IG Metall: Förderung von Elektromobilität „hat besondere Dringlichkeit“

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ig-metall-foerderung-von-elektromobilitaetAuf Deutschlands Straßen sollen bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos unterwegs sein – dieses Ziel hatte sich die Bundesregierung bereits vor längerer Zeit gesetzt. Staatliche Anreize, um Elektrofahrzeuge für Autokäufer attraktiver zu machen, lassen jedoch noch auf sich warten. Die IG Metall fordert schon lange die Einführung von Förderprogrammen, um die Verkaufszahlen von Elektroautos zu erhöhen, und ist mit dieser Forderung mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) einig. Diese Förderungen der Elektromobilität sollen sowohl Steuervorteile für Elektroautos umfassen als auch massive Investtionen in die Ladestationen-Infrastruktur.

Leitmarkt Deutschland nur mit Förderprogrammen möglich

Angela Merkel hatte zwar letzten Sommer auf einer Konferenz der Nationalen Plattform Elektromobilität erklärt, dass Deutschland um eine Förderung von Elektroautos nicht herumkommen werde und eine Entscheidung bis zum Jahresende in Aussicht gestellt. Zu dieser kam es jedoch aufgrund von Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Koalition bisher nicht.

Die IG Metall fordert seit längerem die Einführung staatlicher Förderprogramme, um die Verkaufszahlen von Elektroautos zu erhöhen. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat die Bundesregierung nun in Frankfurt erneut dazu aufgefordert, Elektromobilität steuerlich und mittels Infrastrukturmaßnahmen zu fördern. Insbesondere nach der „Diesel-Debatte“ habe dies besondere Dringlichkeit. Hofmann sagte außerdem, dass die Bundesregierung 2016 deutlich machen müsse, ob sie dieses innovative Technologiefeld in Deutschland halten wolle oder man es endgültig in die USA und nach Asien ziehen lassen wolle.

Um Deutschland zu einem Leitmarkt auszubauen, brauche es Steuervorteile und direkte Investitionen in die Infrastruktur sowie Kaufhilfen, aber auch einen mutigen Schritt, um Europa zu einem Treiber in Speichertechnologien und intelligenten Netzwerktechnologien auszubauen.

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Politik muss Rahmenbedingungen für den Ausbau von Elektromobilität schaffen

Erst im September hatte die IG Metall gemeinsam mit dem Autoverband VDA zusätzliche Förderungen von der Politik gefordert. Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall, und Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hatten damals beim gemeinsamen IAA-Symposium betont, dass die Politik stabile Rahmenbedingungen für den Erfolg der Automobilindustrie und den Erhalt von qualifizierten Arbeitsplätzen in Deutschland und Europa schaffen müsse. Die Autoindustrie habe Milliarden in die Entwicklung und Produktion von Elektroautos investiert, nun brauche man steuerliche Anreize, damit diese auch auf die Straße kämen. Zugleich müsse die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden.

Quellen / Weiterlesen:
IG Metall fordert von Bund Förderung von Elektromobilität – finanztreff.de
IG Metall und VDA fordern mehr Anreize für Elektroautos – ecomento.tv
Bildquelle: © Christian Steiner / pixelio – www.pixelio.de

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

4 KOMMENTARE

  1. Jetzt wo alle deutschen Autohersteller sowieso auf Elektromobilität setzen sollen kommt die Gewerkschaft aus dem Knick…

    Typisch!

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