauto tatsächlich liegen bleibt? Mal als Extrembeispiel, wenn man im Winter auf der Autobahn mehrere Stunden feststeckt – und die Heizung den Akku irgendwann leergesaugt hat? Beim Verbrennungsmotor braucht es nur jemanden (z.B. die Feuerwehr) mit einem Ersatzkanister. (Es soll sogar Leute geben, die grundsätzlich einen im Kofferraum dabei haben – für sich selbst, oder für andere.)

    „Wer noch kein Elektroauto fährt, stellt sich meist vor: Der Akku wird leer, und wenn man es noch bis zur Ladestation geschafft hat, dauert es mehrere Stunden, bis er wieder voll ist. “
    Und wer schon ein Elektroauto fährt, weiß, dass das Aufladen des Akkus tatsächlich mehrere Stunden dauern kann – wenn man Glück hat und man tatsächlich eine kompatible Schnellladestation findet, die nicht bereits besetzt ist, noch immer gut eine Stunde (die Elektroauto-Anhänger wissen schon, warum sie immer nur die Zeit angeben, bis der Akku lediglich zu 80 % geladen ist). Wie lange dauert im Vergleich dazu das Betanken eines Verbrenners?

    „Sie wandeln Straßenlaternen in Ladesäulen um.“
    Und so eine Straßenlaterne hat einen Stromanschluss mit welcher maximalen Leistung? Wie viele Tage muss man daran ein Elektroauto mit z.B. 200 km Reichweite anschließen, damit es wieder voll geladen ist? Gehen wir mal optimistisch davon aus, dass jede Straßenlaterne einzeln mit 16 A abgesichert ist (was natürlich nicht der Fall ist), dann haben wir eine maximale Leistung von 230 V × 16 A = 3.680 W. Ein Elektroauto brauch für 100 km etwa 15 kWh, für 200 km also 30 kWh. Um 30 kWh konstant mit 3,68 kW zu laden, benötigt man mindestens (also ohne Berücksichtigung der auftretenden Verluste) 30 kWh : 3,68 kW = 8,15 h…

    „Und bei den Betriebskosten sind Elektroautos ohnehin viel günstiger als Verbrenner“
    Wie soll das gehen? Elektroautos haben keinen Verschleiß, benötigen keine Wartung, haben nie Defekte? Wenn wir mal die obigen 15 kWh auf 100 km ansetzen, dann kosten die bei 30 Cent/kWh 4,50 Euro. Ein Benziner kommt bei durchschnittlich 6 Liter auf 100 km und einem Preis von 1,50 Euro pro Liter (inklusive jede Menge Steuern) auf 9 Euro pro 100 km. Um über die Energiekosten einen Preisunterschied von 10.000 Euro auszugleichen, müsste man also mindestens 222.222 km mit dem Auto zurücklegen. Wie viele Leute fahren ihr Auto wirklich so lange? (Und wie lange hält der Akkupack?)

    Am schönsten sind aber die zahlreichen Hinweise in diesem Artikel, dass das alles irgendwann in der Zukunft mal besser werden soll. Denn der gibt ja letztlich den Leuten Recht, die heute lieber noch kein Elektroauto kaufen, sondern stattdessen auf diese Zukunft warten.

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