Faraday Future darf autonomes Fahren auf Kaliforniens Straßen testen

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faraday-future-autonomes-fahrenDer kalifornische Elektroautohersteller Faraday Future hat noch kein serienreifes Auto präsentiert, testet aber schon autonomes Fahren. Insidern zufolge hat das Start-up aus Los Angeles vom Bundesstaat Kalifornien die Lizenz zum Testen selbstfahrender Autos bekommen. Die ersten öffentlichen Tests mit elektrischen Prototypen sollen im Laufe des Jahres durchgeführt werden. Faraday Future ist eines von mehreren von chinesischen Investoren finanzierten Start-ups, die mit elektrischen Luxuswagen Tesla angreifen wollen.

Faraday Future: Elektroautos und autonomes Fahren

Wie auch Tesla will Faraday Future seine Elektrofahrzeuge mit der Fähigkeit zum autonomen Fahren ausstatten, zunächst zumindest teilweise. Im Januar hat der Branchenneuling auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas das Konzept eines Elektro-Sportwagens namens FFZERO1 vorgestellt. Das erste Serienfahrzeug soll nächstes Jahr auf den Markt kommen. Es gibt noch keine Details zu dem Auto selbst, doch Faraday Future schwebt ein ganz neues Mobilitätskonzept vor. Autos werden in Zukunft nicht mehr gekauft, sondern ähnlich dem Prinzip des Carsharing verstärkt gemietet werden und dabei ganz auf die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers eingestellt sein werden.

Beschädigt der Tesla-Unfall den Ruf des autonomen Fahrens?

Autonome Fahrzeuge, bei denen der Fahrer komplett abschalten und auf dem Rücksitz Bücher lesen kann, während der Wagen selbständig durch den Straßenverkehr navigiert, dürften jedoch noch eine Weile auf sich warten lassen. Viele große Autohersteller wollen selbstfahrende Autos entwickeln, Google testet autonomes Fahren schon länger auch im öffentlichen Raum. Auch Daimler, Audi und Toyota haben von der kalifornischen Zulassungsbehörde eine solche Lizenz erhalten. Die Branche fürchtet jedoch derzeit, dass die Technologie nach dem ersten tödlichen Unfall eines Model S im Autopilot-Modus ausgebremst und in Verruf geraten könnte.

Faraday Future hat noch keine Details zu den autonomen Funktionen ihrer künftigen Fahrzeuge verraten, nur dass die Funktionen wie bei Tesla über automatische Updates geliefert werden sollen.

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Quellen / Weiterlesen:
Tesla rival Faraday approved to test self-driving cars on California roads | Reuters
Faraday Future: Künftiger Tesla-Konkurrent testet automatisiertes Fahren | Computer Bild
Bildquelle: flickr – Maurizio Pesce

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Ajaz Shah

Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

3 KOMMENTARE

  1. Autopilot ist NICHT autonomes Fahren!

    Flugzeuge oder Schiffe mit Autopilot vermeiden überhaupt keine Kollisionen.

    Damals beim ABS gab es auch Deppen, die meinten, keinen Abstand mehr halten zu müssen. War das ABS daran schuld?

  2. Da folgen die Marketingabteilungen der Autohersteller dem Medienhype zum Automomen Fahren auf Hochtouren – wohl auch, um von den nicht beherrschten Klima-und Umwelt-Problemen der schmutzigen, veralteten Otto-bzw. Diesel-Motor-Technologien abzulenken (nicht umsonst werden die entsprechenden Vorschriften auf EU-Ebene nicht verschärft!). Da wird dann auch schon über die ersten schweren Unfälle beim Autonomen Fahren berichtet. Dumm gelaufen! Man erkennt aber mittlerweile, dass das Autonome Fahren nicht nur eine technische Herausforderung darstellt – insbesondere in Bezug auf die technische Sicherheit -, sondern mehr noch ungelöste ethische, rechtliche und Informationssicherheitstechnische Probleme mit sich bringt. Vom Stand der vergleichbaren PC- und Smartphone-Sicherheit kann jeder Nutzer ein Lied singen. Doch die Politik gebärdet sich weiterhin autohörig!

    „TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Freude am Fahren, wenn kein Fahrer da!
    TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Vorsprung durch Technik, wenn kein WLAN da.“

    Freud und Leid des fahrerlosen Fahrens auf den Punkt gebracht:

    http://youtu.be/fU0QDDxDcy8
    http://youtu.be/WzvpF6JR1cE

    Viel Spaß beim Anhören! Und lasst Euch die Realität nicht vermiesen!

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