Entscheidung über Elektromobilitäts-Förderung lässt auf sich warten

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entscheidung-ueber-elektromobilitaets-foerderung-laesst-auf-sich-wartenEigentlich wollte die Bundesregierung noch in diesem Jahr über eine mögliche staatliche Förderung von Elektromobilität entscheiden. Doch bisher konnte sich die große Koalition nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen. Derzeit wird eine Kaufprämie für Elektroautos diskutiert. Im Sommer hatte Angela Merkel auf der Konferenz der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ gesagt, dass Deutschland um eine weitergehende Förderung nicht herumkommen werde und versprochen, dass es bis zum Jahresende eine Entscheidung geben werde.

Nicht nur die Autoindustrie hätte gern Klarheit, inzwischen dringen auch die Bundesländer auf eine Einigung. Bundesumweltministerin Hendricks schwebt eine Kaufprämie für Elektroautos vor – Finanz- und Verkehrsministerium sehen dies kritisch. In anderen Ländern hätte dies lediglich zu einer kurzfristigen Nachfragesteigerung geführt.

Die Autoindustrie hat sich für die Einführung einer Sonderabschreibung für elektrische Firmenwagen ausgesprochen, da der Firmenwagenmarkt für die Hersteller ein wichtiger Markt ist. Auch die Länder sind für günstige Abschreibungsbedingungen für Firmenwagen und Ladestationen. Ihr Vorschlag sieht vor, dass Unternehmen im ersten Jahr 50 Prozent der Herstellungs- und Anschaffungskosten von der Steuer absetzen können. Ein entsprechender Antrag des Bundesrates liegt vor, den wohl auch Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel mittragen will. Die Unionsfraktion sowie verschiedene Finanzpolitiker von SPD und Union lehnen den Vorschlag hingegen ab.

Die Mindereinnahmen aufgrund der Sonderabschreibung sollen nach Ansicht der Befürworter überschaubar bleiben, während die Autohersteller gar nicht mit dauerhaften Ausfällen, sondern nur mit einer Verschiebung der Steuereingänge rechnen. Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, liegt ein weiterer Vorschlag vor: Wenn Arbeitgeber das Aufladen privater Elektroautos kostenlos oder verbilligt ermöglichen, soll diese günstige Versorgung mit Strom nicht als geldwerter Vorteil angerechnet werden. Es ist allerdings fraglich, ob diese Lösung den erwarteten Durchbruch bringt.

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Quelle: Elektromobilität: Regierung uneins über Förderung für E-Autos – Wirtschaft – Stuttgarter Zeitung

Bildquelle: © energyload.eu


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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

3 KOMMENTARE

  1. Warum nicht einfach keine MWSt auf die Fahrzeuge erheben? Leistung auf 5 Jahre beschränken und schaun was passiert. So gibts keine Extrakosten und die E-Autos rechnen sich so auch besser.

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