Tesla Powerwall: Wo kann man in Deutschland einen Stromspeicher von Tesla kaufen?

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powerwall-tesla-in-deutschland-kaufenIm Mai hat Tesla-CEO Elon Musk in Los Angeles unter großem Medienecho angekündigt, mit Tesla Energy nun auch in den Markt für Lithium-Ionen-Solarspeicher einsteigen zu wollen: Das Powerpack-Batteriesystem ist für den industriellen Gebrauch, die Tesla Powerwall für den Heimanwender gedacht. Tesla geht es dabei um nichts Geringeres, als eine Welt mitzugestalten, in der die Energieversorgung zu 100 Prozent von Wind und Sonne gedeckt wird. Der Beginn der Auslieferung der Powerwall in Deutschland wurde für Ende 2015 angekündigt – wann, wo und wie wird die Batterie nun erhältlich sein?

Das Problem mit herkömmlichen Solarbatterien sei, dass sie nichts taugten, sagte Elon Musk im April. Sie seien unzuverlässig, hässlich und teuer. Die Tesla-Powerwall soll das alles ändern: Mit einem Quadratmeter vergleichsweise klein und flach, lässt sich die Batterie einfach an Innen- oder sogar Außenwänden anbringen und spart damit Platz. Der Kunde kann sogar zwischen zwei Farben wählen – Elon Musk schwärmte, seine Powerwall sehe aus wie eine Skulptur. Der Solarspeicher soll sowohl in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage als auch unabhängig davon genutzt werden können, beispielsweise als Zwischenspeicher für Strom aus dem Netz. Angekündigt waren ursprünglich zwei Modelle: Eins mit einer Kapazität von 7 kWh, welches für den Tageszykluseinsatz gedacht ist, und ein 10 kWh-Modell als Backup bei Stromausfällen. Dieses wird jedoch auf der Tesla-Webseite im Moment nicht mehr erwähnt. Die Powerwall von Tesla ist jedoch ohne Probleme erweiterbar – mehrere Geräte können ineinandergesteckt und zusammengeschaltet werden.

tesla-powerwall-deutschland-stromspeicher-tesla-kaufenBestellungen für die Powerwall nimmt Tesla seit Mitte des Jahres entgegen – und wird nach eigener Aussage geradezu überrannt. Bis Mitte 2016 sei man schon ausverkauft, hieß es im August. Auf der Tesla-Webseite wird der Auslieferungsstart mit Ende 2015 angegeben, der Verkauf in Deutschland soll im ersten Quartal 2016 starten. Derzeit wird die Powerwall in einer Tesla-Fabrik in Fremont, Kalifornien hergestellt. Die Produktion soll in die Tesla Gigafactory in Nevada verlegt werden, sobald diese fertiggestellt ist.

Und der Preis? Was der der Speicher für den deutschen Endkunden kosten wird, ist noch nicht klar, er wird jedoch nach jetzigem Stand deutlich unter dem Preis für vergleichbare Lösungen liegen. Tesla hat 3.000 Dollar angegeben, das sind also umgerechnet 2.700 Euro für das Modell mit 7 kWh. Dies ist allerdings der Nettopreis für Händler in den USA. Dazu kommen die Kosten für den Wechselrichter und die Installation. Der Preis für den Endkunden wird also höher liegen, zusätzlich bedingt durch Handelsspannen und Mehrwertsteuer, die Batterie dürfte aber immer noch vergleichsweise günstig sein.

Wo nun wird man die Powerwall nach Auslieferungsstart in Deutschland kaufen können? Beim Vertrieb kooperiert Tesla mit Beegy. Das Gemeinschaftsunternehmen von MVV Energie, BayWa, dem irischen Heiz- und Kühlsystemherstellers Glen Dimplex und dem Münchener Softwarespezialisten GreenCom Networks gab im Juni bekannt, die Powerwall ab Verfügbarkeit als Komponente in ihren Photovoltaikanlagen anzubieten. Beegy will die Powerwall aber auch an Kunden verkaufen, die bereits eine Solaranlage besitzen.

tesla-powerwall-deutschland-stromspeicher-tesla-kaufenTesla kooperiert auch mit dem Energieversorger LichtBlick. Dieser will die Speicher nach bisherigem Stand nicht selbst vertreiben, sondern in seine IT-Plattform „SchwarmDirigent“ einbinden. Über diese Plattform vernetzt das Unternehmen lokale Erzeuger und Speicher und verbindet sie mit den Energiemärkten. So können auch Powerwall-Besitzer überschüssigen Wind- und Sonnenstrom aus dem Stromnetz aufnehmen und diesen bei Flaute und Bewölkung nutzen oder wieder ins Netz zurückspeisen. Dafür werden die Verbraucher von LichtBlick an den Energiemarkt-Erlösen beteiligt. Das Unternehmen denkt auch darüber nach, die Powerwall selbst zu vertreiben. Weitere Partner sind die Wechselrichterhersteller Fronius und SolarEdge: Die Powerwall wird mit Wechselrichtern dieser beiden Hersteller erhältlich sein.

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In Österreich ist die Tesla Powerwall über VERBUND zusammen mit SOLAVATA zu beziehen und der Schweizer Vertriebspartner für die Tesla Powerwall ist die Eco Energie A Plus AG. Noch ist die Tesla Powerwall nicht ausgeliefert, da wird mit der Powerwall 2.0 von Tesla schon eine neue Version der Tesla-Solarbatterie angekündigt. Mittlerweile wurde bekannt, dass die ersten Solarbatterien von Tesla in Deutschland eingetroffen sind und installiert wurden.

Bilderquelle: Tesla Motors

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Stephan Hiller

Stephan Hiller ist erfahrener Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

14 KOMMENTARE

  1. Endlich ein Unternehmen, dass das Thema Stromspeicherung wirklich in die Hand nimmt! Tesla stellt nicht nur die Autobranche auf den Kopf, sondern auch die Stromversorgung. 🙂

  2. Die Ladezyklen und Wirkungsgrad sind bekannt und veröffentlicht. Auch im PV-Forum gibts hierzu viele Kommentare. Der Preis wird dort für Endverbraucher inkl Installation mit ca 6500 von einem Installateur angeben. Seit kurzem liefert auch SMA Teile zur powerwall sodass der vorhandene WR weiter benutzt werden kann.

  3. mich würde interessieren wieviel aufladezyklen möglich sind und wie es mit dem wirkungsgrad dann so ausschaut.

  4. Geht doch! Damit und mit den vielen Solaranlagen auf den deutschen Dächern läuft die Energiewende auch ohne die BremserInnen Merkel und Gabriel.

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