Lucid Motors will von Ford übernommen werden

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Lucid Air BestellenLucid Motors sucht neue Investoren: Das Elektroauto-Startup aus Kalifornien arbeitet an einer Luxus-Limousine ähnlich dem Tesla Model S. Berichten zufolge ist Lucid dabei auch an Ford herangetreten und hat sich selbst zum Kauf angeboten. Der Autobauer soll Interesse an einer Übernahme signalisiert haben.

Ford soll bereits einen Vertragsentwurf übermittelt haben

Lucid Motors sucht derzeit mit Hilfe des Finanzdienstleisters Morgan Stanley neue Kapitalgeber. Doch das junge Unternehmen hat es nicht leicht, neue Investoren zu finden, da es bisher kaum Fortschritte vorweisen kann. Zunächst hieß es unter Verweis auf informierte Personen, dass Ford zum jetzigen Zeitpunkt kein Interesse an einer Übernahme habe. Neuen Berichten zufolge soll sich der US-Autobauer doch interessiert gezeigt haben, so wie auch zwei andere, nicht näher benannte Unternehmen. Jim Hackett, der neue Ford-CEO habe dem Startup Ende Juni zusammen mit anderen Führungskräften einen Besuch abgestattet. Anschließend habe der Autobauer Lucid Motors ein Term Sheet zukommen lassen, eine Art Vertragsentwurf, in dem die Rahmenbedingungen festgehalten sind, heißt es. Weder Ford noch Lucid wollten sich zu der Angelegenheit äußern.

Lucid will ab 2019 Tesla Konkurrenz machen

Lucid wurde bereits 2007 als Atieva gegründet und stellte zunächst Batterien und Antriebssysteme für Elektroautos her. Das Unternehmen verfügt zudem über einen wertvollen Bestand an Patenten. Seit 2014 entwickelt Lucid ein eigenes Fahrzeug und will mit dem frischen Geld den letztes Jahr vorgestellten Prototypen Lucid Air weiterentwickeln, der 2019 in Produktion gehen soll. Die Basisversion des Lucid Air kommt mit 400 PS und einer Reichweite von 400 Kilometern, während die Luxusversion mit 1.000 PS und 640 Kilometern Reichweite aufwartet. Der Verkaufspreis soll in den USA je nach Ausführung zwischen 60.000 und 150.000 Dollar liegen. Für eine geplante eigene Autofabrik in Arizona braucht Lucid Motors bis 2022 geschätzte 700 Millionen US-Dollar. Für das Startup arbeiten viele ehemalige Tesla-Ingenieure, unter ihnen auch der frühere Chefingenieur des Tesla Model S Peter Rawlinson.

Die Übernahme wäre kein schlechter Deal für Ford

Viele Elektroauto-Startups haben Probleme, Kapital zu beschaffen. Die Entwicklung eines eigenen Fahrzeuges von Grund auf ist zeitaufwendig und schwierig. Für Ford wäre ein Übernahme des Startups keine schlechte Entscheidung: Der Hersteller könnte so seine eigenen Technologien nutzen und sich auch die Patente von Lucid sichern. Ford will in den nächsten Jahren 40 Prozent seiner Modellpalette elektrifizieren.


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Quellen / Weiterlesen:
Lucid bietet sich zum Kauf bei Ford an | Automobil Produktion
Lucid Motors Is Mulling Sale After Takeover Talks With Ford | Bloomberg Technology
Electric car startup Lucid Motors is short of cash and weighing its options | recode
Bilderquelle: © Lucid Motors Inc.

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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