Elektroauto zum Bahnticket: Bahn-Tochter Flinkster startet Elektroauto-Carsharing

2

elektroauto-bahn-flinkster-carsharingDer Bahn laufen die Kunden weg: Die starke Konkurrenz durch Fernbusse macht dem Unternehmen schon seit längerem zu schaffen. Darauf reagiert die Bahn nun mit einem neuen Angebot im Bereich E-Mobility: Seit Mitte Februar läuft das Pilotprojekt Flinkster Connect, bei dem Bahnkunden sich zusätzlich zum Fernverkehrsticket ein Elektroauto zur Nutzung am Zielort buchen können.

„Mit unserem neuen Kombi-Angebot Flinkster Connect bieten wir den direkten Anschluss vom Zug ins Flinkster-Fahrzeug“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Bahn. „Das sorgt für eine nahtlose und individuelle Mobilität mit der Deutschen Bahn und verbessert das Reiseerlebnis für unsere Kunden.“

Einfache Buchung und Abrechnung über Tagessatz ohne weitere Kosten

Das Angebot an sich ist nicht neu, die Bahntochter Flinkster bietet schon länger Carsharing auch mit Elektroautos an. Neu ist die einfache Buchung direkt beim Ticketkauf. Der Tagessatz für die Nutzung beträgt pauschal 29 Euro, ansonsten entstehen keine weiteren Kosten. Bahnkunden können das Elektrofahrzeug bis zu einer Woche nutzen. Die notwendige Führerscheinkontrolle wird einmalig bei Ankunft an der DB Information durchgeführt, das Auto wird über die Flinkster-App oder die Flinkster-Kundenkarte geöffnet.

Verfügbare Modelle sind zum Beispiel der smart fortwo electric drive, der Citroen C-Zero oder der Karabag New 500E. Die Reichweite gibt die Bahn mit etwa 100 Kilometern an, geladen werden können die E-Fahrzeuge an „Heimatstationen“ an den ursprünglichen Parkplätzen und an den öffentlichen E-Ladestationen von Vattenfall in Berlin.

Range Extender gegen Reichweitenangst

Wenn die Reichweitenangst dennoch zu groß ist, können Bahnkunden auf den Opel Ampera zurückgreifen: Zusätzlich zum Elektromotor ist hier ein Range Extender verbaut für den Fall, dass die Batterie vorzeitig leer wird. Ein Verbrennungsmotor treibt dann einen Generator an, der Strom erzeugt.

>> Energyload-Newsletter abonnieren und exklusive Rabatte sichern <<

Man wolle den Kunden einfache und bequeme Mobilität von Tür zu Tür bieten, heißt es bei der Bahn weiter. Ziel sei es, die Kunden für das Angebot zu begeistern, damit es weiter ausgebaut werden könne. Flinkster Connect wird bisher nur an zwei Bahnhöfen in Berlin angeboten, soll aber auch auf andere Städte ausgeweitet werden.

Quellen / Weiterlesen:
Kombi-Tickets: Bahn startet Elektroauto-Projekt | FAZ
Vom ICE ins E-Auto: ‚Flinkster Connect‘ startet am 18. Februar in Berlin | Deutsche Bahn AG
Welche Elektroautos sind beim Carsharing im Einsatz? | GreenGear
Bildquelle: WikipediaJan Hagelskamp1Eigenes Werk, CC-BY 4.0


Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie aktuell informieren. Tragen Sie sich hierzu in unseren Newsletter ein

Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.

TEILEN
Vorheriger ArtikelGeht die neue KfW-Speicherförderung am Markt vorbei?
Nächster ArtikelFaraday Future patentiert kleinen, aber leistungsfähigen Wechselrichter
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

2 KOMMENTARE

  1. Das Angebot FlinksterConnect der DB finde ich interessant. Leider wird es immer noch (Ende 2016) nur in Berlin angeboten, dabei hat Flinkster doch auch in anderen Städten wie z.B. Frankfurt am Main ihre E-Fahrzeuge in Bahnhofsnähe stehen. Wann wird das Angebot ausgeweitet? Außerdem ist mit dem C-Zero die Fahrzeugflotte nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here