Solarspeicher von Solarwatt

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solarspeicher-solarwatt-myreserveVom einstigen Insolvenzfall mit neuen Stromspeichern zum Tesla von Dresden:

Vor einiger Zeit sorgte es für Aufregung, als Tesla bekanntgab, für Privathaushalte einen günstigen Tesla-Stromspeicher zu entwickeln. Mithilfe dieser Stromspeicher bleiben Solaranlagen auch ohne zusätzliche Subventionen oder garantierte Vergütungen rentabel. Auf viele Anlagenbesitzer wirkt der Gedanke, autark zu sein, äußerst anziehend.

Nun möchte das Unternehmen Solarwatt aus Dresden dem Giganten Tesla zuvorkommen. Nach Aussage von Unternehmenschef Detlef Neuhaus, gäbe es momentan kein anderes Speichersystem für Solaranlagen, das wirtschaftlicher und technologisch besser wäre als dieses von Solarwatt. Mit dieser Aussage begeistert Neuhaus nicht nur die Medien.

Solarwatt möchte den Verkauf von Solarspeichern ankurbeln

Solarwatt möchte Solarspeicher nach vorne bringen. Ihr Speicher hält an sonnigen Tagen mindestens 4,4 kWh vor und kann die ganze Nacht hindurch einen Kühlschrank betreiben. Die Anlage von Solarwatt zeichnet sich durch ein modernes Design und ein leichtes Eigengewicht aus. Sie unterstützt SmartHome und rentiert sich schon nach 10 Jahren.

Die Installation kann ein einzelner Techniker vor Ort alleine erledigen. Besonders herausragend ist der Wirkungsgrad von 93%. Mit einer hohen Kompatibilität können verschiedene Anlagen und unterschiedliche Verbraucher genutzt werden. Die Speicherbatterien mit dem Namen MyReserve könnten in technischer Hinsicht tatsächlich Tesla Paroli bieten.

myreserve-solarspeicher-solarwattSolarwatt feierte ein Comeback

Die Begeisterung von Solarwatt für ihre neue Speicherbatterie ist nicht unbegründet und hängt mit der interessanten Firmengeschichte zusammen. Solarwatt stammte aus der Boomzeit der deutschen Photovoltaik und hat hier etliche Erfolge verzeichnet. Während der Solarkrise vor drei Jahren ging der Umsatz des Unternehmens jedoch um bis zu 80% zurück. Daher mussten etliche Mitarbeiter entlassen werden.

Mithilfe des BMW-Erben Stefan Quandt konnte die Insolvenz noch rechtzeitig abgewendet werden. Quandt übernahm Ende 2012 rund 90% der Unternehmensanteile und strukturierte nicht nur das Unternehmen, sondern auch seine Ziele um. Mit der neuen Stromspeicherbatterie soll nun ein Comback folgen. Ebenfalls als Wegbereiter kann Detlef Neuhaus bezeichnet werden. Neuhaus ist Geschäftsführer von Solarwatt und zeichnet sich nicht nur durch seine Schlagfertigkeit aus, sondern hat auch eine Gabe für eindrucksvolle Präsentationen. Zwar fallen diese noch nicht so episch aus wie bei Elon Musk, jedoch sieht Neuhaus auf den Veranstaltungen wesentlich verwegener aus. Ohnehin hinkt der Vergleich zwischen Musk und Neuhaus. Letzterer ist seit dem Jahr 2010 im Vorstand von Solarwatt und ist mehr durch seinen Optimismus ins Licht getreten als mit Visionen, wie es beim Tesla-Mann der Fall ist.

Was hat BMW damit zu tun?

Schon seit einiger Zeit bemüht sich BMW im E-Markt Fuß zu fassen. Hier dürfen die innovativen, aber noch recht teuren Elektroautos nicht unerwähnt bleiben. Die Fusion von Auto und Stromspeicherbatterie ist möglicherweise eine Vision vom BMW-Erben Quandt, der diese Entwicklung auch bei Tesla beobachtet hat

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Die eigenständige Elektromarke BMW i kann sich beim Bekanntheitsgrad kaum mit Tesla messen. Die Marke BMW als Autohersteller alleine aber schon. Der Bekanntheitsvorsprung von Tesla könnte somit schrumpfen, wenn BMW i verstärkt auf Elektromobilität setzt. Schon jetzt bieten BMW i und Solarwatt gemeinsam in Kooperation Solar-Carports und Dachanlagen mit PV-Technik an. Solarwatt muss jedoch aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Einer der wichtigsten deutschen Konkurrenten sind die Mercedes-Stromspeicher, die ab September September auf dem Markt angeboten werden. In erster Linie haben Neuhaus und Quandt ein persönliches Bedürfnis, Tesla zumindest auf dem deutschen Markt zu überflügeln.

Auch wenn die unternehmerische Leistung von Quandt von vielen in Frage gestellt wird, ist Neuhaus nun optimistisch, dass mit dem neuen Stromspeicher ein Marktanteil von bis zu 25% zu erreichen ist.

Letztlich bleibt die Entscheidung von den Kunden am Markt abhängig. Diese ist auch eng verbunden mit sich ändernden Strompreisen und politischen Vorgaben. Leider sind Solaranlagen mit Batteriespeicher in heutiger Zeit kaum rentabler als solche ohne Batterie. Von daher ist Neuhaus auch nicht ganz so euphorisch wie Elon Musk.

Bildquelle: © SOLARWATT GmbH

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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