Berlin will Vorreiter für Elektromobilität werden

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elektromobilität-berlin-modellversuchDie Elektromobilität spielt in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle. Die Bundeshauptstadt Berlin will als Vorreiter zur Referenzstadt für E-Mobility werden. Hierzu soll der Ausbau von Ladestationen vorangetrieben und Praxistests mit Elektroautos ausgeweitet werden. Aber nicht nur Berlin selbst, sondern auch die umliegende Region Brandenburg ist Teil eines internationalen Testprojekts, welches die Zukunft einer urbanen E-Mobilität sicherstellen soll. Gerade in Großstädten kann sich die verstärkte Nutzung von Elektrofahrzeugen positiv auswirken. Allein schon wegen der begrenzten Kilometerleistung, die Elektrofahrzeuge mit einer Batterieladung zurücklegen können, bieten sich die kurzen Wege innerhalb eines Stadtgebiets für ausgiebige Tests förmlich an. Diese Projekte sind Bestandteil der Strategie, dass Berlin die führende Smart City in Europa werden will. Mehr über die aktuellen Projekte zur Smart City Berlin erfahren Sie hier>>>

Selbst die Bundesregierung möchte zukünftig mit Strom fahren

Immerhin geht auch die Bundesregierung mit der Zeit und möchte wenigstens 10% ihres Fuhrparks zukünftig mit Elektrofahrzeugen ausstatten. Unabhängig davon wäre dies natürlich ein wichtiger Schritt, zumal bei der Bundesregierung selbst hochpreisige und leistungsstarke Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden. Innovative Lösungen sollen dem Grundbedürfnis nach Mobilität mit E-Fahrzeugen in schnell wachsenden Städten gerecht werden.

Nach wie vor sind viele jedoch geteilter Meinung in Bezug auf Elektromobilität. Effiziente und ressourcenschonende Lösungen bis hin zu Subventionsgräbern und technischen Fehlentwicklungen sind hierbei abzuwägen. Glücklicherweise hat die Industrie die Entwicklung hochwertiger Batteriesysteme und Elektromotoren vorangetrieben, so dass diese Lösungen durchaus als serienreif bezeichnet werden können. Zu diesem Thema hat die Berliner Agentur für Elektromobilität »eMO« im Roten Rathaus zu einer Hauptstadtkonferenz Elektromobilität 2014 eingeladen. Der Veranstalter präsentiert Mobilitätstechniken und zeigt Möglichkeiten auf, in Berlin zum internationalen Vorreiter werden zu können. Wenigstens 200 ansässige Firmen sind hier präsent und betreiben ein Praxislabor für die Elektromobilitätsindustrie.

10% der Elektrofahrzeuge sind in Berlin angesiedelt

Nahezu 10% des Marktes für Elektrofahrzeuge in Deutschland ist in Berlin angesiedelt. Hier laufen etwa 1.300 Fahrzeuge. Von diesen Elektrofahrzeugen sind nur 20% in Privatbesitz. Der Rest ist bei Unternehmensflotten und bei Car-Sharing-Firmen zu finden. Genau in diesem Bereich gibt es ein großes Wachstumspotenzial für E-Mobility. Interessanterweise hat weniger als die Hälfte aller Berliner Haushalte nur ein Fahrzeug. Von daher liegt die Zukunft in einer flexiblen Verknüpfung von Car-Sharing mit Elektrofahrzeugen und öffentlichen Nahverkehrsmitteln.

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Eines der Ziele zur E-Mobility ist der konsequente Ausbau der Ladestationen

Um das hohe Potenzial für die Elektromobilität zu verwirklichen, ist angedacht, bis zum Jahr 2015 von den momentan vorhandenen 400 Ladestationen diese auf 1.600 auszubauen. Bis zu drei Privatunternehmen sollen mit dem Ausbau der Elektrotankstellen beauftragt werden. Mit einem einstelligen Millionenbetrag möchte die Stadt Berlin dieses Ziel fördern.

Guido Beermann, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft von Berlin teilte mit, dass für die Autohersteller die Elektromobilität heute kein Nischenthema mehr sein darf. Drei Versuchsautos wurden aus diesem Grund an die Firma Messenger vergeben, die aufgrund des Pilotprojekts »Schaufenster Internationale Elektromobilität« in Berlin und Brandenburg diese Fahrzeuge eingehend testen wird. Schon jetzt teilt ein Kurierfahrer der Firma mit, dass noch reichlich Testbedarf besteht. Wer als Kurierfahrer durchschnittlich 150 km am Tag fahren muss, für den reicht eine Batterieladung nicht aus. Anders sieht dies jedoch bei einem Paketlieferservice aus, wo ein Fahrzeug nur bis zu 40 km fahren muss. Ein weiteres Problem sind jedoch die vorhandenen Ladestationen, die als Parkplatz von anderen missbraucht werden.

Bildquelle: © Barbara Eckholdt / pixelio – www.pixelio.de

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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